Autor Thema: [Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten  (Gelesen 11461 mal)

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Offline MrsPink

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #175 am: 7.06.2010 | 08:23 »
Johanna blickte kopfschüttelnd von einem zum anderen der Männer, wie dämlich konnten sie sein. „Beides klingt für mich nicht sinnvoll.“ sagte sie auf Eisen denn sie hatte ihren Gedanken einfach laut ausgesprochen als sie es bemerkte fügte sie in Montaigne hinzu.
„Ich helfe zwar gerne, aber ich bevorzuge den Weg den ich und Jazhani gekommen sind. Ich kann zwar nicht sagen ob dieser noch offen und unbewacht ist, aber westlich von hier befindet sich eine Bürgerpforte, ein Versuch ist es auf jeden Fall wert bevor wir versuchen dadurch zu kommen.“ erklärte sie in Richtung aller, an Felix gewandt fügte sie hinzu. „Und ich werde niemanden zurück lassen, davon abgesehen der Herr, überlasst die Entscheidung bitte mir wie viele Personen dieses Zirkuspferd tragen kann und in welcher Gangart.“
Damit schwang sie sich auf den Sattel, ließ sie sich mit einer etwas steifen Bewegung vor dem vorderen Griff des Sattels nieder.
Nachdem sie ihren Hosenrock gerichtet hatte, ließ sie ihren Panzerhandschuh in einer Tasche an ihrem Gürtel gleiten, bevor sie dem Mann und der jungen Frau ihre Hand hinstreckte um ihnen beim aufsitzen behilflich zu sein. „Ich heiße außerdem Johanna, also darf ich bitten?“ fügte sie dem mit einem freundlichen Lächeln hinzu.
Salvador Dali....

„Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.“

„Es gibt viele Narren, die so tun, als wären sie gescheit. Warum sollte ein Gescheiter nicht so tun dürfen, als wäre er ein Narr?“

Offline Moellchen

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #176 am: 7.06.2010 | 21:58 »
Spatz zog ihre Augen leicht zusammen, als sie damit begann ihre Stirn zu runzeln.
„Wahrlich, ein edler Zug einer Dame gegenüber. Aber ich bin ja keine. Also machen wir es so wie sie, “ ihr Kinn deutete knapp zu Johanna und deren Zirkuspferd, “ sagt. Alles andere wäre dumm.“
Das letzte Wort sprach sie mit einer deutlichen schärfe in der Stimme aus.
„Und wir sind jetzt nicht soweit gekommen um j e t z t  dumm zu werden oder dumm zu handeln. Davon abgesehen, “ fügte Spatz ruhig an, “ bin ich nicht schwerer als ein hungriger Vogel. Mich merkt das Pferd kaum…“
Ein schönes Tier…
Spatze kannte diese Tiere sehr gut, hatte schon mit diesen gearbeitet.
Ihre Hand klopfte kurz gegen den breiten, warmen Hals des Pferdes und übte einen sanften, aber eindringlichen Druck auf Felix Arm aus. Deutete ihn an aufzusteigen.
Ihre Augen zeichneten den verletzten Mann schattenhaft nach. Und irgendwo in ihrem Blick schwamm die Bitte an Felix nun keine Dummheiten zu machen.
Nun komm schon… Der Rest dieses Gedanken löste sich in einem anderen auf. In einem Gedanken der sich mit einem anderen Schritt befasste, der ihr nicht gefallen wollte.
…aber was muss das muss…
Sie wartete, wenn auch nicht mehr lange...die Zeit rannte ihnen schneller davon, als ein Kaninchen auf der Flucht vor einem Feind.
« Letzte Änderung: 7.06.2010 | 22:00 von Moellchen »

Offline Slobo

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #177 am: 7.06.2010 | 22:13 »
"Ich hatte nicht vor, Dummheiten zu machen. Ich bin nur realistisch. Aber da uns Diskusionen nur aufhalten ... Nach dir!" Felix nikte in Richtung des Pferdes. "Ich folge dir auf dem Fuß!"
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Offline Moellchen

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #178 am: 7.06.2010 | 22:24 »
„Wenn nicht wirst du erfahren wie scharf die Krallen eines hungrigen Vogels sein können, “ mit einem Seitenblick, der irgendwie eine Mischung aus Zwinkern und Ernsthaftigkeit war, legte Spatz ihre Hand in die von Johannas und schwang sich auf das Pferd.
Ihre Bewegungen erinnerten an eine unbekümmerte Leichtigkeit und sie schien förmlich auf den Pferderücken zu fliegen.
„Danke“, sagte sie zu Johanna und schlang ihre Beine um den vorderen Bereich des Pferdes. Ihren Oberkörper zu Felix dabei beugend um ihn zusätzlich beim aufsteigen stützen zu können. Spatz Hände waren ihm entgegen gestreckt.


Offline MrsPink

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #179 am: 9.06.2010 | 08:33 »
Johanna war sich unsicher ob sie einen der anderen verärgert hatte mit ihren Worten oder Gesten, für den Moment sollten  alle einfach nur lebend aus der Stadt kommen und das nach Möglichkeit ohne größere Kämpfe denn niemand mochte sagen wie angeschlagen sie alle tatsächlich waren.

Daher wartete sie grade so lange wie Felix benötigte um endlich aufzusteigen und sich mit seiner unverletzten Seite einen halbwegs festen Halt zu suchen, bevor sie das Pferd in Schritt fallen ließ, um Nasir und Jazhani zu folgen die bereits auf eine schmale Gasse zusteuerten, aus der sie vorhin  auf den Platz geritten waren. Vielleicht etwas mehr als 1000 Schritt mussten es bis zur Pforte gewesen sein, überlegte Johanna, als ein Ohrenbetäubendes Krachen aus Richtung der Schlacht am Tor zu hören war.
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Offline Slobo

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #180 am: 9.06.2010 | 21:02 »
Felix hatte die Hände von Spatz mit seiner Gesunden Hand gepackt und schwang sich auf das Pferd. Ihm war anzumerken, das er ein erfahrener Reiter war. Trotzdem war es nicht ganz so einfach aufzusteigen, wenn ein Arm nicht richtig zu gebrauchen war.

"Dann bist du also eigentlich kein Spatz, sondern eher ein Falke!" erwiderte er Spatz Bemerkung über scharfe Krallen, währen er einen Arm um Spatz legte, um nicht nach hinten vom Pferd zu rutschen.

"Du solltest nur nicht den Fehler begehen, mich mit einer Taube zu verwechseln!" lachte er. Nur um dann mir einem Schmerzenslaut abzubrechen. Lachen schadete der Schulter.
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Offline Rénard

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #181 am: 10.06.2010 | 19:24 »
Die Crescenterin hielt das Kind das vor ihr saß sicher fest. Was sie ihr Geborgenheit geben konnte würde sie geben, die Frage war nur ob das Mädchen es annehmen würde. Bei all dem was um sie herum passierte, was vieles in Frage stellte, war es doch schön ein Kind zu sehen.

Eng war die Gasse. Viel zu eng wenn es nach Jazhanis Geschmack ging. "Nasir wir müssen uns beeilen, der Weg riecht nach Tod..." 

Rothin

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #182 am: 11.06.2010 | 10:01 »
Ein grimmiges Lächeln huschte über Nasirs Gesicht. Ja, er war in seinem Element, zwar pochte die Wunde an seinem Bein noch, doch zumindest hatte er sie gesäubert, jetzt galt es seine freunde und gefährt in Sicherheit zu bringen...
"Keine Angst...wir werden das schon schaffen, die Grosse Mutter wacht über uns..."
Ein kurzer Blick zu den anderen und er gab seinem Rappen das Zeichen loszutraben...
Die Schatten der Nacht waren seine Verbündeten und die gelegentlichen Flammen spendeten ihm genug Licht um sich zu orientieren.
Aber seine Gefährtin hatte recht je schneller sie hier raus waren, desto grösser war ihre chance zu entkommen...
Zielstrebig steuerte er auf das kleine Tor zu...

Offline Rénard

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #183 am: 13.06.2010 | 15:56 »
Die Augen der Crescenterin verengten sich zu Schlitzen, als sie sah, das jemand vor dasTor einen Handkarren schob. Des Pferd Nasirs konnte viel leisten, nicht aber einen Sprung über den Wagen mit dreien, das war eindeutig zuviel. 'Ihre Gedanken rasten, was konnte sie tun?'

Vorsichtig schob sie die Arme des Mädchens um Nasirs Taille. "Keine Angst, die Mutter des Lebens wird Euch beschützen." Langsam richtete sie sich auf. "Nasir, wir sehen uns jenseits des Tores..." Ein freundliches Lächeln begleiteten ihre Worte, auch wenn er das nicht sehen konnte. "Laß es sprigen..." Sie hob ab, drehte eine Rolle in der Luft und landete auf ihren Füßen, während das PFerd mit Nasir und dem Mädchen mit Schwung über den 'flog'. Jazhani stürmte vor, geschmeidig, schnellen Schrittes, beide Krummschwerter blank gezogen in der Hand.

Die zwei, tumbe Wächter der Stadt standen da wie Salzsäulen, als sie die in schwarz gekleidete Person auf sich los stürmen sahen ergriffen sie die Flucht.

So schnell wie sie die schwerter gezogen hatte verschwanden sie wieder in den Schwertscheiden auf ihrem Rücken. Jazhani packte den Wagen, blickte nach hinten und sah Johanna mit ihrem Zirkuspferd heranpreschen. Ein kurze Nickenin Richtugn Johannas und sie steß den Wagen weit nach vorne, soweit sie konnte, damit für die drei der Weg frei war.

Offline MrsPink

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #184 am: 14.06.2010 | 16:35 »
In der engen Gasse hatte Johanna das Pferd in einen leichten Trab fallen lassen, so dass sie den anderen in Sichtweite folgen konnte, wenn auch mit Abstand damit das Zirkuspferd sich nicht überanstrengen würde. So folgten sie ihnen durch die enge Gasse, die nun auch Johanna viel bedrohlicher und enger vorkam als auf ihrem Hinweg, ´Bei Theus nicht mal wenden könnte man das Pferd, sollte der Weg versperrt werden. Ich hätte auf dem Hinweg aufmerksamer sein sollen. Bitte lass uns das überstehen und mein Vater niemals davon erfahren…´ sandte sie in Gedanken einem Stoßgebet ähnlich gen Himmel.
Grade als sie diesen Gedanken zu Ende geführt hatte, sah sie Jazhani vor ihnen abspringen, dann geschah alles in wenigen Sekunden … Nasirs Pferd sprang … ein Handkarren in Sicht … Jazhani … Soldaten die vor ihr flüchteten … den Karren den Sie zur Seite schaffte … ihr Leben für sie riskierte damit sie entkommen konnten … eventuell eine Falle? ... wie hatten sie ahnen können das sie hier entlang kämen? ...

Johanna´s Gedanken überschlugen sich, sie mussten die offene Pforte erreichen, nur noch 50 Schritt entfernt, wenn sie am Karren vorbei wären, Jazhani´s Einsatz durfte nicht umsonst sein „Festhalten und ducken“ rief sie ohne sich dessen bewusst zu sein. Intuitiv lenkte sie das Pferd, etwas der Hauswand entgegen um Jazhani nicht nieder zu reiten , nahe, sehr nahe kamen sie der Häuserwand, dann waren sie vorbei und eilten auf das Tor zu das Nasir jeden Moment passieren würde.
« Letzte Änderung: 14.06.2010 | 16:36 von MrsPink »
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Offline Rénard

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #185 am: 14.06.2010 | 18:32 »
Der Karren war fort, der Weg frei. Sie alle würden es schaffen durch das Stadttor den Weg nach draußen finden. Jazhani blickte Johanna nach und neigte ihren Kopf aus Respekt vor ihrer Leistung.

Viel Zeit blieb ihr nicht und schon mußte die Crescenterin einer neuen Gefahr ins Auge sehen. Die zwei Trottel von vorhin kamen zurück, aber nicht alleine sondern mit ihren Kumpanen und stürmten mit einem Conglomerat an Waffen wedelnd auf sie zu. Jazhani sprintete los in Richtung Stadttor.

Weit würde sie nicht kommen, der Tag war lang und sehr ereignisreich gewesen, hatte Spuren an ihrem Körper hinterlassen. Die Verfolger waren schneller, weil sie frischer waren, weil einige von ihnen sich ihrer Fegheit schämten und Revanche haben wollten, weil die Gruppendynamik sie trug und ihre müden Füße nur so über den Boden fliegen ließ.

Hektisch schaut die Crescenterin sich während sie läuft um. Direkt vor ihr sieht sie einen Kran an dem eine Kanone hochgehievt hat, diese aber noch nicht auf den Wehrgang hinüber gezogen hat. Die Mannschaft hatte die Vorkomnisse um das kleine Tor vollkommen verpaßt.

Jazhani beschleunigt, zieht eines ihrer Krummschwerter und stürmt auf das Kontersei zu. Die Schreie ihrer Verfolger alamieren die Artelleristen. Zu spät, denn Jazhani hat das Seil schon gepackt, durchtrennt das Halteseil und saust nach oben, während die Kanone zu Boden stürzt. 
« Letzte Änderung: 14.06.2010 | 19:44 von Rénard »

Rothin

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #186 am: 16.06.2010 | 11:14 »
Ein kaum hörbares Fluchen glitt über seine Lippen, als sein Gefährtin vom Pferd glitt...
Doch sofort liess er das Pferd auf den Wagen zusprengen und es über diesen springen.
Wie schwerelos glitt der Hengst über den wagen und zwang die beiden Soldaten auszuweichen.
dann landete es und galoppierte aus der Stadt heraus.
Zu seiner Erleichterung schien der Platz vor diesem kleinen Tor leer zu sein , so dass er das Tier kurz zügelte und sich umwand.
Jazhani hatte den wagen weggeschoben und Johanna war auf dem weg zu ihm.
Hastig schaute Nasir sich um auf der Suche nach etwas, wo er das Kind in Sicherheit bringen konnte.
Er würde Jazhani nicht alleine in der Stadt lassen, aber mit dem Kind konnte er auch schlecht nochmal zurückreiten...

Offline MrsPink

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #187 am: 16.06.2010 | 12:43 »
Johanna bemerkte erleichtert das Nasir und das Kind das Tor wohlbehalten passiert hatten, er jedoch kurz dahinter das Tier zügelte. Grade passierten sie selbst das kleine Tor, als sie im Augenwinkel Jazhani noch lossprinten sah, Sekunden später waren sie hin durch und konnten nur noch etwas sehr schweres zu Boden krachen hören.

Bei Nasir angekommen zügelte sie das Pferd nun ebenfalls, sie erkannte das sie auf einem winzigen, in Dunkelheit gehüllten Waschplatz gelandet waren, wo vermutlich die einfachen Frauen der Stadt ihre Wäsche wuschen und von dort zu den Bleichwiesen brachten, die nicht weit entfernt begannen.
Gefahr schien ihnen grade wenn vom durch Fackeln erhellten Wehrgang aus zu drohen, doch die Männer dort waren in Hektischer Betriebsamkeit ausgebrochen und achteten nicht auf sie, sondern riefen Befehle und deuten auf einen Kran der in die Stadt hineinragte. Genaueres konnte sie jedoch nicht erkennen.
Sie bemerkte Nasir´s suchenden Blick und glaubte zu erraten was er vorhatte, auch sie hätte Jazahni nicht zurück lassen wollen, daher rutsche sie vom Pferd hinunter, den lange verweilen sollten sie hier nicht.

An ihre beiden Mitreiter gewandt „Einer von euch sollte mit mir laufen, während der andere sich und das Kind von hier wegbringt. Der Zirkus und der Jahrmarkt sind nicht mehr weit von hier, dort gibt es auch einen Arzt. Durch die Dunkelheit könnte sich ein Weg finden zwischen den Truppen hindurch.“ Dabei deutete sie Richtung Haupttor vor dem der Zirkus in Sichtweite gastierte.
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Offline Slobo

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #188 am: 16.06.2010 | 19:54 »
Felix lies sich vom Pferd gleiten. "Da die kleine Spatz vertraut, soll Spatz sie in Sicherheit bringen! Wenn es nicht mehr weit ist, dann schaffe ich das auch zu Fuß. Hab schon schlimeres erlebt!"

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Offline Rénard

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #189 am: 16.06.2010 | 20:53 »
Die Artelleristen waren vollkommen verdutzt, als  sie plötzlich Auge in Auge mit einem... ja mit was für einem Gegner auch immer Auge in Auge gegenüberstanden.

Jazhani nutzte diesen marginalen Vorsprung, sprang auf den Wehrgang. Es schien alles eine Bewegung zu sein, der Sprung und das Ziehen der Krummschwerter. So war es kein Wunder, das als sie zum Angriff überging die Artilleristen flohen. Einer war so tollpatschig,dass er von der Mauer stürzte, glücklicherweise für ihn auf der Plande des Versorgungskarrens landete. Ein breites Grinsen huschte über ihr Gesicht, was aber niemand sehen konnte. 'Dank sei Dir oh Mutter des Lebens!' Es erleichterte ihr Herz nicht töten zu müssen. Einen langen Moment gönnte sie sich um durchzuatmen. Cholera oder Schwindsucht, einen Tod musste man sterben.

Eine Kugel sauste an ihr vorbei und schlug in die Zinne direkt hinter ihr ein. Sie blickte auf und sah 'alte Bekannte' suf sich zu stürmen, allen voran der Dicke der unten noch vor ihr geflohen war.
« Letzte Änderung: 16.06.2010 | 21:44 von Rénard »

Offline Moellchen

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #190 am: 17.06.2010 | 18:09 »
Spatz hatte sich auf dem Pferderücken umgedreht gehabt. Ihre Drehung waren schnell und fließend wie das Wasser in einem Bach gewesen.
Ihr linker Arm hatte sie nach hinten gebogen gehabt, ihre Hand fest gegen den warmen Hals des Tieres gedrückt.
Ihr Körper war leicht zur Seite geneigt gewesen und ihr Blick war an der fremden Frau hängen geblieben. Dieser gefolgt wie ein Raubvogel seiner Beute.
…sie wird es schaffen…sie ist schnell…

Als die Pferde zum stehen kamen…
Spatz rutschte vom Pferd wie ein Windhauch, drehte sich dabei lautlos und nickte Nasir zu.
Spatz streckte dem Kind ihre Arme entgegen, welches sich wie ein kleiner Stein in diese fallen ließ.
Die junge Frau strich dem kleinen Mädchen ein paar dreckige Haarsträhnen aus der Stirn, während ihre Stimme ein Quell von Zuversicht schien:“ Wir werden das schaffen. Wir alle… es wird schon gut ausgehen. Und wenn… ja wenn…dann gibt’s Kekse und ein paar nette Gespräche… und ein Blick auf das Schriftstück…“
Die letzten Worte knurrte sie leise.

Ihre Augen lösten sich von dem Kind, suchten die Anderen.
„Felix und ich sollen also die Kleine hier herausbringen und ihr, “ ihr Blick zuckte von Nasir zu Johanna, eine strenge Falte trat zwischen ihren zusammengezogenen Augenbrauen auf “, holt die andere Frau hier heraus? Oder? Ich bin zäh und habe gelernt mit Messern umzugehen. Ich kann mich auch gut mit den Beinen an einem Pferd festklammern und ein lebender Anker für eure Freundin spielen…das andere Pferd könnte dann auch das Kind und Felix hier herausbringen…“
Diese Spielchen hatten sie so häufig beim Jahrmarkt gespielt. Abends, wenn die Arbeit des Tages getan gewesen war

„Ich heiße Emilie“, murmelte das Kind leise, während sie die Puppe, die auf der Flucht ihren Kopf verloren hatte, feste an sich drückte.
Spatz lächelte dem Kind sanft zu und nickte. „Gut, gut, Emilie.“
Die hektischen Rufe von den Männern, die versuchten irgendwas wieder zu richten waren weit hinter die Aufmerksamkeit von Spatz zurückgetreten.
Es muss nur schnell gehen…

Offline Rénard

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #191 am: 17.06.2010 | 22:03 »
Sie stürmten auf sie zu, das Häuflein, das wohl nicht mehr war als bewaffnete Städter. Jazhani begann einen tödlichen Tanz. Anmutige Bewegungen, die einen Kreis beschrieben fällten den ersten der auf sie zu stürmte. Der Mann stürzte zu Boden. Die Crescenterin wechselte ihre Position.

"Verdammter Pederast!!!"

Spie ihr der Dicke entgegen, der zornig war. Sie verstand nichts von dem was er ihr an Schimpftiraden entgegen schickte. Grob war die Attacke und kraftvoll, nicht ganz ohne Finesse. Während sie dem Schlag mit dem Knüppel auswich, ließ der Dicke diesen fallen, packte zu, schneller und geschmeidiger als man es von ihm hätte erwarten können. Jetzt, da er zugepackt hatte er und sie festhielt mit Händen wie ein Schraubstock. In der Umklammerung des Dicken konnte sie ihre Arme nicht bewegen, seiner schieren Kraft ahtte sie nichts entgegenzusetzen. Ihm war es gar ein Leichtes sie mit einem Arm zu fixieren.

"Ich will Dein blödes Gesicht sehen, Kerl..."

Er war tumb. Mit einem Ruck riß er die Kopfbedeckung herunter. Ihr langes blauschwarzes Haar fiel über ihre Schultern, umrahmten ihr hübsch Geischt mir den geschnittenen Zügen und den dunklen Augen. Seine Pupillen weiteten sich, er stotterte.

"Da..da... dassss ist... ein... Mädchen...?!"
« Letzte Änderung: 18.06.2010 | 06:57 von Rénard »

Rothin

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #192 am: 23.06.2010 | 07:43 »
Ein dankbares Lächeln huschte für einen Augenblick über Nasirs Gesicht als er die Worte seiner Gefährten hörte...
"ich danke euch!Aber ich befürchte wenn wir zu dritt auf meinem Pferd da rauszureiten versuchen, dann könnten wir zu langsam sein...Bringt Euch und die kleine" sein Blick wanderte zu dem kleinen verängstigten Mädchen "in sicherheit, es wird nicht lange dauern. Ich sehe Euch dann im Jahrmarkt!"
Seine Hand deutete einen letzten Gruß an, dann wenndete er den Hengst und galopierte wieder in Richtung Stadt.

Zu seinem glück war die Hauptschlacht am eigentlichen Tor und Jazhani hatte wie es aussah schon ganz gut unter den Wachen an dem Seitentor aufgeräumt.
Alle weiternen Soldaten und Milizen in diesem Bereich schienen mit der Jagd auf Jazhani beschäftigt zu sein.
Zwei Männer die sich ihm in den Weg stellen wollten wuden kurzerhand über den Haufen geritten, während sich Nasir suchend umblickte.

Da, auf der Mauer bewegte sich eine ihm vertraute, geschmeidige Gestalt.
Während er Ausschau nach einer Gelegenheit suchte um auf die Mauer zu kommen, beobachtete er ihre Bewegungen. Der Schwertkampfstil den sie nutze war ihm bekannt, seine mutter stammte aus dem selben Teil des Landes wie Jazhani und hatte sie ihn gelehrt, jedoch war seine eigentliche Stärke und Leidenschaft der agressive Stil des Marik.

Gerade war seine schöne Gefährtin dabei eine Gruppe Angreifer abzuwehren, als er einen aufgang entdeckte.
Eiligst rannte er die stufen empor und zog dabei seine beiden Katar.
Er hoffte dass er Jazhani schnell erreichen würde, denn so gut sie auch war und so ungeübt die Soldaten auch zu sein schienen, es schienen immer wieder neue aufzutauchen.

Ein sehr massiger Mann ging nun auf sie los. Mit geschmeidigen Bewegungen schlig sie ihm seinen Knüppel aus der hand, jedoch zog dieser sich wider Erwarten nicht zurück, sondern griff nach ihren Händen...
Nasir war einen Augenblick wie gebannt stehen geblieben als er den Kampf gesehen hatte, nun jedoch rannte er los.

Gerade zog der dicke Angreifer ihr die Kopfbedeckung herunter, wodurch ihr langes, schwarzes Haar entblößt wurde.
In der Erkenntnis wer vor ihm stand stiess der Angreifer einige überraschte Worte aus.

Nasir nahm anlauf, er hatte nur noch wenige Meter zu überbrücken, also sprang er ab um den dicken mit einem gesprungenen Angriff zu überraschen.
Seine klingen bohrten sich tief in das Fleisch seines Gegners, der sich schnell noch umgeschaut hatte als er Nasirs Schritte gehört hatte.

Ihn nicht weiterre beachtend stiess Nasir den Gegner mit aller Kraft weg und zu Boden und reichte Jazhani die beiden Scimitar die sie hatte fallen lassen.
"Komm schnell, bevor neue Truppen hier ankommen" raunte er ihr zu.
Schon lange war sein Verband verrutscht und er fühlte wie etwas seine Wade entlanglief, aber zumindest das Pochen hatte aufgehört... 
 Er drehte sich um, um in Richtung des Aufgangs zu laufen, doch inzwischen war verstärkung eingetroffen und auch von dort kam eine handvoll Milizen auf sie zugelaufen.
 

Offline Rénard

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #193 am: 23.06.2010 | 20:07 »
Ihr Atem ging schwer, dennoch war sie noch zum Scherzen aufgelegt. "Es ist schön einen alten Freund wiederzusehen." Sie nahm die die beiden Krummsäbel entgegen. "Danke." Sie bückte sich und nahm den Stoff des Turbans wieder auf. "Bereit wenn Du es bist..." Ihr jugendliches Gesicht war ernst. "Die anderen sind in Sicherheit, nicht wahr?" Es war ihr wichtig, wegen des Kindes und des Verwundeten. Während sie sprach beeilte sie sich ihm zu folgen. Mit jedem Schritt spürte sie mehr und mehr das sie hatte mehr einstecken müssen als ihr lieb war in diesem Kampf.

Offline Slobo

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #194 am: 23.06.2010 | 20:46 »
"Äch, wart mal Spatz, Emilie braucht dich. Es ist besser, wenn du bei ihr bleibst." Felix war anzusehen, das er sich bei dem Gedanken auf die Kleine aufpassen zu müßen unwohl fühlte.

"Nasir ist bereits drinen. Ich warte hier drausen und schau, was ich für die beiden tun kann! Du bringst Emilie in Sicherheit."

Mit diesen Worten zog Felix seinen Degen. Er wuste, das es hart werden würde. Aber damit kannte er sich wenigstens aus. Mit Kindern hingegen ... Theus bewahre.
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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #195 am: 24.06.2010 | 05:08 »
Spatz schüttelte den Kopf und schob die Kleine, ihr einen schnellen, flüchtigen Kuss auf die Stirn dabei drückend, an Felix Brust.
„Du bist so schnell und beweglich wie eine erlegte Katze. Sieh zu, dass du die Kleine an die Hand nimmst und mit mir dort vorne raus bringst.
Unser Freund hat sein Pferd, das nur zwei Leute tragen kann und wird seine Freundin schon herausbekommen. “
Ein zuversichtliches Lächeln flog wie ein kleiner, hektischer Vogel auf ihren Mund und danach weiter.

Das kleine Mädchen, mit den großen, runden Augen nickte wie in Trance. Wirklich verstanden hatte sie nicht, was hier gerade geschah. Zu sehr ertrank die Welt in überstürzten, hektischen Handlungen und dem Chaos eines Krieges, den ihr Geist noch nicht fassen konnte.
Nicht so, wie ihre Hand ihre Puppe fassen und erfassen konnte.
Ihre andere kleine Hand, die die nicht die Puppe an ihren Körper drückte streckte sich Felix entgegen.

Soweit hat sie es also verstanden…

„Wenn wer den Rückzug der Beiden decken sollte, dann Johanna“, ihr Kinn deutete auf die eindrucksvolle Frau auf ihrem prächtigen Pferd, das den Kopf leicht zur Seite gedreht hatte,“ nicht wir.“
Auch wenn ich mir das durchaus zutrauen würde. Mehr als Felix in seinem Zustand…

„Und nun komm…“
Spatz drehte sich herum, und zog in einer fließenden Bewegung, ohne einen Blick an diese zu verschwenden, einen Dolche und ein Messer unter ihrer Jacke hervor.
Sie lagen wie zwei gute, alte Freunde in ihren Händen, während sie Felix das Zeichen gab ihr zu folgen.

Offline Slobo

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #196 am: 24.06.2010 | 21:47 »
"Diese erlegte Katze hat immer noch Krallen, weist du!" murrte Felix.

Trotzdem nahm er gehorsam die Hand des Kindes. "Keine Sorge, es wird alles gut." Er schenkte Emilie ein zuversichtliches Lächeln.
Immer wieder nach rechts und links sichernd folgte Felix Spatz.

Es kränkte ein wenig seinen Stolz, das Spatz ihm nicht mehr zutraute. Natürlich mußte er zugeben, das die Wunde ihn behinderte. Natürlich waren seine Pistolen leer. Und natürlich hatte er niemals eine Fechtschule erlernt. Doch für diese Hobby-Soldaten reichten seine Kampfkünste auch so aus.

"....." murmelte Felix. Emilie schaute mit großen Augen zu ihm auf.
"Äch ... nichts ... ! Ich habe nichts gesagt ...!" Entschuldigte sich Felix bei dem Kind.
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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #197 am: 26.06.2010 | 18:11 »
"Nasir..." Sie blieb stehen und atmete tief durch, ein Grinsen war auf ihrem Geischt trotz der Pein die sie erlitt. "...ich werde wohl zu alt für so etwas..." Sie blickte sich nach hinten um. "Dort kommen noch einige Soldaten wir sollten vor ihnen unten sein, sonst müssen wir alles nocheinmal machen... und das möchte ich im Moment gar nicht. Möge die Mutter des Lebens uns behüten!" Jazhani war wieder zu Atem gekommen und lief nun gleich wieder los. Sie riß dieTür zum Turm. Der Wachsoldat war vollkommen überrascht und als er seinen Säbel ziehend der Frau entgegenrennt, schlägt sie die Tür mit Schwung zu. Das war zu schnell für den Mann. Die Waffe entgleitet seiner Hand als die Tür seine Nase trifft und das Nasenbein bricht.

Vorsichtigt öffnet die Tür wieder. "Nasir, wir können..." Dann schaut sie zu dem Mann der noch vollkommen geschockt seine Nase hält, Blut quillt durch seine Hände. "Verzeitung." Jadzani hoffte die richtige Vokabel gefunden zu haben. Während sie sprach huschte sie an ihm vorbei und stürmte de Treppe herunter.

Offline Moellchen

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #198 am: 26.06.2010 | 19:20 »
Spatz nickte Felix zu, schenkte ihm und der Kleinen noch ein aufmunterndes Lächeln und bedeutete den Beiden ihr zu folgen. Das Seitentor zurücklassend.
Die Dolchklinge schmiegte sich an ihren Unterarm, die Klinge des zarten Messers drückte sich sachte an die Innenfläche ihrer Hand. Ihr Körper war leicht nach vorne gebeugt.

Überall flackerten Fackeln auf den Mauern auf, wie die letzten Reste der Hoffnung in den Herzen der Verteidiger.
Es sah nicht wirklich gut für die Stadt aus.

Felix war dicht hinter Spatz. Die Kleine zwischen ihnen und sie klammert sich an Felix.
Spatz bewegte sich keinen Schritt zu schnell. Ihr Blick sprang immer wieder zu Felix zurück. Ihr Körper passte sich seiner Schnelligkeit an und berücksichtigte seine Verletzung.
Berücksichtigte ihre eigene Verwundung, die ihre Kraft ebenfalls an den Rand ihrer Möglichkeiten führte.

Um sie herum erklangen Schreie. Befehle die in die Nacht gebellt wurden wie derbste Verwünschungen.
Männer strömten zur Mauer hin, einem Fluss gleichend der viele Arme in die Welt geworfen hatte.
Ein Spiel aus Schatten und Angst hing wie eine schwere Glocke über der Stadt.
Kaum einer nahm Notiz von ihnen. Sie schienen ein unwichtiges Teil im großen Bild des Kriegschaos zu sein.
Ihr Glück.

Spatz konnte im Mantel der Dunkelheit Lichter ausmachen. „Dort…dort ist der Zirkus…dort ist mein Jahrmarkt, “ flog es ihr erleichtert aus dem Mund.
… ich bin so erleichtert wenn wir alle dort lebend ankommen…Serinie wird sich sicher um Felix kümmern…
Ihr Kopf drehte sich zu Felix und Emilie. Hoffnung und Erleichterung hatte ihren Blick geflochten.

„Und wen haben wir da?“ grollte eine Stimme schwer gegen die Wahrnehmung von Spatz. 
Ihr Kopf fuhr herum, ihr Blick schnellte zu einem Hünen von Mann auf dessen Schulter ein Rabe saß der ein Krätzchen, einer Drohung gleichend, in die Nacht spie.
„Spitzel? Spione denke ich. Und was macht man mit Spionen?“ Eine Stimme, wie zwei Grabplatten die aneinander krachten, schmetterte ihnen erneut entgegen.
Der Mann, der in einem Lederwams steckte, schwang sein gezogenes Breitschwert durch die Luft.
Die Muskeln unter seinen nackten Oberarmen, die mit vielen Unheilverheißenden Runennarben versehen waren, spannten sich an.
Der Rabe breitete seine Flügel aus und sprang von der Schulter seines Herrn.
Auf Spatz zu.
„Oh…, “ entfuhr es Spatz und sie sprang nach hinten. Stieß dabei leicht gegen Emilie, die leise Aufschrie und sich gegen Felix drückte.

Mit einer kraftvollen Bewegung riß der Mann sein Breitschwert von oben auf Spatz herab.
Der Körper der jungen Frau schnellte seitlich weg und entkam dem Angriff des Riesens nur knapp.
Der Boden donnerte als sich die Waffe in seine erdige Haut bohrte.
Dreck und Gras wirbelte durch die kriegsgeschwängerte Luft. Die Klinge war nur Knapp an der Schulter von Spatz vorbeigezischt.
Der Blick des Fremden, dessen Haut Spatz an die Rinde eines alten Baums erinnerte, so vernarbt war sie, folgte ihr.
Flink wie eine Katze, kurz bevor sie ihre Kralle ausfuhr, bewegte sie sich von dem Ungetüm weg.
„Felix, schütze Emilie…“, entfuhr es Spatz. Wohl wissend das es idiotisch war ihm das zu sagen.
Felix hatte seine Mühe sich etwas aus dem ängstlichen Griff der Kleinen zu befreien.
Tränen sickerten in sein blutverschmiertes Hemd. Ein Schluchzen brachte den Körper des Mädchens zum Beben und ihre Puppe fiel langsam auf den Boden.

Der Wilde, mit einem Blick aus kaltem Irrsinn versehen,  sprang der leichtfüßigen Spatz nach.
Die Erde schien, mit jedem Schritt, welcher der rothaarige Mann tat, zu beben. In den Augen des Fremden loderte die Wut wie zwei hell brennende Fackeln.

Spatz stieß sich vom Boden ab, ihr Körper überschlug sich, wendig wie ein Wiesel, mehrmals nach hinten. Das hatte sie bei ihren Leuten gelernt. Das hatte sie von Farkan gelernt.
Jeder Muskel zeichnete sich gegen ihre blasse Haut ab, während der Schmerz ihrer Wunde in ihrem Innersten wie eine Kanonenkugel einschlug.
Ihr Arm, an dem sich der Dolch entlang zog, riss sie vor ihr Gesicht. Ihr Körper verharrte in der Hocke.
Bereit zum Sprung.
Sie sog die Luft scharf ein.
Reiss dich zusammen…das Glück wird den Riesen zu Fall bringen…
In der langen Klinge ihres Dolches spiegelten sich ihre Augen wieder. Angst, Schmerz und Wut brannte in diesen, wie die Hitze in einer Esse.
Ein Lachen entrann der Kehle des bärtigen Riesen, der weder Spatz noch Felix aus seiner Aufmerksamkeit ließ und dem nicht entgangen war das die wendige Frau eine lange Waffe an ihrem Arm verbarg.
Der Mann kam auf Spatz zu. Eine Hand, wie ein Hammerkopf, hielt die breite, wuchtige Waffe und schwangen diese mit einem lauten „woff“ durch die kühle der Nacht. 

„Zeit dir deine Flügel auszureißen, kleiner Schmetterling“, knurrte der bärige Hüne.
…ich kann mehr als mich nur verbiegen du Idiot…
Wie eine Katze, kurz vor dem Sprung, fixierten ihre Augen ihren Feind. Wie eine Klapperschlange schnellte ihr Körper auf den Riesen zu und drehte sich dabei schnell um ihre eigene Achse.
Geschickt ließ sie dabei die Klinge durch die Luft schneiden. Der lange Dolch biss scharf in den vorderen Oberarm des Mannes, den er ihr hingedreht hatte.
Ihr Körper drehte sich dabei geschmeidig weiter. Spatz wusste durchaus den Schwung dieser Bewegung zu nutzen und sie gelang hinter den Riesen. Mit der Kraft der Drehung rammt sie ihm das Messer bis zum Heft in die Rückseite des Oberarmes.
Das dunkle Blut des Mannes ergoss sich in einem Schwall aus dem klaffenden, fleischigen Maul in seinem Arm und hinterließ auf Spatz Händen, wie auf den Resten ihrer einst hellen Bluse, klebrige Muster.

Der Schmerz schien dem Angreifer vertrauter als Spatz. Schien dessen bester Freund zu sein, auch wenn der Angriff ein leichtes zischen seinem breiten Mund entlockte.
Seine Erfahrung, die sich aus vielen Kämpfen zusammensetzte, ließ ihn seine Kräfte erneut fokussieren. Mit der Kraft seiner Runen fuhr der Hüne herum. Sein Ellenbogen fuhr mit der Wucht eines Steinschlages auf seinen schmächtigen Angreifer herab.
Spatz`s Augen weiteten sich. Sie wusste dass sie zu langsam reagieren würde, noch bevor dies geschah.
Sie wusste, dass sie ihm nicht mehr gänzlich ausweichen konnte und so ließ sie sich einfach nachhinten fallen.
verdammt…

Offline Slobo

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Re:[Neues Forenspiel] Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #199 am: 26.06.2010 | 20:13 »
Mit Erschrecken entdeckte Felix den Hühnen mit dem Breitschwert. Die Bewegungen von Spatz waren geschmeidig und für einen Augenblick konnte Felix den Kampf nur bewundernd ansehen. Dann spürte er, das Emilie ihr Gesicht an seine Seite Drückte. 'Keine Zeit zu starren, Dummkopf!' Schallte Felix sich im Gedanken.

Voller Angst klammerte Emilie sich an Felix. Für sie mußte es erscheinen, als hätte sie Spatz nur gefunden, um sie nun zu verlieren. Und sie weinte ....

Etwas hilflos kniete Felix sich neben Emilie und legte seinen Gesunden Arm um sie. "Hör zu Emilie, ich werde Spatz helfen. Und du mußt ihr auch helfen." Felix schaute sich um! Er endteckte ein Gebüsch, in dem sich Emilie verstecken konnte.

"Hör zu, ich habe eine wichtige Aufgabe für dich. Du wirst dich dort drüben im Busch verstecken. Du machst die Augen zu und sprichst ein gebet zu Theus. Das wird mir und Spatz helfen."

Schnell brachte Felix Emilie das kurze Stück zum Busch und half ihr, sich dort zu verstecken. "Denk dran, Augen zu und beten!" schärfte er ihrt ein. Dann drehte er sich um, um sich zu orientieren. Spatz war gerade um den Riesen herumgewirbelt und hatte ihm ihren Dolch in den Arm gerammt. Das schien ihm aber nicht weiter zu stören.

Felix hatte so etwas auf dem Schlachtfeld erlebt. Männer, die von Kugeln getroffen einfach weiter kämpften. Sie bemerkten nicht, das sie bereits tot waren.

Dieser hier war jedoch anderst. Sein Geist war sich der Wunde bewust. Aber er schaltete den Schmerz aus, oder schlimmer noch er begrüßte ihn und wurde dadurch nur noch stärker. Er wirbelte herum. Seine Klinge raste auf Spatz herab und Spatz würde es nicht schaffen ihr auszuweichen.

Und noch etwas anders sah Felix. Auf der Klinge erglühte eine Rune! Das war nicht gut.
Wie in Zeitlupe senkte sich die Klinge und Felix war zu weit weg, um etwas dagegen zu tun.

Schnell riss er sich das Kreutz, das er un den Hals trug vom Hals. Die Lederschnur gab nach und er spürte den Ruck als das Kreuz loskam.

Felix küßte es, dann schleuderte er es dem Gegner von Spatz ins Gesicht. "Theus hilft den Tüchtigen!" entfuhr es Felix.

Das Kreuz war ziemlich schwer. Da einfach Soldaten sich so etwas wie Silber oder Gold nicht leisten konnten, war es aus Eisen. Genaugenommen waren es die Überreste einer Kanone, die im Krieg bzerstört worden war.

Es war ein verzweifelter Wurf. Und es lag die Kraft der Verzweiflung dahinter. Ein leises Knaken war zu hören, als das Kreuz den Mann an der Nase traf und sie brach.

Tränen schossen dem Mann in die Augen und sein Schwert wurde zur Seite gelenkt.
Zu wenig Gewalt ist keine Lösung!