Spatz bewegte sich einen Schritt nach vorne. Schnell und flink wie ein Eichhörnchen, wenn es sich Blicke entziehen wollten, legte sie ihre Hände an den unteren Rücken Bereich und ging dabei sehr wendig in die Knie.
Jede Bewegung wirkte kontrolliert und ihr Oberkörper stützte Felix ab, hinderte seine Schmerzen daran ihn das Gleichgewicht verlieren zu lassen.
Wohl die einzige Stelle die nicht ganz so sehr schmerzt…Wenn es überhaupt eine gibt…
Ihr Blick glitt wie ein Sonnenstrahl an ihm vorbei. Am Brunnenrand vorbei. Und was sie sah gefiel ihr nicht.
Das Chaos würde langsam abnehmen, die Fronten sich etwas klarer abzeichnen.
Sie mussten dieses Durcheinander nutzen.
Langsam erhob sich Spatz wieder, schob ihren Körper vorsichtig wieder in den Stand und den des Schwerverletzten Mannes etwas vor. Soweit nur, bis sie diesen dazu brachte wieder zu stehen. Leicht drückte sie Felix von der Seite zum Rand des Brunnen. Der ihn leicht stützt und ihm etwas Halt in seinen Schmerzen gab.
Sie mochte klein und zierlich sein, viele würden sie wohl als schmächtig bezeichnen, aber sie war zäh und gut trainiert. Und sie wusste wie man seinen eigenen Körper nutzte.
„Felix?“ rief sie ihm zu. Nur so laut wie es unbedingt sein musste. Sie zog ihren Hut von ihrem Kopf und ließ diesen durch das Wasser gleiten, Wasser sammeln, welches sie Felix ins Gesicht spritzte.
„Wir müssen hier weg… sonst haben wir alle bald keine Schmerzen mehr. Komm schon.“
Sie klang hart, viel härter als sie das sagen wollte, aber dieser Moment ließ ihr kaum eine Wahl.
„Reiß dich zusammen, du schaffst das. Du hast schon viele Verletzungen besiegt, dann wirst du auch gegen diese Siegreich sein.“
Ihr Blick hüpfte kurz auf seine Wunde.
Die muss sich bald ein Heilkundiger anschauen, sonst wird das vielleicht seine letzte sein…
Ihre Hand legte sich an ihre Hüfte, die Seite und sie fühlte den leicht stechenden Schmerz.
Die Wunde war eine Kleinigkeit.
Ihre Stirn legte sich in eine sture Welle, während sich ihre Augenbrauen zusammenzogen.
„Na los! Geschlafen wird später…“