Autor Thema: Spielercharaktere  (Gelesen 6229 mal)

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Offline Moellchen

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Spielercharaktere
« am: 27.08.2003 | 00:46 »
Hier habt ihr die hochheilige "Pflicht" eure Charakterhintergründe für das neue Forenspiel zu posten.  :)
« Letzte Änderung: 22.03.2004 | 19:25 von Moellchen »

Juhanito

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Der schöne Jean
« Antwort #1 am: 27.08.2003 | 17:15 »
Ein Junger Mann betritt eine Kneipe, irgendwo in Vordacce. Er Sieht einen Schreiber und spricht Ihn an:
Hallo,
was siehst Du mich so an? (finstere Miene)
Du musst nicht gleich erschrecken, ich werde Dir nix tun. Glaube ich zumindest.
Du interessierst Dich für mich? Wieso Schreiberling? Was ich bin, ist ein Produkt dieses Lebens und lass Dich nicht von meíner äußerlichen Schönheit täuschen, denn im Herzen bin ich wohl der hässlichste Mann, der in ganz Vordacce rumläuft.
Du wirkst erschreckt, wieso nur? Bist Du etwa auch einer der Idioten, die meinen, das ein schönes Gesicht auch einen guten Charakter verbirgt?
Ha!  Du lässt dich zuviel von den Romanen die Du schreibst und ließt beeinflussen!
Aber was soll’s, Du willst eine Geschichte und hast Geld für etwas zu Essen und ich, ich habe Hunger.
Also ich heiße Jean. Mann nennt mich auch den schönen Jean oder den fliegenden Jean.
Nun, warum Sie mich den schönen Jean nennen, wirst Du wohl sehen und den anderen Namen habe ich einen Zufall zu verdanken. Aber dazu später.
Also jetzt das Übliche.
Ich Jean wurde als Kind von Jacques und Ines geboren.  Der Nachnahme? Der tut hier nix zur Sache.
Mein Vater war ein sehr wohlhabender Händler aus Montannje, der im schönen Dionna Geschäfte machte und Seiner Familie ein luxuriöses Leben ermöglichte. Meine Mutter war eine Schönheit aus der Provinz, der mein Vater ein Kind gemacht hatte und Sie dann zur Frau nahm. Höchstwahrscheinlich das einzig ehrenhafte, was er jemals getan hat.
Aber egal, kommen wir zurück zum Thema. Mein Vater handelte mit allen Familien und Leuten in Dionna, die uns etwas verkaufen wollten und Er ging dabei nicht zimperlich vor. Er Intrigierte, bestach, und ließ angeblich auch einige Leute erpressen. Tja Er war wohl ein echter Händler.
Meine ältere Schwester Michelle und Ich  wurden von unserer Mutter, die komischerweise nie aufgehört hat meinen Vater zu lieben, aufgezogen. Sie sorgte dafür, das wir neben der Sprache Vordaches auch die Sprache unserer Heimat, Montannisch lernten. Wir haben wohl den schweren Akzent des Süden, aber wir können uns problemlos verständigen.
Als echter Wildfang, der ich nun einmal war ließ mich mein Vater dann auch im Alter von 8 ausbilden. Ich sollte natürlich keinen Vordaccer  Kampfstiel lernen, sondern etwas aus der Heimat. So viel also Seine Wahl auf Valroux. Nun, ich war wohl ein schlechter Schüler aber ich zeigte irgendwann doch zumindest annähernd die Leistung, die mein Vater von mir verlangte. Er hatte halt keine Ahnung vom Kämpfen.
Aber die Zeiten ändern Sich und mache Heute nicht den Fehler meinen Zorn herauszufordern. Es könnte Sich als tödlich erweisen.
Mein Vater betrog meine Mutter ständig, Er brachte Seine Gespielinnen sogar mit nach Hause um meinen Mama zu demütigen. Ich revoltierte, doch was für eine Chance hat ein Knirps gegen einen Erwachsenen? So setzte es also oft Hiebe für mich.
Eines abends, ich war vielleicht 14, brachte mein Vater ein Paar Freunde mit nach Hause. Das Schicksal nahm seinen Lauf.
Sie hatten tranken ausgiebig  und feierten ausgelassen. Irgendwann, ich hatte schon fest geschlafen, hörte ich ein Rumoren aus dem Zimmer meiner Schwester. Ich schlich mich um die Ecke und sah, wie zwei Händler, Saufkumpane meines Vaters, versuchten Sich an meiner Schwester zu vergehen. Sie wehrte Sich wie eine Wildkatze, Sie biss, kratzte, trat uns schrie nach meinen Vater. Doch sie hatte keine Chance. Doch da, mein Vater kam und ich schöpfte Hoffnung. Er sah mich an und sagte mir, das ich ins Bett solle. Ich schlich mich aber glücklicherweise nur um die Ecke und schloss die Tür, ohne ins Bett zu gehen.
Was, seid Ihr mit meiner Tochter immer noch nicht fertig? Fragte er Seine Kumpanen. Ich erfror innerlich. Es machte sich die Kälte breit, die bis heute nicht gewichen ist.
Sie wehrt Sich wie eine Wildkatze antwortete einer der beiden Händler. Sie weiß, das Du Ihre Unschuld  für 2000 Gulden an uns verkauft hast, aber es macht so viel mehr Spaß, wenn ich ehrlich sein soll. Ein hämisches Lachen aus drei Kehlen erklang aus dem Raum. Ja, mein Vater, Er lachte auch. Und meine jammernde Schwester beschwor Theus Ihr zu helfen.
Doch Theus kam nicht und mein Vater dieses Monster schloss die Tür mit den Worten: Na dann noch viel Vergnügen meine Freunde und macht nicht solange, wir warten unten auf Euch. Dann hörte Ich Ihn die Treppe herabsteigen. Nur ergriff die Kälte mein Herz und ich bewegte mich ´wie in Trance. Ich öffnete meine Tür und nahm von der gegenüberliegenden Wand ein Rapier ab, welches ´zusammen mit einem Parierdolch als Wandschmuck diente. Nein, es floss nicht das in den Liedern sooft beschriebene Feuer der Wut in meinen Adern. Es war kalter, blanker Hass.
Die Waffen waren wunderschön, ich hatte Sie oft zum Ansehen und zum heimlichen Probieren in meinen Zimmer von der Wand genommen. Und sie waren scharf und spitz, nicht wie meine Trainingswaffen. Ich nahm sie also ab und öffnete mit ihnen in der Hand die Tür zum Zimmer meiner Schwester. Michelle, Sie wehrte Sich immer noch wie eine Wildkatze und die Verbrecher, nein, die  räudigen Hunde, Sie waren immer noch nicht an Ihrem Ziel. Die beiden sahen mich verwundert an und riefen mir zu, dass ich meinen Vater gehört hätte, Ihr Tun sei rechtens und ich solle mich mit den Waffen wieder in mein Zimmer begeben, bevor Sie mich verprügeln würden. Aber die Wut, oder besser gesagt der blanke kalte  Hass ließ mich nicht aus ihrem Griff.
Ich rannte nicht zum Bett, nein, mein Fechtlehrer sagte immer wer rennt neigt zum stolpern. Ich ging rasch und zielstrebig auf das Bett meiner Schwester zu und ging in Kampfposition. Der Größere von beiden stand auf und griff dach seinem Rapier. Ich schnitt Ihm mit einem Schnörkel ein J in seinen Oberarm. Nun nahm Er mich langsam ernster. Er warnte mich erneut. Ich werde dich Töten mein Junge und Dein Vater wird wird nix dagegen tun können. Er griff an, aber Er war zu besoffen, und seine Hose hatte Er auch nicht zugebunden, so dass sie Ihm runterrutschte und bei seiner Beinarbeit behinderte. Ich fintierte, Er reagierte und öffnete seine Deckung um mich zu attackieren. Aber es war eine Finte und sie erreichte, was ich wollte. Es war mir ein leichtes, Seinen Angriff, den ich ja provoziert hatte auszuweichen und schnell wie eine zustoßende Schlange suchte die tödliche Spitze meines Rapiers sein Herz. Die Spitze fand es und ich durchbohrte es blitzschnell und zog mich wieder zurück. Er sackte tot zu Boden, ja, wie ein Sack Kartoffeln, den ein Hafenarbeiter fallen lässt. Kein letztes röcheln, kein, gehauchtes “es tut mir Leid” er war einfach so tot. Nicht wie in euren Büchern Schreiber, oder?
Sein Kumpane sah mich erstaunt an. Du hast Jiovanni getötet du missratenes Gör! Schrie Er. Er machte Sich nicht die Mühe die Hose anzuziehen, er griff nach Seinen Breitschwert und drang, dieses heftig schwingend auf mich ein. Aber auch Er war betrunken, und er hatte seine Zweitwaffe im Wehrgehenk gelassen, um mich so schnell als möglich zu töten. Er trieb mich ob seiner größeren Kraft und Reichweite durch das Zimmer, zielstrebig auf eine Ecke zu, in welcher Er mich töten wollte.
Du kleiner Bastard! Schrie Er, ich werde Dir die Haut bei lebendigen Leibe abziehen. Doch Er hatte die Rechnung ohne meine Schwester gemacht. Sie hatte sich Seiner Zweitwaffe bemächtigt, eines schlanken Parierdolches, und warf ihn Diesen zielsicher in den Rücken. Er Drang nicht tief ein, er hatte Ihn höchst wahrscheinlich nicht einmal ernsthaft verletzt, aber der Betrunkene spürte etwas in seinen Rücken eindringen und sah nach hinten.
Es war der letzte Blick, den er Je geworfen hat.
Ich sprang nach vorn und versenkte das Rapier bis zum Anschlag in seinen Bauch, es trat wohl auf seiner Hinterseite wieder aus, aber ich weiß es nicht. Mein Messer stach ich Ihm seitlich in Die Lunge, wie Es mich mein Lehrer gelehrt hatte. Er stöhnte ein letztes mal und ich warf Ihn nach hinten um. Bevor er auf den Boden aufschlug, war er entgültig tot.
Meine weinende Schwester warf sich in meine Arme und ich versuchte Sie zu trösten, aber ich war immer noch kalt wie Das Eis der Berge.
Durch den Kampflärm und das Geschrei aufgerührt kamen die anderen Kumpanen meines Vaters und Er selbst die Treppe herauf. Sie sahen das Blutbad, welches ich angerichtet hatte.
Mein Vater war wie von Sinnen, Er brüllte mich an, das Ich seine zwei besten Handelspartner umgebracht hätte und das Wir jetzt alle verhungern müssten. Zwei Seiner Kumpane zogen Mit grimmigen Mienen Ihre Waffen und wollten mich erledigen. Doch auch dieses mal war das Schicksal mir Hold. Ein anderer Gast, ein Castillianischer Händler oder Adliger, welcher mit seinem Sohn bei uns zu Besuch war, kam ebenfalls in das Zimmer, geweckt durch den Tumult. Er forderte Die Kumpane meines Vaters auf, die Waffen niederzulegen, sonst würde Er sie , bei seiner Ehre als Mitglied der Schwertmeister Gilde auf der Stelle töten. Sie waren unentschlossen, die beiden Kumpanen meines Vaters, aber als auch der Sohn des besagten Castillianers mit gezogenen Waffen auftauschte, beschlossen sie unter wilden Flüchen und Verwünschungen zu gehen. Möge Theus die Geschäfte dieses ehrenhaften Mannes auf ewig gedeihen lassen. Falls Ich jemals Gelegenheit haben sollte, mich bei Seiner Familie zu revanchieren, ich werde es tun. Mein Vater verstieß mich und meine Schwester, aber was soll’s, unter den Dach dieses Bastards hätten wir eh nicht länger leben können. Was mich schmerzt, ist, dass meine Mutter nicht zu uns gehalten hat. Dies reißt eine riesige Wunde in mein Herz, die nie wieder zu schließen sein wird.
Was aus uns wurde? Das fragst Du? Also der Händler aus Castilien hatte gute Kontakte und ein noch größeres Herz. Er ließ meine Schwester als Zofe bei einer Kurtisanenschule unterbringen, deren Leiterin ein Herz aus Gold hatte. Sie beschäftigte auch mich als Laufburschen und ermöglichte mir sogar, weiter meinen  Unterricht im Valroux - Schwertkampf zu nehmen. Und glaub mir, ich habe den Unterricht von diesem Tage an wirklich todernst genommen. Mit der Zeit und dem wachsenden Alter wurden meine Fertigkeiten immer tödlicher. Ich bekam dann schon bald keine Botengänge mehr aufgetragen, sondern durfte die wunderschönen Kurtisanen als Leibwächter begleiten. Ich habe mir damals schnell einen Namen gemacht. Nicht, das die meisten der Damen sich nicht selber zur Wehr setzen könnten, nein die sind zum Teil bestimmt tödlicher als ich. Von der Rache der mächtigen Vereinigung oder Schule mal ganz abgesehen. Aber ein Leibwächter erstickt aufkommende Gedanken oft im Kern und er kann auch Lasten tragen oder Informationen sammeln, die wichtig werden könnten.
Was willst Du Schreiber?
Achso, der Name fliegender Jean, der kommt von meiner Tätigkeit als Leibwächter her. Ich ging eines Tages mit einer angehenden Kurtisane einkaufen, als ein Sklavenhändler, der Sich auf den Verkauf junger und schöner Frauen  in die Harems der Cressenten spezialisiert hatte, versuchte meine mir anvertraute Dame zu rauben. Er schickte 6 Schläger, die mich töten oder ablenken sollten und ließ die angehende Kurtisane in eine Kutsche zerren, bevor ich reagieren konnte. Doch ich war nicht mehr das Kind mit der Waffe mein Freund, ich war inzwischen der Tot auf zwei Beinen.
Ich entledigte mich der Schläger, es war als wenn der Fuchs unter die Hühner im Stall kommt, Sie hatten nicht den Hauch einer Chance.
Ich wusste, dass ich die Kutsche zu Fuß nie einholen würde, um meine Schutzbefohlene zu retten. Aber ich wusste auch, das die Kutsche zum Hafen musste um die wertvolle Fracht so schnell wie möglich mit der auslaufenden Flut aus dem Hafen zu bringen. Die Kutsche war aber in die entgegengesetzte Richtung gefahren, sie musste also an der nächsten Abzweigung rechts abbiegen und in die, dieser Straßenzeile gegenüberliegende Straße einbiegen, welche direkt zum Hafen führte.
Verzweifelt suchte ich nach einer Möglichkeit, in die andere Straße zu kommen, um die Kutsche zu stoppen. Es gab anscheinend keinen Weg.
Doch da sah ich einen Marder, der an einer Regenrinne emporkletterte um zu den fetten Tauben auf dem Dach zu gelangen und es fiel mir ein anderer Weg ein. Dem Marder gleich, kletterte ich an einer Regenrinne empor auf das Dach des Hauses. Über den Giebel schnell  auf die andere Seite gelangt, sah ich auch schon die Kutsche die Straße hinunter preschen.
Ich hatte keine Zeit mehr um an der Rinne hinunterzuklettern. Also sprach ich ein Stoßgebet zu Theus, nahm Maß und sprang. Die Vorderfront der Gebäude raste an mir vorbei, und durch die Aufregung aufgeputscht sah ich deutlich die Kutsche direkt in meine Flugbahn fahren. Mein Umhang, von einen Schwerthieb fast in zwei Teile gespalten flatterte auf beiden Seiten wie ein paar weiße Flügel empor. Mit einem gewaltigen Krachen landete ich auf dem Dach der Kutsche und brach durch es hindurch. Ich landete im Inneren der Kutsche und legte die Klinge meines Messers dem verdutzten Sklavenhändler an die Kehle. Sinjore, ich glaube Ihr habt einen unfreiwilligen Gast, der eurer Obhut müde ist, raunte Ich ihm ins Ohr.
Ja, ja, stammelte er völlig aus der Fassung gebracht. Ich glaube, Ihr wolltet jetzt beide gehen. Si, Sinjore, wir sind gerade dabei zu gehen sagte ich, öffnete die Tür und geleitete meinen Schützling galant auf die Straße.
Die Kutsche raste sofort von dannen. Die Kurtisane nahm das ganze erstaunlicherweise sehr gelassen hin. Eine Marktfrau kam auf uns zugelaufen und fragte ob es uns gut ginge. Ich bejahte dieses und kippte jetzt, da mich die Aufregung nicht mehr auf den Beinen hielt, ob meiner schweren Verletzungen bewusstlos um. Nun, ich wachte erst eine Woche später wieder auf, die Siniora, welche die Schule leitete, deren Vögelchen ich beschützt hatte saß mir gegenüber. Sie sah mich ernst an und meinte: Du hast für die Sicherheit deines Schützlings alles und mehr getan als jeder erwartet hätte.
Die Marktfrauen beschwören, das du einem Falken gleich, vom Himmel auf die Kutsche herabgestoßen bist, mit zwei weißen Flügel auf Deiner Seite! Sie nennen Dich jetzt den fliegenden Jean. Sobald du wieder gesund bist, wirst Du dich vor Angeboten kaum Retten können.
Und es kam so wie Sie es gesagt hat. Ich habe seit diesem Tag immer genug zu tun.
Wieso ich dann pleite bin fragst Du?
Na, ich habe  mehr von meinen Vater als mir lieb ist. Sein Hang zu schönen Frauen ist an mich weitervererbt worden, und das werben um die Gunst einer Meid ist auch, wenn man so gut aussieht teuer.
Na ja, so ist halt das Leben und nun schenk nach mein Freund.
Ach, jetzt willst Du auch noch wissen, was mit dem Sklavenhändler passiert ist. Nun, auf Sein Schiff wurde ausgiebig jagt gemacht, die Schiffe mehrerer Familien haben ihn solange gejagt, bis Er von seiner Mannschaft ausgeliefert wurde. Was danach mit Ihm passiert ist weiß ich nicht, Aber Er wird kein angenehmes Ende gehabt haben. Oder haben.
Er bekommt schon die passende Strafe, oder Er hat Sie schon.
Nun, mal sehen was ich jetzt als nächstes machen kann. Vielleicht ein kleiner Auftrag, damit ich mich Morgen revanchieren kann für Speise und Trank. Als denn bis bald!
Er steht auf und geht.

Beschreibung
Jean sieht gefährlich gut aus.
Er ist nach der neusten Mode Vordacces gekleidet, 168 cm groß, durchtrainiert und bewegt sich mit der  Geschmeidigkeit eines Raubtieres.
Sein Verhalten anderen gegenüber ist höflich und er scheint durch das Leben und Übeleben auf der Straße hart und unbarmherzig. Doch das auftreten täuscht, es ist eine Maske, welche von einem Menschenkenner recht schnell durchschaut werden kann. Seine langen, lockigen Schwarzen Haare trägt er stets mit einem bunten Tuch zusammengebunden. Aus seinem Wehrgehenk ragen die Abgenutzten Griffe zwei sehr alter, aber gut gepflegter Waffen heraus. Eine Pistole sucht man vergebens. Wenn man Sich genauer mit Ihm unterhält kommt ein ernster und Lebensfroher, junger Mann zum Vorschein, der es als sein größtes Ziel ansieht, seiner über alles geliebten Schwester eine vernünftige Aussteuer zu bezahlen, damit Sie den Mann Ihres Herzens heiraten kann.
« Letzte Änderung: 27.08.2003 | 18:49 von Juhanito »

Gast

  • Gast
Re:[Forenspiel] Das Fest der Tausend Lichter: Charaktere
« Antwort #2 am: 27.08.2003 | 18:53 »
Walter Steinberg, genannt ‚Bastard’

Aussehen: Walter ist ein groß-gewachsener junger Mann Anfang 20. Sein komplettes Äußeres ist schmutzig, obwohl man unter dem ganzen Schmutz sogar ein recht hübsches Gesicht vermuten kann. Sein Körper ist relativ ‚durchtrainiert’ jedoch nicht von Training sondern eher von Arbeiten, die er wohl mal gemacht haben muss. Seine Haare sind recht kurz, jedoch sehr fettig und ungewaschen und ungekämmt. Zahlreiche Strähnen hängen ihm in die Stirn.
Als Kleidung trägt er eine normale Bauernhose, die jedoch nicht nur schmutzig ist, sondern auch zahlreiche Löcher aufweist. Ebenso sein Hemd. Es ist ein ganz normales bäuerliches Leinenhemd, jedoch ist der komplette linke Ärmel abgerissen und der rechte ist in Höhe des Ellbogens eingerissen. Über dem Hemd trägt er eine alte speckige Lederweste, die auch schon sehr alt und abgetragen aussieht.
Das einzige, was er stets mit sich herumträgt ist ein großer Zweihänder, den er in der Scheide immer in der linken Hand trägt. Von der Schwertscheide aus geht ein Leinenband zu seinem linken Handgelenk, wo es um das Handgelenk herum zugeknotet ist und so ein ‚Sicherungsband’ wohl darstellen soll.

Hintergrund: Walter wuchs bei seiner Mutter, einer armen Bäuerin mitten im Land Eisen auf, ohne jemals zu erfahren wer sein Vater ist. Dieser Fakt, dass er nicht wusste wer sein Vater ist, und seine Mutter es ihm nicht verriet, macht sie beide recht schnell zu Aussenseitern in dem kleinen Dörfchen. Walter wurde verachtet und stets minder behandelt als seine Altersgenossen. Viele zeigten ihre Verachtung freiheraus und nannten und riefen ihn nur ‚Bastard’. Walter jedoch macht dies eher weniger aus. Er hatte mit der Zeit ein recht dickes Fell entwickelt und seine Mutter war ihm immer die größte Stütze und der größte Rückhalt.
Für ihren Lebensunterhalt musste Walter alleine sorgen, da seine Mutter seit seiner Geburt eine schwere Krankheit hatte, die sie nie so ganz auskurieren konnte. Also ging Walter als Hilfsarbeiter auf die Felder der benachbarten Bauern arbeiten und erhielt als Gegenleistung Brot oder ein wenig Geld. Selbst die Leute, die ihn so stark verachteten, ließen ihn gerne auf ihren Feldern arbeiten, denn Walter hatte sich seit seiner Kindheit durch die harte Arbeit auf den Feldern einen sehr robusten, durchtrainierten, starken Körper angeeignet und konnte so viel arbeiten und auch schwerste Aufgaben noch erfüllen.
Doch eines Tages, Walter war 17, kamen Soldaten in ihr kleines Dorf. Es waren nicht viele, gerade mal 20 oder ein paar weniger, doch selbst mit dieser kleinen Anzahl konnten sie das ganze Dorf, das selbst gerade mal 70 Menschen beherbergte, terrorisieren. Dies taten sie indem sie den Einwohnern ihr einziges Geld wegnahmen, Vorräte plünderten und die Frauen vergewaltigten. In jener Nacht kamen sie auch in das Haus, das Walter und seine Mutter bewohnten. Es waren drei, zwei normale Soldaten und der Anführer des Haufens. Er trug recht stark zerschlissene Kleidung und sah sehr mitgenommen aus –wohl von vielen Schlachten-, jedoch hatte er ein großes Schwert auf dem Rücken. Ein Schwert, dessen Größe es dem Träger erlaubte es nur in beiden Händen haltend zu führen, ein Zweihänder. Walter kannte viele Waffen von vielen Geschichten, die er von den Kriegen und Schlachten und deren Soldaten hörte. Dieser Anführer kam als erster in das kleine Häuschen, seine beiden Begleiter folgten sogleich auf. Walter und seine Mutter waren vor Angst wie gelähmt, als der Anführer und seine beiden Begleiter anfingen das Haus nach Wertgegenständen und Proviant zu durchsuchen und dabei die spärliche Einrichtung zerstörten. Sehr verärgert sprach der Anführer: „Wie kann es sein, dass ihr absolut NICHTS hier habt?! Wo habt ihr es versteckt? Sprecht oder ich werde euch sofort hier und jetzt von eurem bemitleidenswerten Leben erlösen!“ Walter und seine Mutter versuchten den Soldaten klar zu machen, dass sie wirklich nichts besaßen und selbst um jedes Stückchen Brot bangen und hart arbeiten mussten, doch der Anführer glaubte ihnen nicht. Er schnappte sich die Mutter und zog sie an den Haaren nach draußen, während die anderen beiden Walter festhielten und auf den Boden drückten. Walter schrie und wollte sich wehren, doch war seine Angst viel zu groß, er könne von den Spießen der beiden aufgespießt werden. Doch Walter reckte mit Anstrengung den Kopf, der mit dem Stiefel des einen auf den Boden gedrückt wurde, in Richtung Tür, so dass er sehen konnte was da draußen vorging. Er sah allerdings zuerst nichts. Der Anführer ist mit seiner Mutter wohl zur Seite neben die Tür irgendwo gegangen. Walter hatte eine schreckliche Angst und spürte wie er vor zittern auf dem Boden leicht bebte. Dann geschah es! Sein Zittern hörte schlagartig auf. Seine Augen weiteten sich vor Panik. Auf einmal spürte er keine Angst mehr in sich. Er spürte..... gar nichts mehr.... Eine gewaltige Leere war da, wo vorher einmal seine Gefühle waren. Er starrte weiter mit den weitaufgerissenen Augen zu der Tür, die offen stand und wovor der abgetrennte Kopf seiner Mutter lag, der ihn auch noch genauso panisch anstarrte. Er wusste nicht mehr wie lange es dauerte bis er wieder den Anführer wahrnahm, der auf einmal wieder in der Tür stand, nachdem er den Kopf seiner Mutter achtlos weggetreten hatte. In diesem Moment spürte Walter wieder etwas. Eine Regung in seinem Körper. Wut. Hass. Verzweiflung. Alles schien gleichzeitig von ihm Besitz zu ergreifen. Mit einem lauten Aufschrei riss er sich vom Boden nach oben und schleuderte die beiden Soldaten zur Seite. Auch der Anführer schien sehr überrascht von dieser Aktion zu sein, genauso wie die beiden anderen. Er stand mit offenem Mund da und konnte scheinbar nichts tun in dem Moment, in dem Walter dem einen der anderen beiden den Spieß aus der Hand nahm und diesen damit durchbohrte. Er stoß so stark zu, dass der Schaft des Spießes brach und er nur noch das Holzstück in der Hand hielt, während der Soldat sich im Todeskampf auf dem Boden wand. Der zweite Soldat stand in dieser Zeit auf und stürmte mit dem Spieß voran auf Walter zu. Dieser wich mehr durch Glück als durch Können dem Ansturm aus und schlug dem zweiten Soldaten mit der Faust ins Gesicht, woraufhin dessen Nase brach. Benommen torkelte er zurück und fiel über einen Stuhl zu Boden auf dem er liegen blieb. Nun wendete sich Walter noch mehr hasserfüllt als vorher schon dem Anführer zu, der stammelnd in der Tür stand. Gerade wollte er seinen Zweihänder ziehen, da stand Walter auch schon vor ihm und rammte ihm den abgebrochenen Spieß-Schaft in den Hals. Gurgelnd und röchelnd sank er zu Boden und starrte dabei noch aus großen Augen Walter an, der mit einem von Wut verzogenem Gesichtsausdruck ihm nachschaute. Es vergingen noch einige Minuten, bis sich Walter wieder soweit unter Kontrolle hatte und den leblosen Körper des Anführers losließ. Er hörte hinter sich ein ächzen und wimmern auf dem Boden und erinnerte sich an den anderen Soldaten, dem er die Nase gebrochen hatte. Er zog den  Zweihänder des Anführers und dachte sich dabei noch: ‚Irgendwie passend, der Bastard hat nun ein Werkzeug für seine Rache das des Mörders war...’. Ohne irgendeine Art von Gefühlen zu zeigen erstach er den auf dem Boden liegenden Soldaten. Er ging mit dem Schwert in der Hand in das Dorf, in dem die anderen Soldaten noch wüteten. Sie hatten sich alle auf die einzelnen Häuser verteilt und Walter musste nie gegen mehr als 2 Soldaten auf einmal kämpfen, und erfuhr auch immer die Unterstützung der übrigen Dorfbewohner. Am Ende war Walter selbst schwer angeschlagen und körperlich und geistig am Ende. Er fiel auf die Knie und dann umfing ihn die gnädige Schwärze der Ohnmacht.
Als er wieder erwachte lag er in einem Bett, eines seiner Nachbarn. Die Dorfbewohner hatten ihn gepflegt und sich liebevoll um ihn gekümmert. Er erfuhr, dass er über drei Tage lang bewusstlos war und sein Blutverlust recht schwer war. Nach einigen weiteren Tagen, als es Walter wieder besser ging, gaben ihm die Dorfbewohner neue Kleidung, und erhielt auch eine ältere Lederweste von einem Nachbarn, dessen Bruder mal Soldat war, bis er im Krieg fiel. Walter wusste, dass er nicht länger bleiben konnte. Alles was er hier jemals besessen hatte war nun tot und zerstört. Und nicht nur das, auch seine Gefühle waren weg. Er zeigte keine Emotionen mehr. Niemandem. Egal was war, er hatte stets dasselbe emotionslose Gesicht und redete auch in einem emotionslosen Ton. Er hatte zwar seine Rache an den Mördern seiner Mutter gehabt, doch er hatte auch einen hohen Preis dafür bezahlt.
Schließlich schnappte er sich das Schwert des Anführers den er erschlagen hatte, ging noch ein letztes mal zu dem Grab seiner Mutter und verabschiedete sich. Er wollte weg. Einfach nur weg und so ging er und zog 2 Jahre lang durch die Lande, bis er schließlich an einen Hafen ankam in einem fernen Land. Er wollte jedoch weiter, über das Meer. Und so versuchte er auf einem Schiff anzuheuern, das über das große Meer fuhr.

Offline Slobo

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Re:[Forenspiel] Das Fest der Tausend Lichter: Charaktere
« Antwort #3 am: 27.08.2003 | 21:32 »
Rodrigo de Torinco

Don Alesandro de Torinco tobte. Zum wiederholten mal krachte seine Faust auf den Tisch.  Der Becher vor ihm machte einen kleinen Sprung in die Luft, und kippte dann um.

"Dieser Nichtsnutz von einem Sohn", grollte er, "Wenn ich den in die Finger bekomme. Rodrigo braucht schon wieder Geld um seine Schulden zu begleichen. Ich hab ihn schon letzte Woche 200 Gulden geschickt."
Don Alesandro blickte Hilfe suchend zu seiner Frau.
"Er braucht schon wieder 300 Gulden. Was macht er mit dem Geld. Versucht er die Stadt in der er studiert zu kaufen? Und wenn wir schon dabei sind: Wie lange will er noch studieren? Er soll sich mal ein Beispiel an seinen Brüdern nehmen."

Don Alesandros Frau, antwortete nicht. Ihr war klar, daß sie mit ihren Mann nicht reden konnte, wenn er in dieser Stimmung war.

Inzwischen war Don Alesandro aufgestanden, zur Tür gegangen, und hatte nach einen Diener gerufen.
"Sag dem Schreiber, das ich seine Dienste brauche".

Nach nur wenigen Augenblicken war der Schreiber an Ort und Stelle und bereit das Schriftstück für seinen Herren entgegen zu nehmen.
"Schreib. Mein geliebter Sohn.... setze das geliebter Sohn in Anführungszeichen... also wo war ich?

Ach ja mein geliebter Sohn, ich habe deinen Brief erhalten. Ich sehe deine Not und habe beschlossen mehr zu tun, als die nur das Geld zu senden. Dein Studium scheint doch teurer und aufwendiger zu sein als erwartet. Daher habe ich beschlossen, dir ein regelmäßiges Einkommen zu besorgen. Du wirst ein Stück Land mit dem dazugehörigen Land mit dazugehörigen Dorf bekomen.

Die Einnahmen dieser Gemeinde werden dir zur verfügung stehen. Je besser du die Gemeinde verwaltest, desto mehr Geld wirst du besitzen. Außerdem habe ich beschlossen, daß du die Tochter meines guten Freundes Don Carlos de Hiacha elichen wirst. Diese Ehe ist schon lange beschlossene Sache. Ich fühle, das es nun Zeit ist, das gegebene Versprechen einzulösen. 

Sie ist eine reizende junge Frau, die dir hilfreich zur Seite stehen wird. Genau wie deine Mutter mir, wird sie dir Rückhalt und Mut geben, wann immer es nötig sein wird. Außerdem wird die Ehe dir den nötigen Ernst und das Verantwortungsbewustsein verleihen, die nötig sind, um eine Gemeinde zu verwalten.

Mit großer Spannung erwarte ich deine Antwort.
Dein dich liebender Vater
    Alesandro de Torinco

P.S. Wage es nicht abzulehnen. Notfalls las ich dich mit Gewalt vor den Altar schleppen!

******************************************

Tage später. Abends in einer Kirche.
Die Kirche ist fast Menschenleer. Nur zwei Personen befinden sich in ihr. Das Kirchenschiff wird nur von den entzündeten Kerzen erhellt. Ein Mann Anfang zwanzig kniet im Beichtstuhl. Sein relativ langes Haar ist nach hinten gebunden. Sein Bart wurde zu einem Schurckenbärtchen gestutzt. Der Schalk lacht in aus den Augen. Seine Mundwinkel sind leicht nach oben gebogen, auch wenn er ernst blickt. Er scheint ein Mensch zu sein der viel und gerne lacht. Er trägt gute modische Kleidung, mit castillianischen Schnitt.

"Ich habe gesündigt, Padre und möchte meine Sünden bekennen. Ich habe in letzter Zeit oft den Wein zugesprochen und habe mich auch viel mit verschiedenen .... Frauen rumgetrieben. Ich habe meine Studien vernachlässigt. Glaubt ihr, daß meine Seele verloren ist?"
Die letzte Frage klingt nicht ganz so besorgt, wie sie sollte. Scheinbar hat er das auch bemerkt, den er setzt gleich nach: "Was muß ich tun, damit mir verziehen werden kann."

Die Stimme des Priesters klingt ein wenig verärgert :"Du hast den Hochmut vergessen, mein Sohn. Übe dich in Demut und bereue, dann wird dir vergeben werden. Zur Strafe wirst du folgende Gebete aufsagen .....!"

Nachdem er die Liste der Gebete entgegen genommen hat, will er schon aufstehen, als ihm noch etwas einfällt. "Ich brauche noch einen Rat, Padre. Mein Vater will mich verheiraten. Ich kenne die Frau jedoch nicht, geschweige denn das ich sie liebe. Was soll ich tun. Ich will niemanden ehelichen. Zumindest jetzt noch nicht, und schon gar nicht jemanden, denn ich nicht kenne."

Die Antwort des Priesters fällt sehr kurz aus :"Du mußt deinen Vater ehren und dich seinen Wünschen beugen. Die Ehe wird dir gut tun".

"Seltsam, ichr klingt wie mein Vater!", mit diesen Worten erhebt er sich und verläßt den Beichtstuhl. Am Eingang der Kirche angelt er sich seine beiden Degen, die er dort beim betreten der Kirche deponiert hat.
Dann verschwindet er in der Nacht.

*******************************************

Wieder ein Paar Tage später. Don Alesandros Besitz.

"Das wagt er nicht! Er wird sich mir nicht wieder setzen. Wir werden sehen wer den längeren Atem hat mein Sohn! Wir werden sehen!" Wütend stapft Don Alesandro aus dem Zimmer.

Es bleibt ein Brief im Zimmer mit folgenden Wortlaut:

Geliebter Vater,
Leider muß ich Euer nobles Angebot ablehnen. Ich denke nicht daran mir eine Frau zu nehmen die ich nicht kenne und liebe. Da ich Euch kenne, nehme ich Euer .... Versprechen am Ende des letzten Briefes ernst. Um mich vor den Altar zu schleppen müßt Ihr mich zuerst finden!

Euer Euch liebender Sohn
    Rodrigo Torinco!

P.S ich komme wieder wenn ihr Euch beruhigt habt und ich dazu bereit bin!
Zu wenig Gewalt ist keine Lösung!

Offline ByC

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Ariana
« Antwort #4 am: 28.08.2003 | 12:37 »
Ariana ist eine junge Frau von nicht einmal 20 Jahren. Sie ist etwa 1,70 m groß und weder dick noch schlank zu nennen. Ihre an sich bis auf den Rücken fallenden dunkelbraunen Haare sind aufgesteckt und kunstvoll mit einigen Blüten und Bändern frisiert. Ein paar vereinzelte, lockigen Strähnen lockern die Strenge der Frisur ein wenig auf. Ihr an sich makelloses Gesicht hat einen eher blassen Grundton und ist sorgfältig und dezent geschminkt. Sie hat tiefblaue, leicht melancholisch blickende Augen, in denen man sich leicht verlieren kann. Unterhalb einer kleinen Nase befinden sich ihre vollen Lippen, die mit ihrer dunkelroten Farbe einen Kontrast zur blassen Gesichtsfarbe bilden.
Ariana trägt ein zwar teures, aber der Reise angemessen nicht allzu aufwendiges Kleid von lindgrüner Farbe. Durch die enge Schnürung des korsettartigen Oberteiles werden ihre weiblichen Formen angenehm betont. Dazu trägt sie noch einige dezente Schmuckstücke und keinerlei offensichtliche Bewaffnung.
Ihre Bewegungen sind von einer anmutigen Geschmeidigkeit und ihre Stimme strahlt eine angenehme Wärme aus.

Geboren wurde Ariana unter dem Namen Sophia Tardelli in einem der Weinbaugebiete auf dem vodacceschen Festland. Ihre Eltern waren einfache Winzer und hatten zahlreiche Kinder. Sophia war eine der jüngsten und schon seit ihrer frühen Kindheit ein wenig verträumt. Für ihre Eltern wirkte dies eher ein wenig faul und so hatte sie ein nicht gerade gutes Verhältnis zu ihnen. Um den ihr auferlegten Pflichten zu entgehen und ihrer großen Leidenschaft für die Musik ausleben zu können, streifte sie häufig, ein Lied auf den Lippen durch die Weinberge. Auf einem dieser Streifzüge lernte sie dann auch Alessandro, den zwei Jahre älteren Sohn einer einfachen Adelsfamilie kennen, deren Land Sophias Eltern bestellten. Er teilte ihre Liebe zur Musik und beide verband eine tiefe, kindliche Freundschaft.
Doch als diese Freundschaft mit den Körpern die Kinder langsam begann sich in Liebe zu entwickeln, erhielten Sophias Eltern ein Angebot, das schlagartig einige ihrer Probleme lösen sollte. Eine feine Dame hatte von Sophias wunderschöner Stimme gehört und nachdem sie dem mittlerweile etwa 12-jährigem Mädchen begegnet war, war sie überzeugt Sophia habe das Talent eine begehrenswerte Kurtisane zu werden. Sie machte den Eltern also das Angebot Sophia mit sich zu nehmen und ihr eine hervorragende Ausbildung teilwerden zu lassen, die ihren Neigungen wohl viel mehr entsprechen würde als das Leben einer Winzerin. Während ihre Eltern nicht lange überlegen mußten, ob sie das Angebot annehmen sollten oder nicht, war Sophia ein wenighin- und hergerissen. Auf der einen Seite war sie begeistert ihr Leben der Musik widmen zu können, auf der anderen Seite aber konnte sie sich ein Leben ohne Alessandro nicht vorstellen. Doch sie hatte ohnehin keine Chance gegen den Willen ihrer Eltern hier zu bleiben und so mußte sie sich von ihrem Freund verabschieden, der ihr versprach sie nie zu vergessen.
So ging Sophia also weg aus dem beschaulichen Tal ihrer Kindheit, hinein in eine neue, unbekannte Welt. Es begann eine harte Zeit für sie, denn obwohl sie eine wunderschöne Stimme hatte und hübsch anzuschauen war, mußte sie eine Menge lernen und allzu häufig hing sie ihren eigenen Gedanken nach und war unaufmerksam. Doch ihre Lehrerinnen waren streng und es gab keine Möglichkeiten wie noch zu Hause zu entfliehen. Sophia lernte sich anzupassen und nach drei Jahren war von dem einfachen Bauernmädchen nicht mehr viel übrig geblieben. Sie wurde langsam zu einer attraktiven jungen Frau, die lernte ihre Talente einzusetzen und sie war talentierter als viele der anderen Mädchen. Es wurde klar, daß ihre Fähigkeiten hier in der Provinz verschwendet sein würden und so wechselte sie, nicht ohne eine beträchtliche Entschädigung für ihre bisherige Schule, nach Medico auf der Insel der Falisci Familie, in deren Ländereien sie groß geworden war.
Medico mit seinem Gewirr von Strassen und Kanälen, mit seinen sich in schwindelerregende Höhen erstreckenden Gebäuden war erneut eine neue Welt die Sophia betrat. Alles wirkte bedrohlicher, hinter jeder Ecke lauerte eine Gefahr und jeder Schritt und jedes Wort konnten das letzte sein. Das erste, was sich für Sophia änderte war ihr Name. Sophia sei zu gewöhnlich hieß es aus dem Munde von Signora Rivelli, die die Schule leitete. Ariana, wie Sophia von nun an hieß, wurde Zanobia, einer der älteren Schülerinen zugeteilt, um von ihr die Feinheiten eines Lebens als Kurtisane zu erlernen und ihr als Zofe zu helfen. Ariana entwickelte schnell freundschaftliche Beziehungen zu Zanobia, die sie wie eine kleine Schwester behandelte. Umso schwerer traf es sie, als Zanobia nach zwei Jahren ihre Ausbildung abgeschlossen hatte und die Schule verlies.
Doch das Leben ging weiter und Ariana erhielt ihre ersten Gelegenheiten vor Publikum aufzutreten und das Interesse der Männer zu wecken. Behutsam wurde sie in die Gesellschaft Medicos eingeführt und eines Abends erlebte sie eine große Überraschung. In einem der jungen Männer, die anwesend waren, erkannte sie Alessandro, ihren alten Freund aus Kindertagen und schon bald lag sie in seinen Armen. Er hatte nachdem er erwachsen geworden war damit begonnen sie zu suchen und nach einigen Monaten, in denen er durch das Land gezogen war nun endlich gefunden. Es begann die vielleicht glücklichste Zeit in Arianas Leben, den Alessandro besuchte sie häufig und aus der Freundschaft aus Kindertagen war schnell Liebe geworden. Zahllose Stunden verbrachten die beiden auf einsamen Spaziergängen oder in ihren Gemächern. Sie gab ihm kleine private Konzerte und sang die Lieder, die er so gerne hörte. Sie war einfach nur glücklich.
Woran Ariana keine Gedanken verschwendete, das war der Preis den ihr Glück kostete. Der Preis im wahrsten Sinne des Wortes, denn ihre Schule ließ sich die langen, einsamen Abende, die sie mit Alessandro verbracht fürstlich entlohnen. Alessandros Familie war nie sonderlich reich gewesen und so hatte er nur wenig Geld mit nach Medico gebracht. Seine bescheidenen Mittel waren schnell aufgebraucht und so war er gezwungen gewesen Schulden zu machen, Schulden, die er nicht zurückzahlen konnte.
An einem Abend im Frühjahr war Ariana wieder gemeinsam mit Alessandro auf einem ihrer Spaziergänge unterwegs. Ein kühler Wind wehte über die hohen Brücken, die sie entlang gingen. Der Abend war so wunderbar, wie alle zuvor, bis sich plötzlich drei Gestalten aus den Schatten schälten und das Päarchen rasch umzingelten. Der Wortführer ließ keine unnötige Zeit vergehen und fragte Alessandro nur, ob er das Geld habe. Alessandro schüttelte nur kurz den Kopf, dann zogen er und seine drei Gegner ihre Degen. Alessandro war kein guter Fechter und so war er den drei Schergen nicht gewachsen. Noch bevor Ariana begriff, was eigentlich passierte, sank Alessandro auch schon tödlich getroffen in ihre Arme. Tränen stiegen in ihr Gesicht, als er sie ein letztes Mal küßte, bevor das Leben aus ihm wich. Ariana vergaß alles um sich herum. Sie bemerkte nicht, wie die drei mit einer schnellen Bewegung Alessandros spärlich gefüllten Geldbeutel entwendeten. Sie bemerkte auch nicht, als sie ihr den Schnmuck, den sie trug abrißen. Sie saß einfach nur da, ihren geliebten Alessandro in den Armen haltend und bitterlich weinen.
Bis heute weiß sie nicht, wie lange sie dort verbrachte, denn das nächste, an was sie sich erinnern konnte, war, daß sie krank in ihrem Bett aufwachte. Warum war sie nicht ebenfalls tot? Warum hatten die drei ihr Leben verschont, das nun ohne Alessandro bedeutungslos geworden war. Signora Rivelli versuchte alles, um Ariana ihren Lebenswillen zurückzugeben. Doch vergeblich. Arianas Zustand wollte nicht besser werden. So verging eine Woche und die Ärzte befürchteten schon das schlimste. Doch dann war es Signora Rivelli endlich gelungen, die einzige Person aufzutreiben, die Ariana vielleicht noch helfen konnte. Zanobia war, nachdem sie von Arinas Schicksal erfahren hatte, ohne zu zögern gekommen, um zu helfen. Nachdem sie angekommen war, wich sie Ariana nicht von der Seite, fütterte sie und redete ihr zu. Und langsam besserte sich Arianas Zustand, kehrte ihr Lebenswille zurück. Nach zwei Wochen war sie soweit erholt, daß sie ihren Unterricht wieder aufnehmen konnte, doch so wie früher würde es niemals mehr sein.
Ariana hatte den grausamen Preis erfahren, den ihr Leben in Luxus kostete. Ihr Leben würde nur eine Fassade dessen sein, was es darstellte, ein Leben in dem alle Dinge ihren Preis hatten, auch die Liebe, gerade auch die Liebe. Ein Leben aber, in dem man Liebe kaufen konnte war ein Leben ohne die wahre Liebe, die mit Alessandro in jener Nacht gestorben war.
Zwei Jahre sind seitdem vergangen. Ariana setzte ihre Ausbildung fort. Sie hielt an ihrer Leidenschaft zur Musik fest und wurde eine ausgezeichnete Sängerin. Ebenso lernte sie ihren Verehrern das zu zeigen, was diese sehen wollen. Ihre wahren Gefühle weiß sie zusammen mit ihrem Gesicht hinter der Maske einer Kurtisane zu verbergen. Noch immer arbeitet sie für Signora Rivelli. Im letzten Monat erhielt Ariana die Gelegenheit Signore Massomiliano di Falisci, einen entfernten Cousin des Fürsten, zu einem Fest nach Montaigne zu begleiten und dort zum ersten Mal außerhalb von Vodacce ihre Sangeskunst vorzutragen. Das, was sie auf ihre Reise zu sehen bekam, versetzte ihr einen tiefen Schock. Sie hatte zwar davon gehört, daß es den einfachen Leuten in Montaigne nicht sonderlich gut gehen würde, doch mit eigenen Augen mit ansehen zu müssen, wie hungernde Kinder über die Strassen laufen und wegen eines einzelnen gestohlenen Stückes Brot wegen getötet wurden, war doch etwas anderes. In Gedanken versunken bestieg sie das Schiff, das sie nach Hause bringen sollte.
"Wir werden einfach nur unseren Fußball spielen, wir werden laufen wie die Geisteskranken, wir werden Gas geben ohne Ende, wir werden allen weh tun die hierher kommen, wir werden allen weh tun wo wir hinfahren, wir werden Fußball spielen, Fußball pur, ihr werdet alle mitfahren, zu allen Auswärtsspielen, wir haben 18000 Dauerkarten, das ist der geilste Verein jemals!"
(Jürgen Klopp am 23.05.04 gegen 19:00 auf dem Balkon des Mainzer Staatstheaters)

Kaymac

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Re:[Forenspiel] Das Fest der Tausend Lichter: Charaktere
« Antwort #5 am: 29.08.2003 | 22:34 »
Malduinn Hjelmarsdottir

Aussehen: Malduinn ist eine hochgewachsene durchtrainierte Frau von ca. 25 Jahren.
Sie ist wohl das was man eine herbe Schönheit nennen würde.
Ihre Gesichtszüge sind scharf geschnitten, sie hat durchdringende hellblaue Augen und dichtes blondes Haar das lang und wild auf die Schultern fällt durchflochten mit Bändern und kleinen Amuletten.
Sie ist eine Vestenmannjar nach alter Art.
Ihre Kleidung ist urtümlich doch eindrucksvoll.
Über einen schweren Rock trägt sie eine grob gewebte Bluse und eine prächtig verzierte, enganliegende, geprägte Lederweste.
Ein schwerer Gürtel liegt um ihre Taille an dem sich mehrere Beutel und ein großes Messer befinden.
Sie trägt auf ihren Reisen einen weiten Mantelumhang der von einer großen Fibel gehalten wird.
Bequeme weiche Stiefel sorgen dafür das ihre Wanderungen nicht beschwerlicher sind als sie sein müssen.
Eine alte Inische Harfe hängt, sorgsam verpackt über ihrer Schulter, zusammen mit einem Seesack-ähnlichen Gepäckstück.


Malduinn wurde geboren als Tochter eines Thing-Führers, in alter Zeit hätte man das vielleicht eine Art Prinzessin genannt, doch die alten Zeiten sind vorbei.
Ihr Vater Hjelmar Gunnarson gehört einer langen Reihe von stolzen Kriegern und geachteten Runenlesern an.
Doch derlei ist in den heutigen Landen das sie Vendel nennen nicht mehr so gefragt, wie viele der alten Wege nicht mehr gefragt sind.
Davon wusste Malduinn nichts als sie ein Kind war, sie wuchs mit der unbeschwertheit eines Kindes auf dessen Welt in jenem Dorf und der Gegend besteht in der es aufwächst und in der es geliebt wird.
Als sie 8 Jahre alt war besuchte ein alter Freund ihres Vaters das Dorf, ein Ine namens Finn, ein Mann dem der Schalk aus den Augen blitzte und der eine unglaublich schöne Stimme besaß.
Durch ihn lernte sie die Liebe zur Musik und zur Sprache, für eine Vestenmannjar sind Worte wichtig, vielleicht zu wichtig um damit Lieder zu trällern, doch wenn Malduinn eines von ihrer Mutter geerbt hatte, dann einen unglaulichen Sturkopf.
Tagelang rannte sie dem Inen hinterher und verfolgte ihn solange mit ihrem Wunsch bis er endlich nachgab und ihr das Harfenspiel beibrachte.
Malduinn war selig!
Ihr Vater war nicht erfreut über die musische Vorliebe seiner Tochter, doch er wollte ihr nicht verbieten zu Singen, doch erstellte die Forderung das sie etwas lernen sollte das ihr nützte.
So unterwies er sie im Umgang mit Waffen, damit sie sich behaupten könne, denn sollte sie einmal schlecht singen, so sein Argument, könnte sie sich wenigstens ärgerliche Zuhörer vom Hals halten.
Damit hätte es gut sein können, doch eine andere Macht hatte ebenfalls ihre Pläne mit Malduinn, das Schicksal hatte größeres mit ihr vor.
Als sie 12 war kam Besuch in ihr Dorf, ein unerwünschter Besuch.
Ihr Onkel den sie zuvor nie gesehen hatte war von Kirk gekommen und so erfuhr sie von der anderen Welt in der die Vendel lebten oder die sie sich kauften.
Ihr Vater war mit den feinen Kleidern und den Geschäften seines Bruders nicht einverstanden und bald kam es zu harten Worten zwischen ihnen.
"Du hast dich und deine Ahnen verkauft, was nützt dir dein Reichtum wenn du keine Seele hast!" fuhr Hjelmar seinen Bruder an.
"Du lebst in der Vergangenheit und im Vergessen, welche Chance soll deine Tochter im Leben haben, wenn du sie hier verrotten läßt" gab Gunnar zurück.
"Meine Tochter würde niemals diesen Weg gehen, sie ist eine Vestenmannjar durch und durch!"
"Ach ja, du hast ja gut reden, sperrst das Kind in ein Dorf am Rande der Welt wo sie gar nicht sieht das es noch etwas anderes gibt, da ist es leicht große Töne zu spucken."
"Meine Tochter würde sich nicht durch deine Prahlerei verlocken lassen und wenn du sie mit dem Protz von Kirk überschütten würdest!"
"Ach wirklich, warum lassen wir sie das nicht selbst entscheiden? Oder hast du Angst?"
"Niemals, sie könnte Jahr und Tag in Kirk leben und würde doch eine Vestenmannjar bleiben!"
"Gut, dann soll es so sein!"

Da war es, ausgesprochen vor dem ganzen Dorf, diese Herausforderung konnte sich Hjelmar nicht entziehn.
Er verfluchte seinen Zorn der ihn und damit Malduinn in eine solche Lage brachte doch es war zu spät.
Hjelmar ging zu seiner Tochter die alles mit großen Augen verfolgt hatte und kniete sich vor ihr hin.
"Hast du verstanden, was passiert ist Malduinn?" fragte er sie mit leiser Stimme.
"Ja Vater, du hast gesagt ich würde über Jahr und Tag in Kirk leben und trotzdem eine Vestenmannjar bleiben"
entgenete sie und blickte ihn fragend an.
"Willst du das tun und allen beweisen das du eine wahre Vestenmannjar bist?" Hjelmar vertraute seiner Tochter, doch er wusste auch was sein Bruder auffahren würde, jetzt musste sie beweisen was in ihr steckte.
"Ich werde es tun und beweisen das ich eine Vestenmannjar bin!" antwortete sie tapfer.

Und so verließ sie ihr Dorf und reiste in einer feinen Kutsche nach Kirk.

Ihr Onkel Gunnar war nicht dumm, er wußte das er nichts überstürzen durfte wenn er die Herausforderung gewinnen wollte.
Er wollte seinem Bruder beweisen, das seine Art zu leben weder verwerflich noch so abwegig war, würde seine Nichte sie erst einmal annehmen.

So bekam Malduinn ein wunderschönes Zimmer in einem herrlichen Handelshaus und staunte über die Pracht von Kirk.
Zunächst rührte sie die feinen Kleider und die schönen Spielsachen nicht an, die man ihr brachte.
Das ging fast drei Monate so, doch junge Mädchen sind alle gleich und irgendwann war Malduinns Abneigung gegen Samt und Seide nur noch ein Lippenbekenntnis.
Ihr Onkel wähnte sich am Ziel als seine Nichte, genau wie seine Tochter die prächtigen Kleider der Vendel anlegte.

Wie jedes junge Mädchen so fand auch Malduinn einen Schwarm, ein junger Herr aus Montaigne der mit seinem Vater in Vendel weilte hatte es ihr angetan.
Sie hatte mittlerweile viel gelernt und Sprachen fielen ihr leicht, und Olivier war ein galanter junger Mann, der sich in der Bewunderung junger Mädchen gefiel.

Ihr Onkel der der Geschäftspartner von Olivier´s Vater war, bemerkte erfreut die Affinition seiner Nichte, brachte dies ihm doch noch näher an sein Ziel, denn verliebte junge Mädchen wollen sich hübsch machen und grobes Leinen taugt dafür nicht.

Mittlerweile war Jahr und Tag fast um und so beschloß Gunnar zum Abschied seiner Nichte ein Fest zu geben.
Malduinn war sehr glücklich und als ihre Tante ihr vorschlug ihr ein wundervolles Kleid zu bestellen, nahm sie ohne Bedenken an.

Einen Morgen vor dem Ball, traf Malduinn mit ihrer Cousine und deren Freundinnen auf dem Markt von Kirk auf Olivier der dort mit ein paar Freunden scherzte.
Natürlich war der Ball das große Gesprächsthema und alle jungen Leute freuten sich darauf.

Olivier machte Komplimente und Malduinn war im siebten Himmel als er ihr ins Ohr flüsterte das er nur mit ihr tanzen wollte.
In diesem Moment fing einer von Oliviers Freunden an zu kichern und zeigte auf einen Mann der am anderen Ende des Marktplatzes stand.
Alle drehten sich um und Malduinn erstarrte, dort stand Bron der Runenmeister ihres Dorfes und sah zu ihnen herüber.
Er schien sie nicht zu erkennen, doch noch viel schlimmer war der Spott den Olivier und seine Kumpane über den "Wilden" abließen.

Von einem Moment zum anderen verstand Malduinn warum ihr Vater so lebte und warum er dieses Leben und die feinen Kleider ablehnte die sie trug.
Sie selbst hatte schon begonnen, sich hinter feinen Worten und Reden zu verstecken und sie fühlte sich plötzlich elend und glaubte in Samt und Seide zu ersticken.

Ohne sich um die anderen zu kümmern, ging sie über den Platz zu Bron.
Der alte Meister blickte sie nur an, kein Vorwurf oder Tadel lag in seinen Augen.

"Sag meinem Vater, das ich jetzt weiß warum er mich so lange beschützt hat und das ich nicht vergessen hab wer ich bin, ich komme morgen zurück doch zuerst muss ich denen zeigen wer ich bin, damit sie es nie vergessen!"

Damit ging sie zurück zum Haus ihres Onkels, sie musste lange suchen und sogar dem Hausmädchen drohen bis sie fand was sie suchte.

Und so kam der Abend.

Der Tanzsaal war prächtig erleuchtet und die Gäste waren bereits anwesend, als Malduinn auf der Schwelle des Saals erschien.

Doch sie trug nicht ihr Tanzkleid, sie hatte wieder die Kleidung der Vestenmannjar angelegt und an ihrem Arm war eine Rune eingeritzt!
Ihr Haar floß wieder frei und ungebändigt über ihre Schultern und sie ging mit Stolz auf ihren Onkel zu.

"Mein Oheim ich danke dir sehr für deine Gastfreundschaft und die Dinge die ich in deinem Haus lernen durfte, dein Weg ist dir unbenommen, doch ich gehe meinen und der ist nunmal der alte Weg."
Ihr Onkel lächelte verständnissvoll und reichte ihr die Hand.
"Nun denn Nichte, wenn es dein Weg ist, dann gehe ihn, doch wisse dieses Haus steht dir stets offen."

Danach verabschiedete sie sich von Olivier.

"Nun Monsieur, ich danke auch euch für die Lektion die ich gelernt habe, was ich bin steht vor euch und wenn das in euren Augen eine "Wilde" ist, so bin ich stolz darauf eine zu sein."

Olivier war viel zu geschockt um zu antworten und so verließ Malduinn das Haus ihres Onkels und ging zurück in ihr Dorf.

Seit dieser Zeit lebt sie mit Stolz den alten Weg, sie weiß das es viele Wege im Leben gibt und das jeder den eigenen finden und ihn gehen muss.
Sie hat die Runenmagie erlernt, denn dort entfaltet sich die Kraft der Worte, doch noch immer liebt sie den Klang der Harfe und der Musik.

Sie weiß das sie noch vieles sehen und lernen wird, sie hat die Zeichen gelesen und bald wird sie zu ihrer großen Reise aufbrechen.
Wohin immer diese sie auch führen mag.  

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Delphine Fer'main
« Antwort #6 am: 1.09.2003 | 18:59 »
Name: Delphine Fer'main

Äußeres:Schulterlanges, hellblondes Haar, mit einem einfach Band zu einem Zopf zusammen gefasst aus dem sich immer wieder unzähmbare Locken lösen, umrahmen ein herzförmiges Gesicht in dem dunkle Augen neugierig in die Welt hinaus funkeln. Um ihren Mund scheint immer ein leichtes Lächeln zu liegen das ihr blasses Gesicht zum strahlen bringt. Ihre Gestalt, von recht kleiner Natur, steckt in guten, wenn auch in einfachen Kleidern, die jegliche Verspieltheit in Bändern und Farben missen lassen.

Hintergrund: Delphine wuchs behütet in einem kleinen Dörfchen, nahe der grossen montaignischen Hauptstadt, auf. Ihr Vater, ein angesehener Musketeer, war ein strenger Mann der Delphine vor allem Unheil der Welt bewahren wollte. So lebte Delphine wie ihr kleiner Vogel Millard eine kleine Nachtigall, in einem Goldenen Käfig der ihr Vater ihr erbaut hatte. Keine Festlichkeiten durfte sie besuchen, sich niemals weiter von dem Anwesen entfernen wie es die hohe Mauer erlaubte und keine anderen Menschen treffen als diese die ihr Vater ihr erlaubte.
Es kam die Zeit als Delphine sich fragte ob dies denn alles von ihrem Leben gewesen sei? Eine gewisse Unruhe breitete sich in ihrem inneren aus und häufiger musste sie sich dabei ertappen wie sie sehnsuchtsvoll von einem anderen Leben träumte. Einem Leben das sie an andere Orte führte, das ihr die Schönheit der Welt außerhalb eines Buches preisgab und das sie eigenhändig erfassen konnte.
So reifte mit der Zeit in ihr ein wahnwitziger Plan heran. Flucht. Delphine fühlte sich Gleichsamt schlecht wie gut bei dieser Fantasterei. Immerhin hieße das ihren Vater zu verlassen den sie doch eigentlich liebte. Doch sie wusste das sie mit ihm über ihre Träume nicht sprechen konnte, würde er sie doch ein weiteres mal, wie schon so häufig, als gefährliche Neigung bezeichnen. Sie wusste das, wenn sie etwas an ihrem Leben ändern wollte, sie mehr tun musste um nur davon zu träumen. Und so reifte ihr Plan einer Flucht immer weiter in ihr heran, bis sie diesen, im Schutze der Dunkelheit verwirklichte.

Und so verschwand sie eines Nachts. Ihr Ziel, ein Schiff mit dem sie Montaigne verlassen konnte. Viel mitgenommen hatte sie nicht. Ein wenig Geld, etwas Kleidung, ihren kleinen Freund Millard und ihre Waffe. Ja, gegen alle Formen der Fraulichkeit hatte sie den Umgang mit der Waffe erlernt. Gerade ihr Vater hatte darauf sehr viel Wert gelegt. War er doch der Auffassung das es zuviel Übel auf der Welt gab das auch vor einem kleinen Dörfchen nicht halt machen würde, wenn es denn käme. Man musste auf alles vorbereitet sein und er vermochte es nicht immer schützend zur Stelle zu sein wenn es vielleicht erforderlich wäre. Sicherlich, es gab Wächter bei dem kleinen Anwesen doch wer wusste schon zu sagen wie das Unheil vielleicht in das Haus eindrang. Womöglich ungesehen, vielleicht sogar noch bei Nacht? Ja, ihr Vater war ein wenig paranoid, konnte er doch auch genug Feinde sein eigen nennen.

Mit jedem Schritt den sie in ihr neues Leben ging kam eine gewisse Vorfreude auf das Unbekannte in ihr auf und vergessen waren die anfänglichen Ängste. Naive? Sicherlich, kannte sie die Welt doch eigentlich nur aus Büchern. Doch gerade jetzt in diesem Augenblick war ihr nicht bewusst welchen Gefahren sie entgegen lief. Delphine sah nur das positive, war sie doch ein kleiner, unverbesserlicher Optimist. Und so betrat sie eines Abends dieses große Schiff dessen Ziel Delphine nur aus einem Buch geläufig war. Egal, das wichtigste für sie war es nur fortzukommen.

Doch die letzten Tage durch diesen kalten, alle Schichten der Kleidung durchdringenden Regens waren ihrer Gesundheit nicht gerade zuträglich gewesen und so hatte sie die ersten Tage ihrer Reise nur damit verbracht sich von ihrem leichten Fieber zu erholen. Das Glück war ihr Hold und so fühlte sie sich nach zwei Tagen soweit genesen das sie die ersten Schritte an Deck wagen konnte.

Brian

  • Gast
Re:[Forenspiel] Das Fest der Tausend Lichter: Charaktere
« Antwort #7 am: 6.09.2003 | 13:17 »
Name: Ian McCullon
Ian McCullon wurde in dem kleinen verschlafenen Nest Dún Dubhchathair in der Provinz Galway in Inis Mór geboren. Sein Vater hatte seine Mutter schon lange vor seine Geburt verlassen. Kein Wunder, war seine Mutter doch die Dame eines Hurenhauses. Sie selbst ging zwar nie mit den Männern ins Bett und war eine aufopferungvolle und liebevolle Mutter, doch war es später schwer für Ian vorstellbar, das sich ein Mann sich an diesem Ort binden lassen würde. Er selbst hatte das Glück, als Kind in einer freundlichen Umgebung großzuwerden, die Frauen kennen und wegen ihres Charakters kennen und schätzen (oder hassen) zu lernen und viel über den Geist der Menschen zu lernen.
Er hätte warscheinlich auch das Haus weiter mitgeführt, denn sein Ruf in der kleinen Hafenstadt schon durch seine Herkunft ruiniert, so das ihm wenig Wege offenstanden, wenn ihm nicht eines Tages ein Mann begegnet wäre, der von einigen wenig vertrauenswürdig wirkenden Schlägern verfolgt wurde und dem Ian half, sich zu verstecken.
Aus Dankbarkeit und Interesse an dem gewieften Jungen lud ihn Angus O´Mallay, ein reisender Ritter ein, mit ihm zu kommen. Ian, den wie jeden Jungen der Wunsch nach Abenteuer umtrieb, nahm begeistert an. Seine Mutter hatte auch weniger Probleme damit, als er gedacht hatte. Sie sah, das er ein Leben an einem anderen Ort ohne Vorurteile führen konnte und wünschte ihm alles Gute, gab ihm einige ihrer Ersparnisse, ein Amulett als Glücksbringer, den sie angeblich von einer Sidhe hatte und schickte ihn in die weite Welt hinaus.
Als Knappe von Angus erlebte Ian eine interessante, manchmal gefährliche Reise durch Avalon. Am Ende der Reise kamen sie zu einer Ordensburg der Ritter von Rose und Kreuz, wo ihm Angus eröffnete, das er den gewieften, prinzipientreuen und intelligenten Jungen zum Ritter ausbilden lassen wollte. Eine Wendung, die Ian in seiner jugendlichen Naivität begeistert aufnahm.
In den nächsten Jahren wuchs er zu einem staatlichen, gebildeten Mann heran, der im Namen des Ordens ein halbes Dutzend Sprachen lernte und sich auch die Künste eines Spions aneignete um zu einem Piraten zu werden. Nach einigen Jahren training mahcte er sich dann auf den Weg zu den gefürchteten Seeräubern. Fest entschlossen, einer der ihren zu werden. Idealistisch aber klug genug, es nicht zu zeigen, stieg er schnell zum Maat der Nebelwind auf, einem Schiff unter Kapitän Juan de Carlos, einem gewissenlosen Piraten. Auch hier arbeitete er fast zwei Jahre, bis das Schicksal ihn wieder ans Festland verschlug: Eines Tages plünderten sie einen kleinen Händler und dabei viel dem Kapitän eine Reliquie in die Hände: Das Kreuz von Cavalos.
Ian setzte sich mit dem Orden in Verbindung und bekam die Order, das Kreuz zu stehlen, damit man es wieder zurückgeben konnte. Er tat es, unglücklicherweise bemerkte ihn Juan dabei. In dem wilden Gefecht das daraufhin entbrannte (haha!), entzündete sich das Pulver und das Schiff explodierte. Seitdem trieb Ian auf dem Meer, bis er von einem Schiff aufgefischt wurde das nach Vodacce fuhr. Dort trieb er sich auf der Suche nach einem Ordensmitglied eine Zeitlang in der Hafenstadt herum, in der er angekommen war, ohne Ergebnis. Nun, fast ohne Ergebnis. Da er sehr "geschickt" im Umgang mit Karten oder Würfeln war, erworb er sich schnell etwa Kapital und die Einladung zu einer Feier, die er einem jungen Adligen zusammen mit seinem Geld und seiner Kleidung abgenommen hatte. Da er nichts beseres zu tun hatte, würde er dort weitersuchen. Vielleicht kannte ja dort jemand einen Ritter...

Aussehen: Ein Ine, rote Haare und ein blasses Gesicht voller Sommersprossen. Seine Augen sind so grün wie die Insel von der er stammt und ein weiterer (unnötiger) Hinweis auf seine Herkunft. Sein Körperbau ist weniger beeindruckend. Er ist relativ schlank, vielleicht ein wenig sehnig. Sein schmales Gesicht kann man durchaus als gutaussehend bezeichnen. Ian besitzt einen gewisssen scharfzüngigen Charme, der ihm ebenso leicht Freunde wie Feinde eingebracht hat und einbringen wird.
Zur Zeit ist er allerdings nicht wiederzuerkennen. Mit schwarzer Perücke und getönter Haut, überdeckten Sommersprossen, einem falschen Schurkenbart und der Kleidung eines Vodaccischen Adligen sieht er eher wie der typische Vodacce aus. Und genauso tritt er auf: Als Alonso de Marco, Herr von Larión und Sicilles.

Dion

  • Gast
Re:[Forenspiel] Das Fest der Tausend Lichter: Charaktere
« Antwort #8 am: 23.09.2003 | 23:25 »
Name:        Donato di Logreata
Familie:       xxxxxx
Rasse:        Mensch    
Kultur:      
Profession:  Degenfechter    
Stand:         Ledig    
Gesinnung:  Neutral    
   
   

Geschlecht:  männlich    
Stand:          Ledig
Alter:            25    
Grösse:        1,76m    
Gewicht:       77kg    
Haarfarbe:    schwarz    
Augenfarbe: grau    
Aussehen:   Durchtrainiert, sportlich. Fester freundlicher Blick. Lässig bekleidet    
   

Donato, ein Sohn aus reichem Hause, ist mit seinen 25 Jahren ein Mann der gelernt hat die Widrigkeiten des Lebens hinzunehmen und seinen eigenen Weg zu gehen. Er versucht auf sein Umfeld einen gelassenen Eindruck zu hinterlassen. Früher war er ein aufbrausender Kerl, der gerne versuchte die Regeln die ihm vom Haus auferlegt wurden zu umgehen. Dies ist eine grundlegende Charaktereigenschaft von ihm. Sein Lieblingsspruch, Regeln sind Auslegungssache, hat ihm schon recht viel ärger aber auch einige Freunde beschert.

Als sein Vater ihm eines Tages den Umgang mit einem guten Freund verboten hat, weil dieser ja nicht Standesgemäß wäre, hat er einige Verbindungen spielen lassen und seinem Freund eine entsprechende Stellung verschafft. Sein Vater war sehr verärgert als er davon erfuhr.
Er hatte den Eindruck sein Sohn hätte nur so gehandelt um ihn zu ärgern, was wahrscheinlich sogar stimmte.

Früh fiel Donato bei seinen Ausbildern durch zweierlei dinge auf. Zum einen durch seine Wissbegierde und zum anderen durch sein Mangel an Respekt gegenüber Autoritätspersonen. Ein häufiger Wechsel der Hauslehrer war die Folge.

Irgendwann als der Konflikt zwischen Vater und Sohn zu eskalieren drohte, heuerte Donato im alter von 14Jahren, unter dem Hausnamen seiner Mutter auf einem Schiff an. Sein Abenteuer dauerte ein ganzes Jahr bis sein Vater ihn fand und nach Hause schaffen ließ. Diese Zeit auf See hat allerdings ihre Spuren hinterlassen. Donato musste auf schmerzliche weise lernen, Befehle zu befolgen. Seit dieser Zeit kann er sehr gut schwimmen und recht lange die Luft anhalten, ungefähr solange, wie es dauert einmal Kielgeholt zu werden.

Allerdings begegnete er auch seiner ersten großen Liebe.
Wer jetzt an eine romantische Beziehung zu einer holden Maid denkt, war wohl noch nie auf einem Handelsfrachter als einfacher Arbeiter.

Er lernte einen wahren Meister am Degen kennen. Dieser entfachte in ihm das Feuer der Leidenschaft für diese Kunst. Mit Disziplin und Wissbegierde wurde er zu einem sehr guten Schüler. Der Kampf auf engem Raum der sich zudem auch noch bewegt, schien ihm in die Wiege gelegt zu sein.

Sein Vater war durchaus begeistert von der Veränderung, die sein Sohn in diesem Jahr durchlebt hatte. Ihr Verhältnis war auf alle Fälle wesentlich entspannter als früher. Er unterstützte Donato auch bei seinem weiterem Studium der Kunst des Kampfes. Auch wenn er nicht sehr begeistert darüber war, das Donato diese Zeit unter dem Hausnamen seiner Mutter leben wollte. Sein Sohn setzte sich aber durch, er wurde als Donato di Logreata bekannt, oder sogar berüchtigt. Während dieser Zeit hat Donato sich regelrecht die Hörner abgestoßen, in jeglicher Beziehung. Es gab nicht einen Monat wo er nicht einer neue Angebeteten den Hof machte. Oft waren seine Bemühungen auch von Erfolg gekrönt, was er als Gentleman aber nicht breittrat. Es gab aber viele wilde Nächte, Saufgelage und Duelle. So manche Wunde zog er und sein Kumpel sich zu. Dieser Freund war vor kurzer Zeit ohne ein Wort fast Spurlos verschwunden. Als Donato sich noch Gedanken machte sich auf die Suche nach ihm zu machen, kam ein Kurier mit einer Nachricht von seinem Vater.
Er wollte das sein Sohn seine Tochter in einer wichtigen Angelegenheit begleitet. Bei dem Gedanken an seine Schwester verdüsterte sich seine sonst so gute Laune. Bevor Donato von zu Hause wegging und sich seinem Studium zuwandte, war ihr Verhältnis schon recht gespannt. Er glaubte nicht, das sich das in den letzen Jahren geändert hat.

Aussehen:
Kurzes schwarzes Haar welches zerwuselt in alle Richtungen strebt. Seine grauen Augen sind dagegen sehr fest im Blick und schauen Zielstrebig in die Welt. An den Augen sind Lachfältchen zu erkennen. Als Kleidung bevorzugt er legere Sachen. Weich und lässig müssen sie fallen. Eher praktisch als Eindruck schindend.

Ludovico

  • Gast
Re:[Forenspiel] Das Fest der Tausend Lichter: Charaktere
« Antwort #9 am: 17.10.2003 | 03:11 »
Beißender Rauch füllte die Luft und wehte den Gestank von verbrannten Holz und Fleisch in meine Nase, als ich mit ungläubigen Gesicht die schauerliche Szenerie betrachtete.

Gestatten, mein Name ist Magnus Barder, Sohn von Ulf Barder, einen reichen und wohlhabenden Mitglied der Vendelschen Händlergilde und Tuchhändler.

Ich hatte gerade erst vor Kurzem mit meiner Lehre zum Kaufmann abgeschlossen, denn immerhin sollte ich später in die Fußstapfen meines Vaters treten, als mir denn auch schon mein Vater den Auftrag gab, ein Stück Land von einem Vesten-Paar, welches der Fischerei nachging, zu erwerben.

Bis dato hatte ich mit Vesten nicht allzu viel zu tun.
Ja, natürlich sieht man sie täglich in den Straßen Kirks, gefährliche und schlecht bezahlte Arbeiten erledigen oder aber betteln, wenn sie gerade nicht arbeiten, aber mit ihnen gesellschaftlich oder geschäftlich hatte ich noch nichts zu tun gehabt.
Die alten Wege interessierten mich nicht. Sie sind halt „alt“ und rückständig. Der Fortschritt hat uns groß gemacht und der Blick nach vorne.
Warum sollte ich mich mit Leuten abgeben, die im finstersten Mittelalter leben und uns dort auch gerne wiedersehen möchten?

Auf der anderen Seite empfand ich den Gedanken als reizvoll, eigenständig einen wichtigen Auftrag für meinen Vater zu erledigen und zumindest etwas Einsicht in die Lebensweise dieser Leute zu bekommen.
Man hört schon einige schlimme Sachen, wenn man in Kirk lebt, wie, dass sie rohes Fleisch essen, sie die Wissenschaft verachten und man ihnen niemals den Rücken zudrehen sollte, wenn man nicht eine Axt im Rücken stecken haben wollte.
Auf diese Vorurteile habe ich aber nie viel gegeben.
Die Vesten, die ich gesehen habe, waren eher das Gegenteil des bösartigen wilden Barbaren und weckten eher mein Mitleid.

Somit hatte ich noch einen weiteren Grund, sie näher kennenzulernen und diesen Auftrag so gut es geht, zu erledigen. Die Ärmsten steckten doch nur im Elend, weil sie so fest an der Vergangenheit festhielten. Wenn man ihnen die Vorzüge der Zukunft und des Fortschritts aufzeigte, würden sie sicher zur Vernunft kommen.
Ja, ich würde diesem Pärchen ein angemessenes Angebot unterbreiten und ihnen persönlich helfen, einen Platz in unserer Gesellschaft zu finden.

Mein Enthusiasmus wurde allerdings recht abrupt wieder in die Wirklichkeit weniger gezogen oder geschoben, sondern vielmehr reingeprügelt.

An einem schönen Frühlingstag zogen Dalla, der Drago meines Vaters und ich zu dem Haus. Ich mochte Dalla nicht. Sie erinnerte mich an einen Gletscher, unglaublich schön und eisig kalt. Schon seit geraumer Zeit vermutete ich, dass sie und mein Vater ein Verhältnis hatten, wobei ich nicht bezweifelte, dass es auf Dallas Seite weniger Leidenschaft, denn kühle Berechnung war.
Sie war recht groß für eine Frau und ihr blondes Haar trug sie in einem langen Zopf über ihre Schulter.
Sie war verdammt schön, auch wenn sie älter als ich war.
Bei uns waren noch zwei Eisenländer, die uns als Leibgarde dienten. Karl und Gernot waren gute Männer, die schon seit Jahren bei meinem Vater beschäftigt waren und ihre Arbeit ausgesprochen ernst nahmen.
Schließlich kamen wir an der Hütte an. Sie war zwar klein und primitiv, schien aber sauber und gemütlich zu sein.
Ein großer alter Mann war gerade auf dem Dach mit irgendwelchen Arbeiten beschäftigt. Wahrscheinlich flickte er ein Loch.

Ich wies meine Begleiter an, in einiger Entfernung zu warten. Zum einen wollte ich den Mann nicht mit meinen beiden Leibwächtern einschüchtern und zum anderen bin ich auch durchaus in der Lage, mich selber zu verteidigen.
Ulf, mein Vater, war Anhänger der Rasmussen-Schule und so schickte er auch mich dorthin, denn Fechtwaffen seien ja schließlich so schrecklich unmodern.
Mich sollte es nicht stören. Ich mag den Umgang mit Pistolen und den Geruch von Schießpulver, das Gefühl der unbändigen Kraft, die im Lauf darauf wartet, Tod und Verderben zu bringen. So ein Gefühl gab mir ein Degen nie.

„Heda, Freund!“, rief ich so freundlich ich konnte.
Der Vesten drehte sich langsam zu mir um und betrachtete mich lange und ausgiebig.
„Ich...äh... komme wegen des Hauses.“
„Was ist damit, Vendel?“
Der Unterton in seiner Stimme gefiel mir gar nicht.
Jetzt fiel mir auch die Axt auf einem Baumstumpf auf, wo offensichtlich Holz gehackt wurde.
Waren das Rostflecken?
„Ich hab Dich was gefragt, Vendel.“
Seine Stimme war tief und volltönend. Sicher war er ein mitreißender Sänger, wenn er gut gelaunt war, doch jetzt kam es mir so vor, als würde ich die Gewitterwolken heraufziehen sehe und meinte schon den Blitz zu erkennen, der mich gleich treffen würde.
„Oh, ja, es ist sehr schön, ist es.“ Ich wollte lächeln, doch stattdessen kam dabei nur eine Grimasse raus.
„Ja, das ist es. Ist das alles?“
Wieso stand er plötzlich unten? Erst jetzt wurde mir bewusst, dass er die Leiter runtergeklettert ist.
Langsam kam er auf mich zu, wobei er die Axt im Stumpf stecken ließ.
Allerdings merkte ich auch so langsam, dass er die gar nicht brauchte. Das war ein Hüne von einem Mann und mit zahlreichen Muskeln bepackt.
Er konnte mich mit bloßen Händen in der Luft zerreißen.
Ich schluckte: „Ich komme im Auftrag von Ulf Barder, Mitglied der Kaufmannsgilde, um Ihnen, mein Herr, in seinem Namen ein Angebot für ihren Grund und Boden zu überreichen.“
Schnell zückte ich den Brief. Der Vesten war nur noch wenige Schritte von mir entfernt.
„Sie werden das Angebot ausgesprochen großzügig...“
Er pflückte den Brief aus meiner Hand und zerriß ihn.
„Wir haben kein Interesse, Vendel.“

Wortlos drehte er sich um und ging wieder seiner Arbeit nach.
Mittlerweile stand auch seine Frau in der Tür, ein Neugeborenes auf dem Arm.

Mein Vater reagierte nicht so, wie ich dachte. Statt in Wut über mein Versagen auszubrechen, lächelte er einfach nur und meinte: „Magnus! Mit diesen Leuten kann man nur schwer verhandeln. Ich werde einen Spezialisten anheuern, der sich auf solche Verhandlungen spezialisiert hat. Du wirst aber für mich noch einmal dorthin gehen, nachdem diese Schwierigkeit behoben wurde. Das Ergebnis dürfte Dir für die Zukunft eine gute Lehre sein.“

Ich wusste nicht, was er damit meinte, bis zu diesem Tage.
Das Haus stand in Flammen und die enthauptete Leiche des Vesten lag beim Baumstumpf. Auf dem Baumstumpf saß jemand, der auch augenscheinlich den alten Wegen folgte und stumm seine beiden Langschwerter säuberte.
Die Frau und das Kind konnte ich nirgendwo sehen, und ich hoffte, dass sie dem Blutbad entkommen waren.
Doch dann fiel mir der Gestank nach verbrannten Fleisch umso stärker auf.

Übelkeit kam in mir hoch, doch war ich zu fassungslos, als dass ich mich hätte erbrechen können.
Der Bann wurde erst durch Dalla gebrochen, die mir den Mund zuklappte und auf den Mörder zuging.
„Die Verhandlungen sind scheinbar erfolgreich gewesen.“
Der Schurke grinste bösartig und offenbarte eine Reihe schmutziger Zähne.
„Ja! Der Dickkopf des Alten war zu hart, da musste ich es am Hals versuchen und die Alte und ihr Schreihals dürften mittlerweile durch sein.“
Ich sah noch, wie ein Bündel Geldscheine den Besitzer wechselten, ehe ich mich erbrach.

„Vater! Wie konntest Du nur?“
„Wir brauchen das Land.“
„Aber war es notwendig, sie umzubringen und vor allem das Kind und die Frau?“
„Ja, es war notwendig. Sie wollten nicht verkaufen und nun habe ich das Land zu einem mehr als nur günstigen Preis erstanden. Ich bin überaus zufrieden.
Du regst Dich umsonst auf. Es waren nur Wilde. Wer weiß, wie viele diese harmlosen Fischer schon auf dem Gewissen hatten?“
„Das Neugeborene hatte niemanden auf dem Gewissen.“, sagte ich mit ruhiger Stimme.
Mein Vater seufzte laut.
„Nun, mein lieber Sohn! Dies war nur ein Test, um zu sehen, ob Du schon reif bist, um ein eigenes Geschäft zu führen, doch Deine Skrupel und Unerfahrenheit trüben Dein Urteilsvermögen.
Und nichts ist so wichtig wie ein freier und klarer Kopf, wenn man erfolgreich im Geschäft sein möchte.
Deshalb hab ich beschlossen, Dich als Handelsagenten loszuschicken.“
„Wie?“
„Ja, Du wirst in meinem Namen Kontakte außerhalb Vendels knüpfen und passende Investitionsobjekte finden. So ein junger und unbeschwerter junger Mann wie Du dürfte durchaus in der Lage sein, Dich an den Höfen Theahs zurechtzufinden und dort wichtige Erfahrungen zu sammeln.
Dein Schiff läuft morgen früh aus. Ich erwarte, dass Du Deine Sachen bis dahin gepackt hast.“
„Aber Vater...“
„Geh jetzt!“

Der Wind wehte mir ins Gesicht und brachte den Geruch des Meeres mit sich.
Ich stand an der Reling des Handelsschiffes und schaute mit einer Mischung aus Trauer und Zuversicht zurück nach Kirk.
Trauer um die arme Familie und meinen skrupellosen Vater und Zuversicht, dass ich viel lernen würde und eines Tages mit meinem eigenen Geschäft es besser machen würde als er.

Äußere Erscheinung: Magnus ist 20 Jahre alt und knapp über 1,70m groß. Er hat sauber geschnittenes und gepflegtes blondes Haar. Seine himmelblauen Augen und seine jungenhaftes und frech wirkendes Äußeres verzückten schon so manche Kirker Dame. Den Versuch eines Bartes hat er schon längst aufgegeben und ist zum Urteil gelangt, dass selbst mit 60 Jahren nur zarter Flaum in seinem Gesicht sprießen würde. Er ist von schlanker und drahtiger aber nicht sehr kräftiger Statur. Er bevorzugt stets die modische Kleidung der Vendel, wobei er unter dem vendeltypischen Mantel noch 2 Pistolen je Seite trägt.

Charakter: Magnus wirkt enthusiastisch und idealistisch, doch dummerweise ist er neben diesen Eigenschaften auch noch etwas naiv und weltfremd. Schon des öfteren hat er den falschen Leuten vertraut und ihre Winkelzüge und bösen Absichten zu spät durchschaut.
Er will stets den Menschen helfen und nur das Beste für sie erreichen.
Doch dummerweise übersieht er dabei öfters, dass, was er für das Beste hält, nicht unbedingt das Beste für andere ist.
Außerdem hat er eine gewisse Schwäche für romantische Schundromane, und er trägt immer eine zerlesene Ausgabe von „Rosen über Charouse“ von Isabelle Preyover in einer Innentasche seines Mantels.

Edit: Alter nachgetragen
« Letzte Änderung: 23.10.2003 | 10:52 von Ludovico »

Offline Moellchen

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Re: [Forenspiel] Das Fest der Tausend Lichter: Charaktere
« Antwort #10 am: 14.03.2004 | 23:23 »
Tazia Leonelli da Crevalcore

Eine dunkel gekleidete Person schleicht sich durch einen alten, recht unbeleuchteten Gang. In den dunklen Ecken des groben Steines sitzen Spinnen in unterschiedlichen Größen.
Weißliche Fetzen, wie feingewebte Stoffe, bewegen sich gespenstig als der Schatten an ihnen vorbeihuscht.

Ein großes Zimmer. Das Feuer im Kamin taucht es in ein rötliches Licht während durch die Fenster der knochige Schein des Mondes fällt. Grotesk bewegen sich die Schatten an den Wänden entlang.
Porzellanpuppen, sorgfältig an einer Wand aufgereiht blicken mit starren Augen und verzehrten Lächeln ins Leere.
Ein Regel erzittert etwas und öffnete sich leise in den Raum.
Ein Schatten huscht hinein. Blickt sich um während das Regal sich wieder schließt.

Ein schwarzer Umhang gleitet zu Boden. Eine junge Frau in einem schwarzen Kleid steht inmitten des Raumes. Haar, dunkel wie das Gefieder eines Rabens umrahmt ein alabasterfarbenes Gesicht aus dem zwei schwarze Augen finster hervor funkeln.

„Dein letzter Flug mein Freund,“ erklingt eine samtweiche Stimme während die Frau langsam zu einem Tisch geht. In ihren blutigen Händen hält sie einen großen Raben. Legt diesen auf den Tisch.
Karten eines kostbaren Tarots liegen auf einem dunklen Tuch.
„Wir haben es gesehen. Nicht wahr mein Freund...“ Liebevoll fuhr die junge Frau durch das glänzende Gefieder des Vogels,“ wir haben es gesehen...“

Das warme Licht der Sonne erfüllte den Raum. Vertrieb die Schatten der Nacht.
Die junge Frau steht am Fenster. Blickt hinaus auf die breite Straße. Wachsam und mit Neugierde versehen wandert er über das Geschehen. Trennt interessantes von uninteressantem.

Ein strengdreinblickender Mann sitzt an einer langen Tafel. Grau wie Stahl mutet sein Blick an. Ein Blick der kein Wiederspruch duldete.
Sie blickt ihren Vater an. Ihre dunklen Augen glänzen schwarz aus ihrem hellen Gesicht hervor. Ein verklärtes Lächeln umspielte ihren Mund. Wie eine ihrer vielen Porzellanpuppen mutete sie an so wie sie da saß. Nicht viel mehr war sie in dem Spiel ihres Vaters.

Samtweich, leise wie ein Windhauch erhob sich ihre Stimme während sie ihren Vater anblickte. „Ich wünsche euch einen erfolgreichen Tag...“ Niemand wusste viel über sie zu sagen. Das war es. Damit spielte sie. Damit und mit der Angst die ihre Umgebung vor ihr hatte. Ihre Stimme war ihr Instrument. Ihr wacher Geist ihre Waffe. Ihr Hunger nach dem Leben außerhalb ihres väterlichen Gefängnisses ihr Antrieb. Das Schicksal ihr Spielgefährte.

Sie war mehr als ihr Vater ahnte. Das machte ihm Angst. Ihm, den eiskalten Geschäftsmann der seine Kinder verkaufte wie seine Waren. Ihr Blick wanderte zu ihrem Bruder. Er hatte keine Angst vor ihr. Er nicht. Sie lächelte ihn an. Die einzigste Person in diesem Haus die ihr Lächeln mit Liebe erfüllte. Die einzigste Person in dem Haus die keine Angst vor ihr haben musste. Die einzigste Person vor der sie keine Angst haben musste.

Sie saß in ihrem Zimmer auf ihrem Bett. In ihrem Schoss saß eine Porzellanpuppe. Haar, dunkel wie das Gefieder eines Rabens umrahmten das alabasterfarbenes Gesicht der Puppe. Dunkle Augen blickten starr in die ihren. Ein nichtssagendes Lächeln lag für immer und ewig um den Mund. Wie eine Maske. Wie eine Fratze und sie bekam das Gefühl nicht los in ihr eigenes Antlitz zu blicken.

Nicht wirklich schlimm. Nicht wirklich beruhigend.
Die junge Frau erhob sich. Ließ die Puppe achtlos in die weichen Decken sinken. Langsam ging sie zum Fenster. Das rascheln ihres schweren Kleides begleitete sie. Ihr dunkler Blick richtete sich auf das Geschehen was außerhalb ihres Grabes stattfand. Ein Fenster wie das Tor in eine andere Welt. Eine vor der man sie fernhalten wollte. Eine die man ihr verschließen wollte. Kein geschriebenes Wort würde jemals ihren Geist erfüllen. Doch das gesprochene konnte man nicht vor ihr verschließen.
„Worte in einem Buch erweitern den Horizont, doch verkleinern sie auch den Himmel. Und ich liebe den Himmel...“
Sie lächelte während ihr Blick zu ihren Tarotkarten wanderte. „Nun wird sich weißen was der Himmel mir alles schenken kann...“
« Letzte Änderung: 14.03.2004 | 23:27 von Moellchen »

Ludovico

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Re: Spielercharaktere
« Antwort #11 am: 16.06.2004 | 12:20 »
Tobias von Lindstedt
[/u]Von der Kuppel des Hügels sah ich hinab zur Schlacht, neben mir mein General, dessen Adjudant ich war. Von der dichten Wolkendecke stürzte der Regen hiernieder wie ein Sturzbach. Stolz beschauten wir, wie diszipliniert und wagemutig sich die Truppen in den Kampf stürzten, die Ketzer niedermähten wie ein Bauer das Heu, vernahmen das Donnern der Drachenkanonen, die tiefe Schneisen in die feindlichen Truppen schlugen und sahen wie vactinische Soldaten starben auf dem Schlachtfeld, durchbohrt von den Piken des Feindes, getroffen von den Kugeln aus seinen Musketen, zerfetzt von dessen Kanonen, ersoffen im Schlamm.
All das erfüllte mich mit Stolz, denn ich wusste, daß ich auf der rechten Seite stand, daß es Theus Will war, daß wir die ketzerischen Objektionisten besiegten.
Ich sah die fromme Kampfeswut unserer Truppen und wusste, daß es rechtens war.

Doch als die Schlacht gerade ihren Höhepunkt nahm, da brach die Wolkendecke auf und ein einzelner Lichtstrahl drang durch. Er berührte nur ein kleines Fleckchen Erde auf dem Schlachtfeld, gleich so als wenn Theus uns etwas zeigen wollte.
Ich schaute genauer hin und was ich sah, ließ mir den Atem stocken.
Zuerst nahm ich nur das übliche Gefecht war, sah die von Haß und Wut und Angst verzerrten Gesichter, die Leichen im Schlamm, die von Schlamm und Blut verkrusteten Waffen und Rüstungen, die schon unkenntlichen Wappen. Doch dann sah ich es.
Es war ein Gesicht, mir vage vertraut. Es schien Jahre her, seit ich es das letzte Mal gesehen habe. Der Haß und die Angst hatten es so verzerrt, daß ich es kaum beachtet hätte. Aber irgendwann schien dennoch so vertraut.
Und dann wurde es mir bewusst: Es war mein Bruder, der da unten stand, umringt von unseren Männern und um sein Leben kämpfend. Nicht mal mehr eingreifen konnte ich, als ein Soldat von hinten mit seinem Speer meinem eigen Fleisch und Blut das Lebenslicht auslöschte.

So stand ich da auf dem Hügel und während der Sturm unten tobte, tobte auch ein Sturm in mir.

Die Schlacht war schon lange vorbei, als ich noch immer da oben stand. Erst in der Nacht ging ich hinunter und suchte ihn, meinen Bruder. Zwei Tage und Nächte ohne Schlaf und ohne Essen und ohne Trinken lang suchte ich zwischen den Toten umher, stand zwischen den Waisen und Leichenplünderern. Doch all das kümmerte mich nicht.
Entkräftet schließlich fand ich ihn. Nicht mal mehr seine Kleidung hatten ihm die Aasgeier gelassen.
So hielt ich ihn in den Armen und trauerte und weinte und schrie meine Wut hinaus.
Warum hatte Theus mir das gezeigt? Was war das für ein Gott, der einem gegen seinen eigenen Bruder kämpfen lässt?
Mein Glaube zerbrach an diesem Tag.
In der Nacht hockte ich noch immer da, seinen Leichnam in den Armen und nie werde ich den Blick aus seinen gebrochenen Augen vergessen und ich sah nach oben und sah den schönsten Sternenhimmel, den ich je geschaut habe und der volle Mond tauchte das Schlachtfeld in ein kaltes gespenstisches Licht.
Am nächsten Morgen dann beerdigte ich den Leichnam und bettete ihn zur letzten Ruhe.
Dann zog ich los.
Kein Ziel hatte meine Reise, zumindest kein weltliches. Ich ging und ging und ebenso wanderten meine Gedanken. Ich erinnerte mich an alles, was ich getan hatte und wofür ich gekämpft hatte.

Tobias lautet mein Name und mein Bruder hieß Peter. Geboren waren wir beide von dem Baron Falk von Lindstedt und dessen Frau Sieglinde in Wische. Es sind gute und gläubige Eltern, die ich habe, und sie sind stolze Vactinier. Streng war die Hand meines Vaters und mild die Hand meiner Mutter.
Nur kurz war der Baron im Krieg gewesen, denn eine Musketenkugel hatte sein Knie zerschmettert. Als gläubiger und frommer Mensch sah er es als seine Pflicht, mich und Peter zu würdigen Vertretern seiner Selbst zu erziehen.
So genoß ich eine harte Erziehung und nicht nur im Kampfe wurde ich geschult, sondern auch in Glaubensfragen. Seit Kindesbeinen an wurde uns gepredigt, daß die Objektionisten verachtenswerte Ketzer waren, die vernichtet werden müssten. So wolle es Theus.
Doch mein Bruder war nicht so gehorsam wie ich. Ständig rebellierte er gegen unsere Eltern und bezeichnete unser beider Leben als Käfig, aus dem er ausbrechen wollte.

Doch schließlich wurde ich fortgeschickt, als ich alt genug war und ließ meinen Bruder zurück. Man schickte mich zur eisenfürstlichen Universität für Strategie und Taktik, welche mir den richtigen Schliff für den Kampf gegen die Ketzer geben sollte. Meine Lehrmeister schürten meinen Hass noch weiter und kaum konnte ich den Abschluß erwarten, um endlich mein Schwert in objektionistisches Blut zu tauchen.
Der Tag kam eher als erwartet und zugewiesen wurde ich der Armee von General von Ebersberg zugeteilt und ihm als persönlicher Adjudant. Es war eine Stelle, die mich mit Stolz erfüllte, denn nun konnte ich noch mehr gegen die Ketzer tun.
Der General war ein Freund meines Vaters, und er überreichte mir den Panzerhandschuh, der schon seit unzähligen Generationen in unserer Familie ist.

Mit Stolz und hartem Hass im Herzen zog ich aus, den Feind zu bekämpfen und Theus Wille zu verkünden.
Mit einem leeren Herzen kehrte ich zurück.

Doch schließlich wachte ich auf. Ich war nicht mehr auf dem Schlachtfeld, sondern inmitten von Leuten, alle mit gebrochenem Blick der Toten gleich.
Ich war ein Waise.
Doch warum war ich aufgewacht? Von weitem sah ich den Turm einer Kirche. Doch als ich näher kam, sah ich, daß es eine Ruine war.
Als ich hineinging sah den Altar, der noch wie durch ein Wunder intakt war und das Kreuz des Propheten darüber.
So kniete ich nieder und betete und fragte nach Antwort auf all meine Fragen. Was wollte Theus?

Dann sah ich es. Ich sah nicht die Schlachten, sondern das Feuer, welches sie vorantrieb. Dieses Feuer wurde nicht vom gerechten Zorn Theus genährt, sondern vom Wahnsinn Legions. Es war nicht Theus Schuld, daß mein Bruder starb, sondern es war dieser Wahnsinn, der ihn in den Krieg gezogen hatte, so wie mich und meinen Vater.
Dieser Wahnsinn hatte viel zu viele Opfer gekostet.

Neugeboren ging ich hinaus, denn nun wusste ich, was ich zu tun hatte.
Im Hinterzimmer der kleinen Kirche sah ich überall verstreute Gewänder und aufgebrochene Kisten und Schränke.
Ich legte hier meine alte Uniform ab und tauschte sie gegen die Kutte eines Mönchs, denn so einer hatte hier offenbar die Predigten gehalten, ehe er geflohen oder gestorben war.

Draußen vergrub ich mein altes Gewand, doch brachte ich es nicht über das Herz meine alten Waffen auch für immer herzugeben.
So wickelte ich sie in Leinen und ging hinaus in die Welt, um Theus Willen kundzutun, den Wahnsinn und Haß zu bekämpfen und denen beizustehen, die sich nicht selber helfen konnten.


Äußere Erscheinung: Auch wenn Tobias gerade mal 21 Jahre alt ist, so sieht er doch eher aus wie 40. Seine Erlebnisse während des Krieges haben sein ehemals brünettes Haar ergrauen lassen. Seine Frisur ist kurz und stets ordentlich gekämmt. In seinem vom Wetter stark gebräunten Gesicht prangt eine gewaltige Narbe, die dicht an seinem linken Auge von oben nach unten verläuft (ein Andenken an den Krieg, was ihm ein Schrapnell verpaßt hat). Er hat ein ausgeprägtes Kinn und einen recht muskulös gebauten Körper. Wären nicht die Narbe und die blauen Augen, die den Eindruck erwecken, als hätten sie schon zuviel gesehen, könnte man ihn als attraktiv bezeichnen.
Er ist stets in eine einfache braune Mönchskutte gewandt, die von einem einfachen Seil zusammengehalten wird (keine Kordel! Er ist auch kein echter Mönch und war nie im Kloster. Er sieht sich als jemand, der etwas außerhalb der Kirche für Theus eintritt). Mehr als einen Beutel mit Reiseproviant, den er an einem Stab über dem Rücken trägt und sein Breitschwert, das in der Scheide steckt und den Panzerhandschuh, welche er beide in ein einfaches Stück Stoff gewickelt hat und nur herausholt, wenn es notwendig ist und ein grob geschnitztes Kreuz des Propheten, daß er um den Hals trägt, hat er nichts bei sich. Trotz seiner schlichten Erscheinung achtet er sehr auf Reinlichkeit, wobei er nur klares Wasser nutzt. Den Pin der Schwertmeistergilde hat er übrigens versetzt und das Geld einem Kloster gespendet.

Charakter: Tobias ist ein durch und durch gläubiger Mensch, der auf einer Mission ist, den Hass und den Wahnsinn zu bekämpfen. Seine Erlebnisse im Krieg ließen ihn zu dem Schluß kommen, daß Gewalt nur angewendet werden sollte, wenn es unabwendbar ist. Er empfindet keine Befriedigung darin, einen Gegner zu besiegen, sondern eher Mitleid mit dem, der meinte, einen Kampf zu provozieren. Er versucht seine Gegner nur kampfunfähig zu machen, aber nicht umzubringen. Allerdings läßt sich das nicht immer aufgrund der brutalen Art der Eisenfaust-Schule vermeiden. Wenn das aber passiert, dann trauert Tobias um sein Opfer wie um einen guten Freund, den er verloren hat. Er ist immer noch vactinischen Glaubens und beichtet regelmäßig.
Ehre und Ruhm sind ihm allerdings mittlerweile fremde Begriffe. Auch, wenn er fair kämpft und immer ehrlich ist, so macht er das niemals der Ehre wegen, sondern lediglich um sich und andere zu verteidigen.
Wenn jemand Hilfe benötigt, gleich wer es ist, so wird er sie ihm nicht verweigern.
An Alkohol, dem anderen Geschlecht und sonstigen weltlichen Vergnügungen hat er vollkommen den Geschmack verloren.
Auch wenn er immer noch Mitglied der Schwertmeistergilde (die Prüfung legte er zu seiner Universitätszeit ab) ist, so betrachtet er sich doch als nicht mehr dazugehörig. Er hat es bloß nicht als notwendig empfunden, sich abzumelden.
« Letzte Änderung: 16.06.2004 | 13:52 von Ludovico »

Offline Blizzard

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Re: Spielercharaktere
« Antwort #12 am: 10.01.2005 | 21:59 »
                                                                 Laurent de Créek

                                                               Hintergrundgeschichte

Bonjour. Mein Name ist Laurent de Créek. Wo ich geboren wurde? Weiß ich nicht. Wann? Nun, ich bin 24 Jahre alt. Meine Eltern kenne ich ebenfalls nicht. Aufgewachsen bin ich in einem vaticinischen Kloster. Wie ich aber in dieses Kloster gekommen bin, weiß ich auch nicht. Die Erziehung dort war sehr hart und streng. Ich lernte dort einige Sprachen, einigermaßen eine Erziehung und die Tatsache, dass Theus über allem steht. Es war keine spaßige Kindheit, denn in dem Kloster war alles auf Disziplin und Gehorsam ausgerichtet. Das einzige, was ein bisschen Abwechslung in unseren grauen Alltag brachte war das Frauenkloster auf der anderen Seite des Flusses. Zwei Mal in der Woche, nämlich immer Mittwochs und Sonntags trafen wir uns zum gemeinsamen Mittagessen. Ein Mädchen hatte es mir damals ganz besonders angetan: Agnes war ihr Name. Sie hatte schönes, langes blondes Haar, das sie offen trug. Immer, wenn ich sie sah, hatte sie so ein unvergleichliches Lächeln auf den Lippen. Gepaart mit ihren wunderschönen Augen, die mir stets das Gefühl gaben, als würden mich zwei Diamanten anfunkeln, war sie meine Königin. Die ersten Jahre brachte ich so im Kloster zu, aber irgendwann hatte ich es satt. Die ganzen Regeln, ständig herumkommandiert zu werden, kaum Freizeit...und nur dieses Kloster!!! Ein Leben außerhalb der Klostermauern fand quasi für uns nicht statt. Selbst wenn wir gewollt hätten: Es gab einen jähzornigen Nachtwächter mit einem genau so furchtbaren Wachhund, der solche Gedanken von vorneherein im Keim erstickte. Und so begann ich zu revoltieren...Als erstes legte ich meinen Namen ab. Ein jeder von uns war nach einem Heiligen benannt worden, und mich hatten sie nach dem heiligen Justin benannt. Justin. Ein furchtbarer Name, oder?
 Eines Tages im Unterricht fragte mich der lehrende Mönch etwas über die Geschichte Theas. „ Nun, wann war das, Justin?“. Ich blieb zunächst ruhig sitzen, stand dann auf und sagte mit eiserner Miene: „ Das ist nicht mein Name!“ . Der Mönch verzog das Gesicht, war zunächst etwas verdutzt und fragte dann mit einem leicht finsteren Gesichtsausdruck: „ Wie war das?“
„ DAS...ist nicht mein Name“ rief ich ihm entgegen. Und so nahm das Ganze seinen Lauf...
Sie versuchten mich durch „ Disziplinarmaßnahmen“ dazu zu bewegen, einsichtig zu werden. Ich sollte meinen wahren Namen anerkennen. Sie fragten mich immer wieder: „ Wie lautet dein Name?“ Aber ich stellte mich stur und ging nicht darauf ein. Wenn mich jemand Justin nannte, so reagierte ich nicht mehr darauf. So bekam ich Hausarrest, Schläge, kein Abendessen, ja irgendwann durfte ich sogar nicht mal mehr mit zu den Mädchen. Aber mein Entschluss, den ich gefasst hatte war so stark wie mein Sturkopf. In all der Zeit dachte ich darüber nach, wie ich fliehen konnte...Als die Mönche sahen, dass sie mit ihrer bisherigen Art-u.-Weise nichts bei mir erreichen konnten, beschlossen sie, noch schärfere Maßnahmen zu ergreifen. Es blieb nicht nur bei Hausarrest, nein, ich wurde teilweise auch in die „ Dunkel-kammer“ des Klosters gesperrt. Das war ein Lagerraum für allerlei Haushaltsgeräte tief im Keller des Klosters. Aber irgendwann gewöhnten sich meine Augen an die Dunkelheit, und einige der Sachen, die dort rumlagen, konnte ich für meine Flucht gut gebrauchen, daher nahm ich sie kurzerhand mit, ohne dass jemand etwas merkte. Und so bereitete ich insgeheim meine Flucht vor...die, das weiß ich noch, an einem Dienstag stattfand. Die Ordensleitung hatte beschlossen, dass alle (Jungen) nichts zu essen bekommen sollten, weil ich uneinsichtig war. Die anderen Jungen polterten auf den Tischen herum, und schrien „ Hunger! Hunger!“. Doch den Mönch, der als Essensaufseher zuständig war, juckte das wenig. Er schloss das Essen in die Vorratskammer und ging weg. Ich rannte mit den anderen zur Vorratskammer. Ich betrachtete das Schloss der Vorratskammer , und konnte es mit Hilfe der Utensilien aus der Dunkelkammer öffnen. Die anderen beäugten mich zuerst misstrauisch, aber die Freude war dafür nachher umso größer, und ich wurde gefeiert. Irgendetwas in mir sagte mir, dass der heutige Tag der Tag war, an dem ich fliehen sollte. Heute oder Nie. Als abends der Mönch seine letzte Runde im Flur gedreht hatte, schlichen wir alle hinaus zum Frauenkloster. Ich musste mich ja schließlich von meiner Königin verabschieden. Wir hatten Glück, den der grimmige Nachtwächter mit seinem furchterregenden Wachhund war gerade offensichtlich nicht zur Stelle. Es gelang mir sogar, das Schloss zum Innenbereich des Frauenklosters mit ein wenig herumexperimentieren zu knacken. Flugs huschten wir die Treppen in den zweiten Stock hinauf, zu den Zimmer der Mädchen. Agnes und die anderen Mädchen kamen uns entgegen. Sie hatte ein schönes, weißes Nachthemd an. „ Agnes...Ich werde heute fliehen“ flüsterte ich  während wir uns auf das schmale Geländer setzten. Ich warf kurz einen Blick über das Geländer, auf dem wir saßen, und bekam einen leichten Schreck, denn dort ging es gut und gerne 5 m in die Tiefe. „ Dann gehe ich mit Dir!“ entgegnete Agnes. „ Unmöglich!“ Antwortete ich, „ das ist viel zu gefährlich! Aber ich komme wieder und hole dich!“ sagte ich und ergriff ihre Hand. „ Ich muss jetzt gehen!“ „ Warte!“ hauchte Agnes „ ich will dir etwas geben!“. Sie griff sich an den Hals, löste die kleine silberne Kette von ihrem Hals und gab sie mir. „ Der hl. Demetrius möge dich beschützen...“ „ Ich muss jetzt gehen, bevor sie uns erwischen...“flüsterte ich ihr zu und sah ihr dabei tief in die Augen. Just in dem Moment ging die andere Flügeltüre auf, und ehe wir beide uns versahen, sprang auch schon der Hund des Nachtwächters mit Zähnefletschen auf uns beide zu...er sprang, den Mund mit einem leichten Knurren geöffnet...und kam direkt vor Agnes stehen...die derart überrascht war, dass sie reflexartig vor lauter Entsetzen hastig einen Sprung zur Seite machte...und über das Geländer fiel. Fassungs – und regungslos stand ich da. Wie angewurzelt, unfähig mich auch nur im Entferntesten zu rühren. Wie lange ich so dastand, das weiß ich nicht mehr. Ich kam wieder zu mir, weil ich den lallenden Nachtwächter hörte, der nach seinem Hund rief. Als er kam hatte ich noch immer nicht realisiert, was passiert war. Erst als der Nachtwächter, dessen besoffener Zustand weder zu überhören - noch zu übersehen war, mit seiner Laterne in die Tiefe leuchtete, und ich Agnes dort regungslos liegen sah, wurde es mir wieder bewusst.
Wie von Sinnen entriss ich dem Nachtwächter die Laterne und stürmte die Treppen hinunter.
Da lag sie, als ob sie schlafen würde...zu erst traute ich mich nicht , mich ihr zu nähern, ging dann aber doch behutsam auf sie zu. Ich fuhr ihr sanft durchs Haar, rief leise ihren Namen, dann lauter, schüttelte sie kurz, betete zu Theus, sie möge noch am Leben sein...doch am Ende war alle Liebesmüh vergebens...sie war tot und lag da mit ihrem weißen Nachthemd wie ein gefallener Engel...In einer Ansammlung von Wut, Trauer, Schmerz und Zorn rief ich mit Tränen in den Augen: „ Dafür werdet ihr bezahlen...bei allem was mir heilig ist und bei Theus!“ Natürlich erfuhren alle im Kloster von diesem schrecklichen Vorfall. Und dadurch, dass die beiden Klöster weit außerhalb von Charousse lagen, gelangte auch nichts an die Öffentlichkeit. Der Abt erteilte mir Hausarrest, bis der Vorstand darüber entschieden habe, was mit mir geschehen soll. Zumal der Nachtwächter auch noch aussagte, ich hätte sie über das Geländer gestoßen um an die Halskette zu gelangen. Meine Widerworte nutzen nichts, denn es stand Aussage gegen Aussage. Den Hausarrest nutzte ich dazu, um mich an die schönen Momente, die ich mit Agnes gehabt hatte, zu erinnern. Ich entsann mich an unsere erste Begegenung. Es war an einem Sonntag  gewesen, beim ersten gemeinsamen Mittagessen. Sie war mir sofort aufgefallen und hatte mich gefragt, ob ich ihr das Wasser reichen könne: „ Peux-tu me donner de l’eau s.v.p.?“ De L’eau...Wasser...fortan hatte ich einen Namen: Laurent! Er sollte mich immer an Agnes erinnern....genau so wie die Halskette, die sie mir geschenkt hatte...Man hatte sie mir natürlich abgenommen...
Aber am Tag bevor man mir mitteilen sollte, was man mit mir machen würde floh ich in der Nacht...das Schloß zu knacken war kein Problem; zudem stattete ich dem Abt noch einen Besuch ab, nahm Agnes Halskette mit dem hl.Demetrius, die auf dem Schreibtisch des Abtes lag wieder an mich und hinterließ nur einen Zettel mit der Aufschrift: „ Je suis innocent!“
So verließ ich das Kloster in jener Nacht im Alter von 14 Jahren – nur mit dem Nötigsten ausgestattet. War mir das Glück in jüngster Zeit nicht hold gewesen; so war es dieses mal der Fall. Ein Bauer, der auf dem Weg nach Charousse war, griff mich nach 3 Tagen Flucht auf und nahm mich mit nach Charousse.
Ab hier ist der Rest recht schnell erzählt: die ersten paar Jahre schlug ich mich mehr schlecht als Recht im Hafen von Charousse mit Gelegenheitsarbeiten durch, bei denen ich auch mal den Weg von Theus verlassen musste. Dabei lernte ich auch die weniger noblen Bürger von Charousse kennen. Anfangs war ich darüber schockiert, was für extreme Unterschiede es doch zwischen den Bevölkerungsschichten gab, und wie sehr die Armen leiden mussten. Dabei dachte ich damals im Kloster, es ginge mir schlecht- aber das war wahrlich kein Vergleich. Aber wie hätte ich es auch beurteilen können? Ich kannte ja nur das Leben innerhalb des Klosters. Und so beschloss ich, den Armen zu helfen, so gut es eben geht. Ich gab ihnen etwas von dem ab, was ich auf den verlassenen Pfaden von Theus gefunden hatte. Und diese Pfade wurden mit der Zeit immer ausgedehnter...Ja, das Geschäft lief gut, u.a auch deshalb weil ich ein paar Sachen im Hafen unter der Hand verkaufen konnte.
Seit dem Vorfall im Kloster waren mittlerweile 4 Jahre vergangen, als an einem Mittwoch, als ich gerade für Agnes betete ein etwas älterer Mann in meine bescheidene Holzhütte am Charousser Hafen eintrat. Mittlerweile verkaufte ich dort auch für gewisse Leute gewisse Gegenstände. Er sah sich um, und entschied sich eine bronzene Statue, die er aber nicht bezahlen konnte. Er schlug mir einen etwas zweifelhaften Tauschhandel vor, indem er mir lediglich anbot, er hätte einen Auftrag für mich...ich hörte mir an, was er vorzuschlagen hatte...und ging letzten Endes dankbar auf das Angebot ein. Denn dadurch kam ich nicht nur  endlich mal weg von Charousse; nein; der Mann schenkte mir im Laufe der Zeit auch einen Falken und lehrte mich, mit ihm umzugehen. So fuhr ich über die Meere, um auch andere Länder Theas zu bereisen. Sprachschwierigkeiten hatte ich dank der Sprachkenntnisse, die ich im Kloster erworben hatte, nicht. Der Klosteraufenthalt war also doch noch für irgendetwas gut. Allerdings erinnert mich das Wort Kloster immer an Agnes...
Ich weiß nicht einmal, wo sie beerdigt ist.
Aber eines weiß ich: Der Tag der Rache, an dem ich meine Unschuld beweise, wird kommen!

Charakter/Aussehen: Laurent ist 24 Jahre alt und ca. 1,75 groß. Er hat kurze, schwarze Haare, und trägt im Gesicht einen kräftigen Bart, der auf den zweiten Blick etwas unrasiert erscheint. Obwohl das Haar kurz ist, macht es einen eher zersausten Eindruck. Ein schwarzes Leinenhemd und eine schwarze, dünne Hose samt Gürtel kommen unter dem dunkelbraunen Mantel zum Vorschein, den Laurent anhat. Seine Kleidung hat den Anschein mehr Arbeits – als Festtagskleidung zu sein. Der Bart, sein dunkelbrauner Mantel und ein leicht zermürbendes Gesicht lassen Laurent älter erscheinen, als er eigentlich ist. Für einige Leute hat Laurent sicherlich von der Ferne aus betrachtet ein leicht schäbiges Aussehen. Um den Hals trägt er ein kleines Amulett, an der linken Hand hat er einen braunen Handschuh, auf dem sich sein Falke niederlässt. Einen Degen sucht man bei Laurent vergebens. Wenn man Laurent trifft, dann blickt man in das Gesicht eines jungen durchaus trainierten Mannes, der zu allem entschlossen scheint, und wohl nicht so leicht zu überzeugen ist. Laurent ist ein eher zurückhaltender Mensch. Das liegt nicht daran, dass er schüchtern wäre, sondern viel eher daran, dass er ein gesundes Misstrauen an den Tag legt, und nicht gern mit Leuten redet, die er nicht kennt.
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Spielleiter aus und der Leiden()schaf(f)t.

Ice cream man

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Re: Spielercharaktere
« Antwort #13 am: 10.01.2005 | 23:25 »
Giuseppe Medice - Fechter, Gelehrter und Schöngeist ;D

Geschichte

Seit frühester Kindheit war Giuseppes Leben von Widersprüchen geprägt worden. Der orpulente Luxus der im Elternhaus herrschte stand im harschen Widerspruch zu dem mit Arbeit überfrachteten Leben, welches er und seine Geschwister führen mussten. Sein Vater hatte den gesellschaftlichen Aufstieg der Familie in großen Schritten vorangetrieben. Er glaubte daran, dass nur Leistung und Fleiß allein den Erfolg der Familie auf Dauer sichern konnten. Und La Familia geht den Vodacce über alles. Seine Kinder sollten nicht so degeneriert und faul werden wie die der Herren denen sie dienen würden. Als Ärzte im Dienste der Familie Villanova gehörten die Medici schon seit jeher zu den Vertrauten der Fürsten. Aber erst in den letzten Jahren hatte die Familie ihren Status wesentlich verbessert.
Giuseppes Großvater hatte dem Fürsten Villanova mit einem Trank zu den ersehnten erben verholfen. Seitdem war der Stern der Medici am Himmel über Dionna aufgegangen. Als Giuseppes Vater schließlich allein eine Kolik des Lieblinspferdes von Fürst Giovanni heilen konnte (deren Ursache er selbst gelegt hatte) und einen Cousin des Fürsten nach einem Duell das Leben rettete, wurde der Vater mit einer niederen Angehörigen einer mit den Villanovas verwandten Adligen verheiratet. Dies geschah um den treuen Arzt zu belohnen und die Familie (die Sforzas aus dem Festland Gebiet der Villanovas) zu demütigen. Die Sforzas waren nach Fürst Giovannis Urteil etwas zu mächtig und selbständig geworden. Der soziale Abstieg durch die Heirat mit einem Nichtadligen kam da gerade recht. Die dunkle Schicksalshexe und der Arzt führten dementsprechend keine glückliche Ehe. Die Mutter ließ die Kinder stets spüren, dass sie minderwertig seien. Der Vater war oft abwesend um die Villanovas zu betreuen und wenn er zu Hause war, war er eher Zucht- und Lehrmeister als Liebevoller Vater.
Im wesentlichen auf sich allein gestellt, begannen die Kinder die Zuneigung der Eltern durch geschwisterliche Bande auszugleichen. Insbesondere Stefania als älteste Tochter und Giuseppe als zweitältester übernahmen eine gewisse Elternrolle für die anderen. Dadurch, dass sie in der Verantwortung standen, wurde das Verhältnis der beiden noch enger. Von daher war es ein schwerer Schlag für Giuseppe als eines Tages die dunkle Begabung entdeckt wurde, welche die Schwester von der Mutter geerbt hatte. Von da an wurde Stefania von den anderen Kindern getrennt und nahm nicht mehr am gemeinsamen Unterricht teil. Giuseppe tat sein möglichstes um der Schwester in der wenigen gemeinsamen Zeit die vorenthaltene Bildung näher zu bringen, doch die Schwester wurde zu stark bewacht. Die grausame Bestrafung der beiden durch die Mutter ließ in Giuseppe den Wunsch wachsen das Elternhaus zu verlassen. So bemühte er sich seinem Vater nachzueifern und wurde bald an die Dionna Universität gerufen um dort Medizin zu studieren. Doch auch dort wurde es nicht besser. Im gleichen Haus wie Giuseppe wohnten einige Sforzas, die Giuseppe als unreinem Bastard das Leben zu Hölle machten. Die Situation besserte sic erst, als Giuseppe einige Freunde, darunter einen gewissen AlbertoVillanova (eine unbedeutender entfernter Verwandter aus einem machtlosen Nebenzweig der Familie), gemacht hatte – und den Sforzas gezeigt hatte, dass man ihm am besten nicht alleine über den Weg lief. Eines Tages trieben die Sforzas es jedoch dennoch zu weit. Als Giuseppe von einer Sektion nach Hause kam, fand er seinen treuen Hund gevierteilt in seinem Zimmer vor. Er schwor bittere Rache. Noch am gleichen Abend begann er die Speisen der Sforza Abkömmlinge mit einem nicht tödlichen Gift, welches zu Übelkeit und Wahnvorstellungen führte zu versetzten. Dies konnte natürlich nicht unerkannt bleiben. Darauf hatte Giuseppe jedoch nur gewartet – schließlich hatte er seit Beginn seines Studiums mit dem befreundeten Villanova Fechtunterricht genommen. Als die absehbare Forderung der Sforzas eintraf lächelte Giuseppe nur kalt. Er war vorbereitet, was die anderen nicht mal ahnten. Das Duell wurde jedoch verschiedenen Stellen bekannt. Dem Dekan der medizinischen Fakultät und Luca Villanova, einem Meister der Villanova-Schwertkampfschule. Beide eilten mit Gefolge zu dem vereinbarten Kampfplatz. Der eine um das Duell zu verhindern, da er befürchtete einen äußerst begabten Studenten zu verlieren, der andere um einen solchen zu finden, da der Fechtlehrer, bei dem Giuseppe und sein Freund trainierten diesen aufgrund seines Geschick und seiner fantastischen Reflexe empfohlen hatte. Beide Seiten trafen auf dem Fechtplatz ein, als das Duell bereits angefangen hatte. Noch ehe jemand einschreiten konnte, wurde der arrogante Sforza von Giuseppe überlistet. Indem er vorgab mit dem Rapier überfordert zu sein, verleitete er den Gegner zu einem völlig überstürzten Ausfall, den er mit einem Manöver konterte, welches er später als Stop-Thrust kennen lernen sollte. Die Wunde war nicht tödlich, das Duell aber entschieden. Der Meister der Villanova Schule war von Geschick Giuseppes ungleich mehr begeistert, als der Dekan. Und so kam es, dass Giuseppe seine Studien an der Universität bereits mit 16 beendete und die Laufbahn des Akademikers mit der des Fechters tauschte. Sein Vater war wenig begeistert von der Idee, konnte jedoch dem Wunsch eines Villanovas nicht widersprechen.
Noch ein andere war von dem Vorfall angetan. Der Villanova mit dem Giuseppe Fechtunterricht genommen hatte. In diesem reifte der Entschluss, sich des begabten Jungen für die eigenen Zwecke zu bedienen. Ein Gelehrter und Arzt, der mit der Klinge umgehen konnte, würde einen vortrefflichen Diener abgeben. Heimlich beschloss er Giuseppes Kariere zu fördern. Als Giuseppe die Schwertkämpferausbildung zwei Jahre später beendet hatte, meldete sich der Freund aus Studientagen wieder. Froh nicht wieder in die Fänge seines Vaters zu geraten, nahm Giuseppe dessen Angebot auf seinem Landgut als dessen Rechte Hand zu fungieren, an. Dies brachte ihn zwar wieder in die Nachbarschaft der Sforzas, aber das konnte Giuseppe nicht bekümmern.
Nach einem halben Jahr beschloss der Villanova Giuseppe einer Feuertaufe zu unterziehen. Würde der junge Mann einen Mord für seinen Herren begehen und sich so auf ewig an seinen Herren binden? Der Villanova plante voraus. Er gab zwei vertrauten Killern den Auftrag Giuseppe zu beobachten und im Falle des Versagens zu täten und wählte ein Opfer aus. Hierbei unterlief ihm jedoch ein gewaltiger Fehler. Er ging davon aus, dass Giuseppe alle Sforzas hasste und gab ihm den Befehl, den Besitzer des benachbarten Gutes im Zweikampf zu töten. Als Giuseppe jedoch an dem Landgut ankam, traf er dort nur auf den einzigen Sforza, den er je geliebt hatte. Auf einem der wenigen Familienfeste, auf dem die Medici eingeladen wahren, hatte Giuseppe seine entfernte Kusine Maria gesehen und sich sofort hoffnungslos verliebt. Seine Bemühungen mit der ebenfalls sehr interessierten Maria zu tanzen und Zeit zu verbringen, führte zu einer Schlägerei mit dem Adligen, welchem Maria versprochen war - der Abend endete im Eklat und die Medici waren bei den Sforzas unten durch. Von Maria erfuhr er, dass sie sich an ihren Mann gewöhnt hatte und dieser kein schlechter Mensch sei. Ihre Ehe sei, obwohl arrangiert, sehr glücklich. So saßen noch länger zusammen, auch nachdem sie ihre liebreizenden Kinder ins Bett gebracht hatte. Maria war eine sehr liebevolle Mutter. Giuseppe beschloss, zutiefst gerührt, diese glückliche Familie zu schützen. Er verschwieg seinen Auftrag und wollte seinen Herren von der Falschheit seines Anliegens überzeugen. Als er abends das Haus verließ, bemerkte er seine zwei Begleiter. Als diese sich zu erkennen gaben und ihn auf seinen Auftrag ansprachen, berichtete er ihnen, dass der Hausherr nicht anwesend war. Er habe vor nach Hause zurückzukehren.
Giuseppe ritt los, kam aber nicht weit. Als er sich erneut umblickte, sah er Rauch über dem Anwesen aufsteigen. Mit einer schrecklichen Ahnung eilte er zurück. Die Handlanger seines Herren hatten das Haus in Brand gesetzt und warteten mit gezückten Waffen auf diejenigen, welche das Haus verlassen würden. Ohne nachzudenken rief Giuseppe laut eine Warnung heraus und griff die beiden an. Dies war sein bisher schwierigster Kampf. Seine Gegner, obwohl keine Schwertkämpfer wussten was sie taten und kämpften ohne Skrupel. Die Sorge um Maria und ihre Kinder verlieh Giuseppe jedoch übermenschlich Kräfte. Ohne auf die Angriffe zu achten hieb er die Schurken nieder und stürmte in Haus. Er fand Maria bei ihren Kindern. Er warf sich die beiden über die Schulter und stürmte hinaus. Maria folgte ihm dicht. Als er die Tür erreichte, wurde die Gruppe von einem herabstürzenden Balken getroffen und Giuseppe verlor das Bewusstsein.
Als er wieder zu sich kam, lag er in einem Hospital. Ein man in einem merkwürdigen Gewand mit einer Rose darauf versorgte ihn. Er gab ihm einen Brief von Maria. Diese hatte den Brand zusammen mit ihren Kindern überlebt, was allein ihm zu verdanken war. Da sie den Zorn ihres Mannes fürchtete hatte sie einen Gefallen bei den Rittern von Rose&Kreuz eingelödt, damit sie ihn pflegten. Ihr Mann dürfte jedoch nie erfahren, dass er sie gerettet habe, also sage sie ihm Lebewohl.
Während der langen Zeit der Gesundung sprach Giuseppe viel mit den Rittern und stellte zum ersten mal fest, dass es im Leben um mehr gehen kann als um Macht und Gewalt. Er erkannte auch, dass der Herr ihn und seinen törichten Hass nur missbraucht hatte. Angewidert von dem was seine Landsleute das große Spiel nannten Schrieb er einen Brief an seinen „Herren“. Darin vergab er ihm seine Sünden, kündigte ihm jedoch die Gefolgschaft auf. Daneben enthielt der Brief noch einmal eine Warnung Maria und ihre Familie unbehelligt zu lasten, mit einer sehr detaillierten Schilderung der anderenfalls drohenden drastischen Konsequenzen. Giuseppe jedoch hatte seinen Herren unterschätzt. Drei Nächte später wurde das Ordenshaus angegriffen und drei Ritter starben. Obwohl kein Beweis erbracht werden konnte, wusste Giuseppe wer die Angreifer war. Um die edlen Ritter nicht der Gefahr auszusetzen, beschloss er das Kloster zu verlassen. Da er in Vodacce niemals seiner Haut sicher sein konnte, plante er über die Grenze nach Eisen zu gehen, wo die Macht der Villanovas begrenzt ist. Zuvor musste er jedoch sicher sein, dass es Maria gut ging.
So begann er sieh zu suchen und sich auf seine Reise vorzubereiten. Als er innerhalb einer Woche drei Anschläge auf sein Leben nur dank seiner blitzschnellen Reflexe verhindern konnte wurde ihm klar, dass er die Häscher nur zu Maria selbst führen würde. Also begab er sich noch einmal zu den Rittern um dort eine Nachricht für sie zu hinterlassen. Danach verschwand er im Schutze der Nacht in einer Höhle fühlte er sich für einige Tage sicher. Endlich fand er die Zeit, die Konsequenzen seines Handelns zu überdenken. Er hoffte nur der Villanova würde seinen Zorn nicht an seiner Familie oder an Maria auslassen. Wie dem auch sei – ihm waren die Hände gebunden. Er war nicht mächtig genug um es mit Alberto aufzunehmen. Sein Vater würde sich und seine Familie schon durch seine Nähe zum Fürsten zu schützen wissen. Sie wollten bestimmt sowieso nichts mehr von ihm Wissen. Nun ja wenn etwas Zeit vergangen wäre, würde er versuchen Stefania zu erreichen. Und Maria? Für ihren Schutz musste einstweilen ihr Mann sorgen. Dieser hatte ja auch die Feindschaft mit Alberto verschuldet. Nein – er würde nicht abrücken von seinem Pfad der Rechtschaffenheit. Auch wenn dieser gefährlich war, bedeutete er doch die einzige Lösung. Wenn nur nicht die Bedrohung der anderen wäre, er würde für seine Ideale jederzeit sterben. Es gab nur einen Weg. Er musste mächtig werden. Mächtig werden und dabei rechtschaffen bleiben. So mächtig, dass er seine Geschwister und alle die ihm nahe stehen beschützen kann. Ja er würde nach Vodacce zurückkehren und alle retten, die seines Schutzes bedürften. Vor allem wollte er seinem ehemaligen Herrn das Handwerk legen. Er brauchte nur etwas Zeit um sich vorzubereiten. Zeit und Ruhe. So brach er auf und verließ die Höhle.


Erscheinung:

Giuseppe ist jung (19) und ca. 172 cm groß. Er kleidet sich nach der Mode Vodacces vornehmlich in dunklen Tönen mit einem weißen Hemd. Das Hemd und sein Wams trägt er gerne offen. Auf der Brust prankt ein vergoldetes vaticinisches Kreuz. Er trägt leichte Lederstiefel, enganliegende Stoff- oder Lederhosen und ein ledernes Wams mit Pluderrämeln, die geschlitzt sind (alles schwarz). Er trägt ein Rapier mit einem italienischen Griff und ein Stilett auf dem Rücken am Gürtel. Er hat keinen Bart und kurze Haare mit einem längeren Pony, den er mit duftendem Rosenöl kämmt. Er sieht überdurchschnittlich gut aus. obwohl er dunkle Haut und shcwarze Haare hat sind seine Augen sehr hellgrau.

Charakter:

Giuseppe ist ein sehr freundlicher, fröhlicher junger Mann der gerne singt und immer galant zu den Damen ist. Wenn nicht gerade seine dunkle Phase über ihn hereinbricht. Dann ist er paranoid, fühlt sich verfolgt und von jedem bedroht. Er ist ein guter Kerl, der vom "großen Spiel" etwas versengt wurde. Je nach Tagesform begrüßt er fremde mit Herzlichkeit und großem Interesse oder mit krankhafter Vorsicht.
« Letzte Änderung: 1.03.2005 | 16:56 von Ice cream man »

Dion

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Re: Spielercharaktere
« Antwort #14 am: 31.01.2005 | 13:27 »
[Alwyn Mac Lachlan - Reisender und Suchender]
Nicht viel aber das natürlich so gewollt *gg*

Auf den ersten Blick ein Vagabund, ein ruheloser Geist, der sich durchs Leben schlägt. Doch hat er ein Ziel welches all seinem tun zugrunde liegt. Das Ziel liegt hinter dem Horizont, über den Meeren, im  fernen Vodacce. 
Obwohl er kaum Geld zur Verfügung hat, legt er viel wert auf ein gepflegtes Äußeres. Seine dunklen Haare sind kurz bis Kinnlang. Sein Gesicht ist fast ein wenig zu feminin geschnitten für diesen rauen Kerl, den er Fremden gegenüber gerne gibt. Seine ganze Gestalt wirkt ein wenig zerbrechlich, wobei man sagen kann, das Alwyn Körperlich nicht durch große Kraft glänzen kann oder mag. Er fällt eher durch seine Unauffälligkeit und sein Geschick auf. Seine geschmeidigen Finger haben schon viele Dinge umgelagert.

.........
„Ihr fragt mich nach diesem Herumtreiber Alwyn? Nun Fremder ein Gläschen Schnaps wird meine Zunge schon lösen.
..........
Was soll ich euch über ihn erzählen. Er schlägt sich hier mit Gelegenheitsarbeiten durchs Leben. Wenn ihr mich fragt, sind die nicht alle Legal, aber das wisst ihr nicht von mir.
..........
So unscheinbar wie er sich gibt, fällt er auch meist nirgends auf. Als er neulich wie aus dem nichts plötzlich neben mir stand, uhh eigentlich erschreckt mich ja nichts so leicht, aber da war sogar ich überrascht.
..........
Über seine Vergangenheit weiß eigentlich keiner etwas. Aber man munkelt, das es den Clan Mac Lachlan gar nicht gibt. Also wenn ihr meine Meinung hören wollt, ....... ja?  Also entweder hat er sich den Namen nur ausgedacht um sich zu verstecken, oder es gibt seinen Clan einfach nicht mehr.
.........
Was das heißt? Na wo kommt ihr den bloß her Fremder?  Habt ihr noch nie von verfeindeten Clans gehört, die sich bis auf das Blut bekämpften? Solange bis nur noch eine der verfeindeten Gruppen übrig blieb?   
.........
Wie ich darauf komme? Na hört mal. Das weiß doch wohl jeder hier, das er schon seit Monaten versucht auf irgendeinem Schoner anzuheuern. Meint ihr nicht das man daraus schließen kann, das er möglichst viel Gebiet zwischen sich und werweiß wem bringen will?
.........     
Er sprach oft von Vodacce, als wenn dort jemand auf ihn warten würde.
Was interessiert euch eigentlich sosehr an diesem Herumtreiber?
.........
Ach, er hat bei euch angeheuert? Na dann viel Glück. Passt auf eure Brieftasche auf Fremder.
Wenn ihr seine Finger im Auge behaltet, sollte er euch keine Schwierigkeiten machen. Wenn er für mich etwas erledigt hat, gab es nie einen Grund zur Beanstandung. Solange die Bezahlung passte.
.........
Euch auch einen guten Tag Fremder.“
« Letzte Änderung: 31.01.2005 | 13:33 von Tunichtgut »

Rodriguez

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Vasco Rodriguez de Zepeda del Castillo
« Antwort #15 am: 16.10.2005 | 21:21 »
Vasco Rodriguez - Söldner, Tagelöhner, Duellist

Aussehen:
Rodriguez hat schulterlanges, recht ungepflegtes braunes Haar. Welches für gewöhnlich mit einem einfachen Lederband zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden ist. Er trägt einen kurzen schwarzen Oberlippenbart.
Seine Augen sind die eines junges idealistischen Castilliers der noch nicht allzu viel von der Welt gesehen hat.
Über seinem durchtrainierten Oberkörper trägt er ein wohl ehemals weißes Leinenhemd, welches schon einige Flicken aufweist und schon wahrlich bessere Tage gesehen hat. Darüber trägt er eine einfache lederne Fechtweste die in einem etwas besseren Zustand ist als das Hemd. Des weiteren trägt er ein rotes Halstuch auf dem das castillianische Wappen aufgestickt ist. Das Halstuch verdeckt in der Regel die Kette mit daran befestigtem Medalion, welches wohl zum aufklappen ist.
Er trägt eine alte abgerissene Lederhose die im demselben Zustand ist wie sein Hemd. Einfache lederne Stiefel vervollständigen diese doch recht abgerissene Gestalt.
Um seine Hüften trägt er einen einfachen Schwertgurt dessen Gürtelschnalle dem Symbol der Aldana - Schwertmeisterschule nachempfunden ist.
Das Schwert welches er trägt passt ganz offensichtlich nicht zu seinem Träger. Eine mit mancherlei Verzierungen und edlen Steinen geschmückte Prunkwaffe, welche dieser abgerissene Zigeuner wohl irgendwann jemandem entwendet haben muss.
Möchte man meinen...
Sein Akzent lässt sich von kundigen Personen als für Zepeda typisch charakterisieren.

Charakterliches:
Da noch jung an Jahren und mit sicherheit nicht viel in der Welt herumgekommen, ist Rodriguez doch noch etwas Naiv was seine Weltsicht anbelangt. Auf der Schwertschule lernte er den Code of Chivalry kennen... auch wenn viele seiner damaligen Klassenkameraden diesen als altmodisch und absolut nicht mehr Zeitgemäß ansahen und diesem keine weitere Beachtung mehr schenkten, so konnte das Rodriguez nicht von sich behaupten! Nach längeren und eingehenden Gesprächen mit seinem damaligen Lehrer, war für Ihn eins klar:
Er würde an diesem 'altmodischen und absolut nicht mehr Zeigemäßen' Code festhalten!
Rodriguez ist kein Mensch vieler Worte. Noch ist er einer der gebildetsten, ob wohl er des Lesens und Schreibens mächtig ist.
Seiner Meinung nach sprechen Taten mehr als Worte.
Weswegen er auch nur allzu gerne bereit ist sich für diejenigen Einzusetzen die sich nicht selber helfen können. Auch würde er sich jederzeit ohne mit der Wimper zu zucken gegen eine scheinbar unüberwindliche Übermacht stellen um zu helfen oder seinen Prinzipien treu zu bleiben!
Den wofür hat ihm Theus das Geschick mit dem Schwert in die Wege gelegt? Wenn nicht um die Schwachen zu schützen und aus der Welt einen besseren Ort zu machen?

Offline Rénard

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Name:  Rénard Vivienne Gaulle Dul Motte, Marquise de Malpanquet
Familie:         
Eltern:    Majarié Marie geb. Allais du Crieux (48)*
           Jean Luc Francois Gaulle dul Motte (51)

Geschwister:
Georgette Deneuve (26, P) - verheiratet mit Armand Praisse du Rachetisse
Henri Francois (25, +P) - kam bei der Erforschung von Geistern vor drei Jahren ums Leben
Irene Marie (24, P) – verheiratet mit Remy Jusbert Ètalon du Toille
Lydia Giselle (23, -P) – verheiratet mit Jacques Riché du Paroisse
Phoebe Maerlene (21, --P) – verlobt mit Pascal Leveque d’Aur
Jerôme Frederic (17, P) – dient als Soldat im befreiten Castillien
Rénard Vivienne (17, +P)

Rassse:   Mensch   
Kultur:         montaignisch
Profession:     Portémagierin und gute Seele   
Stand:             Adel   
Familienstand:ledig   
Gesinnung:     Gut   
Geschlecht:     weiblich   
Alter:               17  (geboren am 09. Septimus )
Grösse:           1,61 m   
Gewicht:          51 kg   
Haarfarbe:       hellblonde   
Augenfarbe:    blaue Augen   
Aussehen:      sehr hübsch, zierlich Gestalt, Wespentaille
   

Familiensitz :
Schloss Malplanquet (liegt im Süden der Bascone), eher eine alte Burg als ein Schloss
Der gesamte ’Clan’ der Gaulle dul Motte nimmt an den Aktivitäten bei Hofe nicht teil. Man zahlt seine Steuern an L’empereur und wird von ihm in Ruhe gelassen. In ganz Bascone forscht man nach Geistern und Erscheinungen. Die Wahrscheinlichkeit, hier auf Geister zu treffen ist höher als irgendwo sonst in Montaigne. (sh. Montaigne S.26f und Spielleiter Handbuch )
Rénard hat ein liebenswertes, hilfsbereites Wesen. Wie alle Adeligen in Bacone hat sie kein Problem mit dem einfachen Volk sich an einen Tisch zu setzen. Schon als Kind, als sie bei der Familie ihrer Mutter auf Besuch war, entfleuchte sie ihrem Kindermädchen, um lieber mit den Kindern der Dienerschaft zu spielen, als mit den eingebildeten und hochnäsigen Cousins und Cousinen.
Wie es üblich ist beim basconischen Landadel, so übernimmt die Dame des Hause es sich um die Gesundheit des Gesindes zu kümmern, in diese Kunst wurde Rénard eingeweiht.
Sie hat einen eigenen Kopf! Wenn sie sich entschlossen hat etwas zu tun, dann tut sie dies auch mit Konsequenz, auch wenn dies ihr zum Nachteil gereichen kann. Freunde lässt sie nie im Stich! Ihre Loyalität gilt ihre Familie! Ihr Zwillingsbruder, Jerôme, ist für sie ein Held. Er kämpft für König und Vaterland, verkörpert so einen Helden aus den Märchen und Legenden. Die beiden haben eine starke Bindung.

09.09.1651 - Geburt von Rénard Vivienne als 7. Kind auf Schloss Malplanquet geboren.
23.10.1661 - Taufe der vaticcinischen Kirche erhalten. Taufgeschenk von ihrem Bruder Henri      Francois ist ein Kreuzanhänger.
12.07.1665 -  Der ältere Bruder, Henri Francois kommt bei einem Unfall bei der Erforschung von Geisterwesen ums Leben. Ein Diener hatte versehentlich die Spiegel verschoben und so den Geist frei gesetzt. Aus Trauer über den Verlust, werden alle Fenster für 6 Monate verhangen.
03.06.1666   Debütantenball am Hof der Familie du Crieux; Verlobung mit Armand du Plessier (glühender Anhänger der vaticinischen Kirche)
Frühjahr 1668    Rènard macht sich auf die Suche nach ihrem Zwillingsbruder Jêrome Frederic der seinen Dienst in der montaignische Armee
Bei Ihrer Suche kommt sie nach Porta Serafina. Die Wirren des Kieges ließen einige Besucher eines Restaurants ihre gute Erziehung und Gastfreundschaft vergessen. Rénard geriet in arge Bedrängnis und wäre nicht Mon. Jean ihr zu Hilfe geeilt, der das 'Mütchen' einiger schnell gekühlt hatte, es hätte das Ende ihrer Reise sein können. Seine Hilfe war damit nicht am Ende angelangt, galanterweise versprach er ihr Hilfe und verwandte sich für sie in einem Schreiben an einen seiner Freunde. Eine Geste, die Rénard sehr zu schätzen wußte.

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Re: Spielercharaktere
« Antwort #17 am: 2.07.2007 | 22:01 »
Vindal Torgasson

Vindal wuchs als Einzelkind einer Vendel und eines Vesten auf. Sein Vater war ein Walfänger, der Vindal schon im frühen Kindesalter mitnahm zur Waljagd. Schon damals hatte es die Familie nicht einfach, ein Vesten der mit einer Vendel verheiratet war war nicht unbedingt gerne gesehen. Obwohl seine Mutter eine Vendel war konnte er nie so recht verstehen&nachvollziehen warum die Vendel so sind wie sie sind. In den späteren Jahren immer weniger.Er fuhr mit seinem Vater zur Waljagd, oftmals auch gegen den Willen der Mutter. Sein Vater wollte unbedingt, dass er später mal den Walfang und das kleine Geschäft übernehmen würde. Bei diesen Waljagden versprach er seiner Mutter immer, ihr etwas mitzubringen- ein Zahn, eine Muschel, eine Alge...Vindal machte alsbald ein Halsband aus den Utensilien und schenkte es seiner Mutter.

Als Vindal 16 Jahre alt war besuchten er und seine Familie seinen Onkel in den Eisenlanden. Bei der Überfahrt wurde das Schiff von Vesten-Piraten angegriffen, und seine Mutter ermordet. Vindal konnte das in doppelter Hinsicht nicht glauben-und er sollte recht behalten. Wie sich etwas später herausstellen sollte, waren die Piraten gut bezahlte Vendel gewesen, die sich als Vesten verkleidet und das Schiff überfallen hatten. Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Vindal schwor, den Tod seiner Mutter zu rächen , und die Schuldigen zu suchen und zu bestrafen. Er würde nicht eher ruhen, bis er sie gefunden hatte!
Geraume Zeit später nahm sich sein Vater eine neue Frau, ebenfalls Vendel, eine die jedoch bereits einen Sohn in die Ehe mitbrachte. Dieser Stiefbruder jedoch war nach Vendel-Art aufgewachsen und erzogen worden, und es gab fortan immer nur Streit zwischen Vindal und seinem Stiefbruder. Dieser legte ihm Steine in den Weg, ärgerte &provozierte ihn, wo er nur konnte. Er schaffte es sogar, dass Vindals Vater ihm mehr Aufmerksamkeit schenkte als Vindal. In Vindal staute sich lange Zeit eine Wut zusammen, aber er hatte von seiner verstorbenen Mutter gelernt, dass man auch mal zurückstecken muss und sich nicht alles mit Gewalt lösen löst.

Im Alter von 22 Jahren reichte es Vindal.
Er hatte endgültig genug von den elenden Querelen zwischen Vendel und Vesten. Er liess sich von ein paar Dorfältesten die Geschichte der Vesten erzählen, und nach dem Motto: „ Früher war alles besser“ machte er es sich zum Ziel, so viele Vendel wie möglich wieder zum alten Glauben zurückzuführen. Sein Vater konnte das anfangs nicht glauben, und hatte schon die Befürchtung, sein Sohn hätte sich zu einem Vendel gewandelt, akzeptierte aber schliesslich die Entscheidung seines Sohnes. Vindal machte sich sehr stark mit dem Glauben&Traditionen seiner Vorfahren betraut und zog dann aus, um als Missionar die Vendel zum alten Glauben zu bekehren. Ferner war er auf der Suche nach den Mördern seiner Mutter, und er wartet immer noch auf eine passende Gelegenheit, die Fehde mit seinem Stiefbruder zu beenden-wenn es sein muss ein für alle mal.

Aussehen: Vindal ist ein junger Mann von ca. 1,80 m Grösse, den man vom Alter her auf Anfang 30 schätzen könnte. Tiefbraune Augen zieren sein Gesicht, das durch ein en blonden kräftigen Vollbart-der an den Wangen mit den Kotletten verwachsen ist-abgerundet wird. Die Haut -insbesondere in seinem Gesicht und an seinen Händen wirkt ziemlich rauh-ganz so, als ob sie etwas zuviel Meerwasser abbekommen hätte. Körperlich wirkt er durchaus durchtrainiert und auch sonst scheint er ein standhafter Geselle zu sein.

Er trägt eine dunkelbraune Tunika, die jedoch schon einige hellbraune Stellen aufweist, und in der sich schon ein paar Algen und Muscheln verfranst haben. Muscheln,Algen, Zähne (von Tieren) finden sich auch auf kleinen Band das er um seinen Hals trägt. Des Weiteren trägt er eine dunkelgrüne Hose und an den Füssen hellbraune Wanderstiefel, die offensichtlich aus Wildleder gemacht sind.
Ausserdem führt einen relativ soliden Wanderstab mit sich.
      
« Letzte Änderung: 2.07.2007 | 22:07 von Blizzard »
Self-Doublemaster:
Spielleiter aus und der Leiden()schaf(f)t.

Dorin

  • Gast
Re: Spielercharaktere
« Antwort #18 am: 3.07.2007 | 09:38 »
so hier mein Charaker..

seine Lebensgeschichte schreib ich hier nicht rein, die kennt ihr ja schliesslich noch nicht, nur eine kurze knackige Beschreibung seiner Person...wird ergänzt wenn mehr über ihn bekannt wird  ;)

Damiano Cessane ist keine besonders aufällige Erscheinung. Ein junger Vodacce von Mitte zwanzig, mit kurzen schwarzen Haaren und sauber rasiertem Gesicht. Seine Kleidung ist castillisch, nicht die allerneuste Mode, aber auch nicht veraltet, an seiner Seite hängt ein Rapier.

Er gehört ein adligen Familie an und hat gerade sein Studium in Castillien abgeschlossen, jetzt befindet er sich auf dem Weg nach Hause. Wenn er an Deck ist, sieht man ihn oft mit einem Stück Papier in der Hand unruhig auf und ab gehen, den Blick auf den fernen Horizont gerichtet, dorthin wo Vodacce auftauchen muss.

Nelly

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Re: Spielercharaktere
« Antwort #19 am: 3.07.2007 | 14:01 »
Name: Oceane Chloe Camille Manon Julie Marine Anais Lucie Madame la Comtesse  de Cars Beauvau La d'Uzès <—- Link zum Charakterbild (mein Avatar ist übrigens Oceane, hab ihn nicht mehr geändert seitdem ich bei Jörg gespielt habe :) )
Alter: 24

Oh, das ist eine so lange Geschichte, meine Familie ist alt und ehrwürdig, eben ein uraltes Geschlecht welches große Namen beinhaltet. Nehmt zum Beispiel meinen Urururgroßvater Marquis Julien Baptiste des Cars Beauvau, er hat sich ganz für sein Land aufgeopfert , ist in Schlachten gezogen von  denen wir nur träumen können und starb letzten Endes durch die Hand seines Feindes. Mein Vater ist in einem Duell gestorben, ehrenvoll wie sein Gegner, sie haben sich gegenseitig getötet, ich habe ihn nie kennen gelernt. Meine Mutter hat daraufhin in die Familie d'Uzès eingeheiratet, seitdem geht es mit unserem Geschlecht den Bach runter. Mein Stiefvater ist ein Spieler und ein Drinker, er hat schon fast unser gesammtes Vermögen verspielt und versoffen, hat meine Mutter und mich geschlagen bis meine Mutter sich selbst umbrachte und ich mit ihrem letzten Segen davonzog. So entkam ich mit den letzten Ersparnissen meiner Mutter, meinem Pferd und alles was ich am Körper und in den Satteltaschen tragen konnte bevor er die Chance hatte mich zu verheiraten.

 Der Unterricht den ich bezogen habe, hat sich bezahlt gemacht, Fechten,
Reiten, Nähen, Stricken, Lesen und Schreiben sowie Klavierspielen könnten ganz
nützlich  sein.
Zwar bin ich die einzige Erbin aber viel wird von meinem Erbe nicht mehr übrig sein wenn das so weitergeht. Des öfteren musste ich mich vor seinen Schergen verstecken und bin ihnen nur mit knapper Müh und Not entkommen.

Aussehen und Charakter:
Oceane hat langes gelocktes Kastanienfarbenes Haar,ihre Augen sind Smaragdgrün und die Wangenknochen liegen hoch, sie hat ein hübsches Gesicht, volle schöne Lippen und eine natürliche Bräunung welches ihr Gesicht jung und frisch erscheinen lässt.
Sie hat die große Statur von ihrem Vater, die Geschmeidigkeit von ihrer Mutter geerbt, wenn man sie als Freund gewinnt dann kann man so manches Pferd mit ihr stehlen und manchen Schabernack mit ihr treiben gehen. Sie ist Kindern gegenüber aufgeschlossen und freundlich hat ein weiches Herz was sie schon öfters mal in  Ärger gebracht hat da sie es nicht sehen kann wenn man Kinder misshandelt, schreitet sie sofort ein, ob sie die Beteiligten kennt oder nicht.

Männern gegenüber hat sie ein gespaltenes Verhältniss, bisher hat sie Männer nur als prügelnde, Rüpelhafte Idioten kennengelernt, und wurde zudem noch von ihrer ersten großen Liebe betrogen und belogen... was sie durch Anselm erfahren musste. Wulfila hatte ihr alle Schandtaten von Anselm erzählt und sie hatte seit dem Angst ihm zu begegnen, was ihr zufällig sogar passierte. Doch Anselm war nicht der Schlächter aus den Erzählungen. Er entpuppte sich als liebevoller Mann und Oceane verlor ganz langsam ihr Herz an ihn. Wenn da nur nicht diese Geschichte wäre... dann könnten beide ein wunderbar glückliches Leben haben... aber leider spielt einem das Leben so manch einen Streich.



« Letzte Änderung: 3.07.2007 | 17:19 von Nelly »

Luthais

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Re: Spielercharaktere
« Antwort #20 am: 22.10.2007 | 19:46 »
Name              : Ricardo Borgia del Falisci
Nationalität      : Vodacce
Profession        : Priester

Familie:
   Vater           : Raphael Borgia del Falisci
   Mutter         : Moriella (Strega)
   Brüder         : Vito Borgia del Falisci (Erbe, verheiratet)
                      : Caesare Borgia del Falisci
   Schwester     : Manuela Borgia del Falisci (Strega, verheiratet)


Äußeres:
Ricardo ist Mitte 20 und er besitzt dunkles Haar und ebensolche Augen. Er trägt einen gepflegten Bart, wobei sich seine helle Haut deutlich abhebt. Man sieht ihm an das er in der letzten Zeit wenig in der Sonne war und viel über Büchern oder Verwaltungsaufgaben gearbeitet hat. Körperlich ist er nicht in schlechter Verfassung, aber er könnte es durchaus vertragen etwas mehr Bewegung zu haben. Die Narbe an seinem linken Unterarm ist noch deutlich zu erkennen, sollte der Ärmel seiner Kleidung verrutschen.

Hintergrund:
Ricardo ist der dritte Sohn von Raphael Borgia einem Adligen aus einer Seitenlinie der Falisci-Familie. Seine beiden älteren Brüder sind beide noch am Leben, zwar ist Caesare das schwarze Schaf der Familie, aber das heißt nicht, das er von der Erbfolge ausgeschlossen wurde und so stehen zwischen Ricardo und dem Erbe nicht nur seine beiden Brüder sondern auch noch seine Schwester.
Für einen jüngeren Sohn gibt es nicht viele Möglichkeiten entweder eine militärische Ausbildung oder der Klerus. Da die militärische Ausbildung seinem Bruder Caesare nach der Aussage seines Vaters nicht gut getan hatte schied diese also aus.
Das man nur diese Alternative in betracht zog bedeutet nicht, das Ricardo keine Ahnung von den Geschäften der Familie hat, sondern das man dafür sorgen wollte, das er später auch in der Lage sein würde für eine eigene Familie zu sorgen beziehungsweise die Familie zu unterstützen.
Für Ricardo begann seine Ausbildung an der Universität von Dionna , allerdings nicht nur im Bereich der Theologie sondern auch der allgemeinen Wissenschaften. Doch über seinen Studien vernachlässigte er es nicht sich auch in der Schwertkunst zu üben, den wie sagt man, selbst der nicht das Schwert führt, der kann dadurch umkommen.
Während des Studiums machte er einen Ausflug in die Umgebung und beobachtete wie sich eine Familie auf einer kleinen Parzelle eines Weinbergs abrackerte und man ihnen deutlich die mangelhafte Ernährung ansah. Würden sie so weiterarbeiten würden bald die jüngsten und ältesten von ihnen an Entkräftung sterben. Das konnte sich nicht der Wille Theus sein, vor allem da Ricardo wusste welche Mühe die Arbeit in einem Weinberg darstellt und so teilte er seine Mahl mit ihnen und kümmerte sich um die Verletzungen der Kleineren. Aber er wusste dass das wenige hier keine Hilfe war sondern nur das Leiden verschlimmern würde und so machte er sich auf zu einem in der Nähe lebenden Bauern und kaufte dort zwei Ziegen und auf dem Rückweg auch noch Mehl. Mit diesem Grundstock sollte die Familie in der Lage sein die Entkräfteten wieder auf zu päppeln. Bald erreichte er die Familie wieder und diese waren sehr überrascht den jungen Herrn so bald wieder zu sehen, vor allem da er ihnen auch noch diese Gaben mitbrachte. Als er sich dann von der Familie verabschiedete, überreichte er der Mutter noch einen kleinen Beutel mit der Hälfte seiner restlichen Barschaft, auf das sie ein leichtes Polster hätte für den Notfall. Doch die Familie wollte ihn nicht so einfach ziehen lassen und drängte ihn dazu eine der Töchter als Dienerin mit zu nehmen. Wie sollte er sich da verhalten, er hatte der verarmten Familie geholfen und diese wollte sich auf ihre Weise erkenntlich zeigen, also erklärte Ricardo sich damit einverstanden.
Kaum hatte er sein Studium beendet legte er sein Gelübde ab und bekam eine Gemeinde zu geteilt. Das es sich bei der Gemeinde um eine wohlhabende handelt, konnte sicher nur Fügung sein und ließ sich bestimmt nicht auf die Einflussnahme seiner Familie zurückführen, obwohl ja ein Falisci unter den Kardinälen weilt. Der nächste Schritt auf seiner Karriere war dann die Würde eines Monsignores, den warum sollte man auf dem niedrigen Range stehen bleiben wenn etwas Geschick und etwas Glück dafür sorgen konnte das man aufstieg.
Man muss sagen in Ricardo brennt nicht das wahre Feuer eines fanatisch Gläubigen, was aber nicht bedeutet dass er seine Berufung nicht ernst nimmt. Allerdings hat er sich anscheinend auch bei seinen schnellen Aufstieg einen Feind gemacht welcher es darauf anlegte ihn zu einem Duell zu fordern und welcher Vodacce von Ehre lässt so etwas auf sich sitzen, vor allem, wenn man seinen Stammbaum mit dem eines Schweins verglichen hat.
Der Ort für das Duell wurde festgelegt und die Duellanten trafen sich mit ihren Sekundanten. Das Duell hatte kaum begonnen als eine weitere Person auftauchte, sie war dunkel gekleidet und ihr Gesicht von einem Schleier verhüllt, somit war eigentlich klar um was es sich handeln musste, vor allem als Ricardo das Lächeln auf dem Gesicht seines Gegners sah. Doch gerade als es so schien als würde Ricardo über einen Stein stolpern und sein Gegner zu einem Angriff ansetzen wollte, schrie die Frau plötzlich auf und rannte dann auch davon. Diesen Augenblick nutzte Ricardo aus und gewann sein Gleichgewicht zurück. Sein darauf folgender Angriff schickte seinen Gegner zu Boden und verkrüppelte seinen Arm.
Ricardo verzichtete darauf einem wehrlosen den Todesstoß zu setzen, auch wenn man diese vielleicht als eine Schwäche ansehen könnte, aber immerhin ist er ein Mann der Kirche und kennt die Bedeutung von Gnade.



Natürlich hatte diese Duell seine Folgen, vor allem war es nicht ohne Gerede geblieben und so wurde Ricardo zum Bischof gerufen. Diese Begegnung war nicht gerade eine schönsten Erinnerungen für Ricardo, den sie führte zu einem Exil in einem castillanische Kloster. Doch endlich war die Nachricht gekommen, das er nach Hause zurückkehren konnte.



Derbid

  • Gast
Re: Spielercharaktere
« Antwort #21 am: 12.01.2008 | 15:25 »
Name:
             Javier Forja de Gallegos del Castillo
Herkunft:
             Castillien (Gallegos)
Geburtstag:

Alter:
             20
Vater:
             Manuel Forja de Gallegos del Castillo (Waffenschmied Gallegos)
Mutter:
             Carla Forja de Gallegos del Castillo
Geschwister:
             Jose Forja de Gallegos del Castillo (Erstgeborener Sohn verstorben, älterer Zwillingsbruder)
             Marta Armero de Gallegos del Castillo (18, verheiratet)

Aussehen:
  • Dunkel braune fast schwarze schulterlange glatte Haare meist offen getragen
  • Kurzer ordentlichen Pony
  • Dichte schwarze Augenbrauen
  • Dunkle Augen umrahmt von einer runden Brille (nur zur Zierde)
  • Ordentliche Rasur

Kleidung:
  • Schwarze elegante Schuhe
  • Schwarze Socken
  • Schwarze bequeme Hose mit roter und goldener Borte in Form von stilisierten Flammen
  • Weißes Hemd
  • Breite rote Schärpe um die Hüfte (Kummerbund) mit schwarzen und goldenen Stickereien in Form von stilisierten Flammen
  • Schwarze Weste mit roter und goldener Borte in Form von stilisierten Flammen
  • Schwarze Jacke mit roter und goldener Borte in Form von stilisierten Flammen
  • Eleganter schwarzer Hut mit rotem Band mit schwarzen und goldenen Stickereien in Form von stilisierten Flammen
  • Schwarze Handschuhe mit roten und goldenen Stickereien in Form von stilisierten Flammen
  • Schwarzer Umhang mit Kapuze

Die Geschichte von Javier Forja de Gallegos del Castillo

Wo soll ich anfangen meine Geschichte zu erzählen ohne, dass ich morgen noch rede...

Meine Familie wohnt seit wir denken können im Rancho Gallegos und genau so lange hat sie einen Waffenschmied nach dem anderen hervorgebracht. Das ich heute hier sitze und dieses Wissen habe verdanke ich Umständen die ich gerne vergessen würde aber davon später. Geboren am ... als „jüngerer“ Zwilling war ich nicht dazu ausersehen die Kunst des Schmiedens zu lernen. Während mein „älterer“ Bruder von unserem Vater die Kunst des Schmiedens lernte blieb für mich der Haushalt. Ich fand eine seltsame Lust am kochen, denn obwohl ich das Feuer der Schmiede nicht schüren durfte übte es doch eine magische Anziehung auf mich aus. So war ich immer der Erste, wenn es darum ging Holz für ein Feuer im Küchenofen zu holen. Natürlich war mir die Schmiede nicht fremd und in seltenen Fällen war es mir auch erlaubt den Blasebalg zu bedienen. Damit mir die Tage nicht lang wurden beschäftigte ich mich mit meinen gesellschaftlichen Talenten. Ich lernte von meiner Mutter und einer ihrer Freundinnen einiges über Mode und Etikette. Ich fand gefallen daran mich zu kleiden und auch das Spiel der Etikette hatte viel von dem was auch für einen Schmied gilt. Ein unbedachter Fehltritt kann die Arbeit von Tagen oder Wochen zunichte machen. Mein Leben schien in geordneten Bahnen zu verlaufen und ich schien mich daran zu gewöhnen. Bis zu jenem Tag an dem das unfassbare passierte. Jener Tag ist mir nur noch undeutlich im Gedächtnis, aber die Folgen sollten gravierend sein. Es war der ... als mein Vater den leblosen Körper meines „älteren“ Bruders nach Hause brachte, der auf der Strasse von einer Kutsche angefahren worden war. Tag um Tag wachte ich am Bett meines Bruders. Als er tatsächlich zu sich kam sagte er zu mir, ich müsse Vater überzeugen mich als Schmied aus zu bilden. Kaum hatte ich ihm dieses Versprechen gegeben starb mein Bruder, ohne dass ich Vater oder Mutter holen konnte. Es hat mich viel Zeit gekostet meinen Vater dazu zu bringen mich zum Schmied auszubilden aber es ist mir gelungen, und so lernte ich neben den gesellschaftlichen Dingen auch das Handwerk. Es stellte sich heraus, dass ich ungewöhnlich begabt war, was nicht zuletzt auf meinen fast spielerischen Umgang mit dem Feuer zurückzuführen war. Die Zeit verging und ich lernte Tanz, Gesang und Schauspiel. Neben dem Gefecht mit den Waffen, dass ich an der Schwertschule beigebracht bekam übte ich mich auch im Wortgefecht. Beide Disziplinen gefallen mir und eine lebhafte Diskussion ist mir ebenso lieb geworden wir der Klang der Klinge. Als ich der Meinung war genug zu kennen wollte ich mehr sehen als nur das Rancho Gallegos. Welchen Zufällen ich es verdankte, dass die Freundin meiner Mutter eine Reise nach Avalon unternahm und mich nach langen Bitten mitnahm kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall fand ich mich eines Tages auf einem Schiff nach Avalon wieder, voll der Hoffnung dort neues Wissen zu erwerben. Es zeigte sich schnell, dass die Avalonier nicht bereit waren mir ihre Schmiedekunst zu zeigen. Nach ein paar vergeblichen Versuchen musste ich einsehen, dass es aussichtslos war. So blieben mir nur noch die gesellschaftlichen Ereignisse als Kurzweil, und ich übte ich mich in Rhetorik. Die Abende mit langen Gesprächen sind mir noch gut im Gedächtnis, und ich lernte etwas über Philosophie und Schriftstellerei. Am Ende hätte ich beinahe meine jüngere Schwester unerwähnt gelassen, die mit ihrer Schönheit und ihrem Frohsinn viel dafür getan hat mich nach dem Tod meines Bruders wieder auf zu richten. Wo ich heute ohne sie wäre vermag ich mir nur in meinen Albträumen auszumalen. Und nun seht ihr mich vor euch. Ein Mann mit vielen Talenten und ein paar Schwächen ohne die er nur halb so interessant wäre.

Nach diesen Ausführungen nimmt er ein Glas Wein und lehnt sich mit versonnenem Blick in seinen Stuhl zurück...
Ihr fragt mich nach meiner Zeit in Avalon? Dann will ich euch genauer über diese Zeit berichten.

Es hatte mich einiges Zeit gekostet meine Eltern und insbesondere meinen Vater davon zu überzeugen meine Ausbildung in Avalon fortsetzten zu dürfen. Als ich schließlich das Schiff betrat, dass mich nach Avalon bringen würde war ich sehr stolz darauf diese Reise für mich erstritten zu haben. Ich hatte mich vorbereitet und viel über Avalon und seine Bewohner gelesen, aber kein Buch auf Théa kann einen Castillier auf das vorbereiten was ihn in Avalon erwartet. Es ist schon eine seltsame Sache die die Avalonier als Magie bezeichnen. So wie ich es verstehe nutzen sie etwas dass sich Glamour nennt um aus den Heldentaten ihrer Vorfahren Macht zu ziehen. Als wir ankamen begann ich sofort meine Absichten zu verfolgen ein besserer Schmied zu werden. Ein halbes Jahr zog ich durch die Lande dabei wurde ich ein ums andere mal enttäuscht denn keiner wollte mir etwas beibringen was ich noch nicht wusste. Es war eine interessante Zeit in der ich Land und Leute kennen lernte auch wenn ich keine Schmiedekunst lernte. Als ich es schließlich einsah und mich auf die gesellschaftliche Ebene beschränkte wurde mein Leben wesentlich ruhiger. Die Avalonier sind schnell mit der Klinge und ihr Geschick mit den Worten steht dem in nichts nach. Ich lernte etwas über Philosophie, Schriftstellerei und verfeinerte meine Rhetorik. In dieser Zeit machte ich mir auch das Schätzen und Feilschen zu eigen. Dinge die ich in Castillien bisher nur selten brauchte da mein Vater die meisten dieser Dinge zu erledigen pflegte. Ich dehnte meinen Aufenthalt auf drei Jahre aus und erinnere mich noch wie heute an die Umarmung meiner Mutter als ich nach dieser Zeit wieder in mein Elternhaus zurückkehrte.

Wieder schweift sein Blick in die Ferne und ihr seht einen Glanz in seinen Augen den ihr bisher nur selten bei jemandem gesehen habt. Als er wieder ins hier und jetzt zurückgekommen scheint fragt er: „Wisst ihr was ihr wissen wollt?“ Ohne abzuwarten sagt er: „Gut, denn ich wüsste wirklich nicht was es noch zu erzählen gäbe.“
« Letzte Änderung: 28.01.2008 | 19:30 von Derbid »

Offline Rénard

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Spielercharaktere
« Antwort #22 am: 13.01.2008 | 21:49 »
Name: Jazhani bint Nhoura
Rasse: Mensch
Kultur: crescentisch (Jadur-rihad)
Glauben: patika
Profession: K'vrimah (Wirblerin)
Stand: Adel
Familienstand: ledig
Geschlecht: weiblich
Alter: 18 (29. Octavus)
Sternzeichen: Schlange
Größe:1,56m
Gewicht: 47 kg
Haarfarbe: blauschwarz, geht bis über die Hüfte
Augenfarbe: onyxfarbene (’Mandelaugen’)
Gestalt: schlank, zierlich, wohl proportioniert
Bewegung: grazil, anmutig
Schmuck: Ohr-, Nasen- Zehenringe, Arm- und Fußreife, Jadestein im Bauchnabel
Kleidung: landestypische crecentinsiche Kleidung
Gesinnung: gut

Vater: Faris (+40)
Mutter: Amina (+40)

„Meine Geschichte ist nicht schnell erzählt, Fremder, bitte, setzt Euch, bey. Wollt ihr einen kaffe oder einen chai? Verzeiht, Herr, ich habe mich nicht vorgestellt, mein Name ist Jazhani bint Nhourat, ich gehöre dem Volk der Jadur-rihad (Feuerdrachen) an, worauf ich, verzeiht, stolz bin.“ Sie wartete bis der Mann sich gesetzt hatte, schenkte ihm das Getränk seiner Wahl ein, erst dann begann sie mit der Erzählung.

So behütet, wie Kinder in Euren Ländern im Westen gewesen wäre, war meine Kindheit nicht. Meinem Volk ist  es wichtig, das jedes seiner Kinder die Geschenke des Schöpfers und der Mutter des Lebens kennt. Berge, Steppen auch die Freuden des Lebens, wie das Reiten so schnell wie der Wind über eine Steppe, frei wie ein Vogel, was mir viel Freude bereitet hat, was ich gerne zugebe. Aber ich sah auch andere Dinge, Dinge, die vor Fremden verborgen blieben und verborgen bleiben sollten. Anders als mein Volk lassen sie nicht ruhen, was ruhen und für immer in Vergessenheit geraten sollte, folgen dem Ruf der karanlik.

Jazhani lächelte. „Nun nicht alles ist immer nur schön, nicht alles ist Spiel, wie es im ersten Moment scheinen mag. Erwähnte ich schon, dass ich das einzige Kind meiner Eltern bin? Nein? Oh…. Babah hätte gerne einen Jungen gehabt, einer der eines Tages den Stamm führen würde, aber er war ihm nicht vergönnt, er hatte nur mich, eine Tochter. Nein, er liebte mich nicht weniger, dafür, dass ich nur ein Mädchen war, eher das Gegenteil war der Fall, auch wenn er es nicht immer zeigte.“ Für einen Moment schaute sie gedankenverloren zu einem Punkt am Firmament, der unendlichweit weg war. ‚Du ähnelst Deiner ahna sehr Jazhani…’ Die Worte ihres Vaters hallten in ihrem Kopf wider. „Verzeiht, einer Frau, dass sie sentimental ist.“ Ihre Augen zeigten eine Sanftheit, die man nur sehr, sehr selten zu sehen bekommt.

„Nun es ist einige Monate her, dass ein Fremder, sein Name ist Sir Walther Weatherspoon, durch das Gebiet meins Vaters reiste. Ein Forschungsreisender der ein dhima des Al’Aslan in Händen hält ist etwas sehr seltenes. Damals wusste ich noch nicht, dass jener Mann meinem Vater ein Geschenk anbot, das mich aus meiner Heimat führen würde. Aber lasst mich der Reihe nach erzählen. Der Morgen war klar und nichts gefiel mir mehr, als des morgens das Lager zu verlassen. Arjanti trug mich sicher, die Landschaft flog nur so an mir vorbei, hin zu dem kleinen See, den ich so sehr liebe. Es  geschah kurz, nachdem wir dort angekommen waren. Rufe drangen an mein Ohr. Ich sollte an dieser Stelle erwähnen, das ich Männerkleidung trug. Jemand war in Not. Es gab kein Zögern, ich folgte den Rufen. Schließlich war ich so nahe, dass ich glaubte den Rufer gleich sehen, ja berühren zu können und dort war dort nichts als Sand und Fels. Irritiert blickte ich mich um, machte einen Schritt vorwärts. Ein Fehler, der Boden gab unter meinen Füßen nach oder auch nicht, ich kann mich an Details nicht erinnern, landete dann ziemlich ruppig irgendwo unter der Erde. Die Beleuchtung war spärlich. „Wenigstens eine Seele, die sich meiner erbarmt…“ Unter meinem Schleier hätte man ein Lächeln sehen können. „Eure Zunge ist honigsüß, yanvanci.“ Er war zu aufgeregt, dass er mitbekommen hätte, dass ich mich verraten hatte. „Wie kommt ihr hier her?“ Ich deutete zur Decke. „Ich weiß, dass es nicht hilfreich ist.“ Langsam erhob ich mich. “Ihr seid nicht wirklich groß von Gestalt Krieger…“ Der Schreck stand ihm ins Gesicht geschrieben  als ich auf ihn zusprang und zur Seite riss. „…ich wollte Euch nicht …“ Weiter kam er nicht denn wir landeten beide unsanft in einer Nische. Eine große Kugel rollte an uns vorbei. Kaum, dass sie das getan hatte zersprang sie in viele kleine Kugeln. Jede dieser Kugeln hatte ein Maul mit Reißzähnen und Klauen. Schnell bewegten sie sich auf uns zu. Der Fremde schoss mit Pistolen auf diese Monster, ließ dann die Waffen fallen um sein Rapier zu ziehen. Meine Schwerter hatte ich gezogen, stürmte diesen Dingern entgegen, um ihm Zeit zu geben, sein Schwert oder was immer er bei sich trug zu ziehen. 

Wir erwehrten uns ihrer nach Leibeskräften und dennoch, wäre mein melik nicht an meiner Seite gewesen, ich schwöre, das ich die Schwelle zum savasi-bahche überschritten hätte. So aber entkamen wir den Monstren und fanden nach einiger Zeit auch einen Ausgang. Der Fremde schloss sich mir an folgte mir in unser Lager. Unsere Schamanin und der rahib kümmerte sich um unsere Wunden, erst danach wurde er zu meinem Vater vorgelassen.

Er sagte meinem babah dank für seine Rettung, er versprach ihm reichen Lohn, ein Buch aus der Bibliothek Alexias das lange verschollen war, damit er geben konnte, was er versprochen hatte und bat er darum, dass sein Retter ihn begleiten möge. Seine Dankbarkeit war ehrlich, das stand in seinen Augen geschrieben und da war auch kein falsch. Mein Vater stimmte zu, er ahnte nicht, dass der noble ghazi niemand anderes als ich, Jazhani, seine Tochter war. Ehre ist nichts was man leicht nimmt und ein Wort ist ein Wort und steht wie ein Fels, unumstößlich. So also begab ich mich auf die Reise in den Westen. Vodacce war das erste Ziel, hier trennten sich unsere Wege zu meinem Erstaunen. Er schickte mich zu Freunden in Montaigne, einer Familie mit dem Namen Gaulle dul Motte die ihm wohl gesonnen waren, dort würde er mit Nachricht geben, wo ich ihn treffen könnte.
   
„Das also ist meine Geschichte.“ Tief atmete sie durch, der Gast war nur ein Produkt ihrer Fantasie gewesen, nie würde sie irgendjemand auch nur einen Bruchteil ihrer Geschichte erzählen. Sie erhob sich nahm den Brief aus der Schatulle, der heute angekommen war, also war nun ihr Ziel, eine Stadt die Paix hieß.   
« Letzte Änderung: 23.01.2008 | 21:10 von Rénard »

Rothin

  • Gast
Re: Spielercharaktere
« Antwort #23 am: 27.09.2008 | 19:16 »
Der alte Mann am Ecktisch beim Kamin schaut auf und lächelt.
Seine runzlige, wettergegerbte Haut zeugt von einem Leben voller Erlebnisse und Abenteuer.
„Eine Geschichte wollt ihr hören?
Aye, da seid ihr hier richtig und der Grog den ihr mir habt bringen lassen ist ganz nach meinem Geschmack!“
Er setzt den Krug an und nimmt einen tiefen Schluck, dann nimmt er ein Schwefelhölzchen und zündet seine Pfeife an.
„Ja ja, ich bereiste alle 6 Seen Theas, auf der Suche nach der 7ten und glaubt mir, es gibt weniges was ich nicht gesehen habe!
Ich kämpfte gegen Kraken uns blickte dem Leviathan in die Augen. Ihr glaubt mir nicht…mein Junge ihr seid skeptisch und das ist nicht schlecht!
Eure Augen sind wach und euer Geist ist scharf…nun, was wollt ihr hören?
Von den Leviathanen? Der Insel der Syrnether? Nicht?!
Ihr wollt von wem hören…dem Kind der 7en Meere?
Oh ja, ich habe ihn getroffen doch muss ich euch warnen, es ist keine so fantastische Geschichte wie ihr es euch vielleicht erhoff!

Ich war damals auf der AURORE, einem Piratenjäger unter dem Kommando von Francis Collinwood und Charles Broulard, einem Abenteurer und Glücksritter, aber nichts desto trotz einem aufrechten, gutaussehenden Ehrenmann.
Wir waren schon lange gemeinsam zur See gefahren, ein eingespieltes Team, einer Familie gleich und sehr erfolgreich in unserer Arbeit.

Eines Abends, es war neblig und windstill, da bemerkte einer der Matrosen eine Bewegung auf dem Wasser.
Wie es sich herausstellte trieb ein Boot auf uns zu. Wir verständigten Broular und der gab uns Anweisung das Boot einzufangen und heranzuholen.
Als wir dies endlich geschafft hatten sahen wir eine Bewegung im inneren des Bootes, eine wunderschöne junge Frau in schlichten; aber dennoch teuren Kleidern rang mit dem Tode.
In ihren armen hielt sie ein kleines Kind von vielleicht 18 Monaten…
Mr Broulard ordnete an man solle sie in seine Kabine tragen und den Schiffsarzt benachrichtigen.
Er selber trug den Jungen in seine Kabine und blieb bei ihr bis der Arzt kam.
Was sie ihm in dieser Zeit erzählt hat, ich weiß es nicht, aber als der Arzt kam war sie ihren schweren Wunden erlegen und Charles weigerte sich den kleinen jungen abzugeben oder ihn aus den Augen zu lassen.
Er begann sich um Didier, so nannte er ihn, zu kümmern als sei es sein eigener Sohn und es dauerte nicht lange, da hatte dieser kleine Hosenscheißer, der den ganzen Tag an Bord herum krabbelte und lief, die Herzen der gesamten Crew erobert und keiner der Matrosen, Kanoniere und Marineinfanteristen konnte sich das Schiff ohne ihr neues Maskotchen vorstellen!

Das Leben an Bord eines Piratenjägers ist kein leichtes Leben, es ist anstrengend, hart und gefährlich und so durchlief unser kleiner Didier von frühester Kindheit an eine harte Schule.
Von dem Augenblick an, dass er sicher laufen konnte half er bei kleineren Arbeiten. Für ihn war es ein Spiel, doch im Spiel lernte er und sobald er ein Messer halten konnte wurde ihm auch der Umgang mit diesem beigebracht. Seinen ersten Rapier bekam er mit 4, noch kaum in der Lage diesen richtig zu halten wurden ihm mit Messern und Dolchen die ersten Grundlagen des Fechtens beigebracht, mit 6 übte er mit Rapieren und Pistolen, als er 10 wurde mit dem schweren Entermesser.
Mit 9 Jahren erlebte er seinen ersten Kampf hautnah. War er bis zu diesem Zeitpunkt noch immer unter Deck geblieben, so entwischte er dieses Mal seinen Aufpassern und bekam das volle Maß des Kampfes an Deck mit.
Von diesem Zeitpunkt an blieb er keinem Kampf mehr fern, sondern bekam Aufpasser, die ihn überall hin begleiteten, denn besser jeamd von uns war bei ihm und wusste wo er war, als dass wir ihn im Getümmel suchen mussten.
Mehr als einem Mann rettete er das Leben indem er einen Feind ablenkte oder ihm eine Waffe zuwarf und dann, Didier war gerade 10, tötete er das erste Mal in seinem Leben einen Mann.
Das Kämpfen faszinierte ihn und er wurde immer besser.
Jerder der Crew brachte ihm das bei was er konnte, seien es Knoten, die Arbeit in der Takelage oder Kampftechniken.

Und er war ein erstklassiger Schüler!
Schon mit 13 Jahren war er ein wahrer Engel des Todes und erblühte im Kampf.
Auf der anderen Seite war er jedoch auch noch ein Kind und es kam einem vor, als sei das ganze für ihn ein großes Spiel.
Seinen kindlichen Charme nutzte er in Tavernen und Schenken um anderen Seeleuten beim Glücksspiel das Geld aus den Taschen zu ziehen und es machte ihn auch bei den Hafenschwalben und Schankmädchen sehr beliebt.
Er war ein richtiger kleiner Ganove geworden, ein liebenswerter kleiner Gauner, der immer ein schelmisches, belustigtes Grinsen auf den Lippen hat und der alles riskierte um auf seine Kosten zu kommen.
Ja die Kindheit an Bord eines Piratenjägers hatte ihn furchtlos gemacht, denn für Furcht ist in dieser Gesellschaft kein Platz!

Nach fast 15 Jahren an Bord verließen er und sein Adoptivvater das Schiff…was aus den beiden geworden war, ich kann es euch nicht sagen, nur soviel, keines der Besatzungsmitglieder wird den Jungen jemals vergessen!“

Es war ruhig geworden in der Schenke…dann plötzlich fragte jemand „ Und, bist Du gestorben?“
„Natürlich bin ich das, sonst säße ich jetzt nicht hier!“ kam die Antwort des Alten.
„Dann muss es stimmen!“ rief ein anderer und gab eine Runde Rum aus…

Didier ist ein Junger, großgewachsener (jedoch nicht riesenhafter) Mann mit einer muskulösen, durchtrainierten Figur. Sein, auf eine verwegene, markante Art schönes Gesicht wird von langen, dunklen Haaren umrahmt, die meist zu einen Pferdeschwanz zusammengebunden sind und häufig von einem dunklen Kopftuch gehalten werden. Seine stechenden blauen Augen geben ihm einen durchdringenden Blick die häufig eine schelmische, zuweilen spöttische Freude ausstrahlen und seine gefährliche Schönheit nur noch betonen.
Seine Bewegungen sind so fließend, dass sie nicht mit denen einer Katze, nein sogar mit denen einer Schlange verglichen werden jedoch hat sein Verhalten im Kampf sehr wohl etwas Katzenhaften, liebt er es doch mit seinen Gegnern zu spielen und ihnen kurze Momente der Hoffnung zu lassen, ehe er sie zerstört.
Auf der anderen Seite strahlt er eine Lebensfreude und fast kindliche Wissbegierde aus, die ihm einen fast kindlichen Charme geben und es ihm gestatten schnell die Gunst und die Herzen seiner Mitmenschen zu erobern.
« Letzte Änderung: 27.09.2008 | 19:18 von Rothin »

Offline MrsPink

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Re:Spielercharaktere
« Antwort #24 am: 31.08.2009 | 08:42 »
Ich bin dann so frei schonmal eine kurze Umschreibung meines Charakters einzustellen.

“Gio” Gia

Der erste Eindruck, ein südländisches Straßenkind klein, zierlich geschätzt vielleicht ein 14 - 15 Jahre alter Bub.
Ein großer Schlapphut, verdeckt die kurzen ungekämmten Locken, sowohl Hose als auch Hemd scheinen mindestens eine Nummer zu groß, und sie haben auch schon besser ausgesehen. Die Tage auf dem Meer scheinen die Kleider noch mehr in Mitleidenschaft gezogen zu haben, einzig der Mantel scheint seine besten Zeiten noch nicht lange hinter sich gelassen zu haben. Hose und Hemd werden von einem ebenso alten Ledergürtel gehalten, an dem ein paar einfach abgewetzte Schuhe baumeln, denn meist ist man Barfuss unterwegs.
Schaut man unter den Schlapphut, erblickt man neben einem spitzbübischen Lächeln, zwei ebenso strahlende Augen in einem kräftigen Grün, dennoch lieg in ihnen eine Skepsis der Vorsicht und Abschätzens ob Gefahr droht.
« Letzte Änderung: 31.08.2009 | 08:46 von MrsPink »
Salvador Dali....

„Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.“

„Es gibt viele Narren, die so tun, als wären sie gescheit. Warum sollte ein Gescheiter nicht so tun dürfen, als wäre er ein Narr?“